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Eis-Helden und die Tennis-Queens Wer sind die Sportler des Jahres?

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Ob Angelique Kerber, Christian Ehrhoff oder Kristina Vogel: Alle stehen für einen emotionalen Höhepunkt des Sportjahres.

(Foto: picture alliance / dpa)

Viel Drama, Olympische Medaillen und ganz große Emotionen - das ist das Sportjahr 2018. In Baden-Baden werden die größten Momente nun noch einmal durchlebt - denn dort werden die Helden und Heldinnen mit der Auszeichnung als "Sportler des Jahres" geehrt.

Das Eishockey-Überraschungsteam rührt selbst DOSB-Präsident Alfons Hörmann zu Tränen, Angelique Kerber küsst überwältigt ihre Wimbledon-Schale. Und Bahnradsportlerin Kristina Vogel behält nach ihrem schweren Unfall auch im Rollstuhl ihr Lächeln. Das Sportjahr 2018 war geprägt von emotionalen Triumphen, wurde aber auch von Vogels Schicksalsschlag überschattet.

Diese Momente und Bilder dürften bei der Auszeichnung der "Sportler des Jahres" in Baden-Baden eine wichtige Rolle spielen. Am Abend (22.00 Uhr/ZDF) werden am Ende eines außergewöhnlichen Sportjahres mit Winterspielen in Pyeongchang, einer aus deutscher Sicht enttäuschenden Fußball-WM in Russland und der Leichtathletik-EM in Berlin zum 72. Mal die Gewinner der Wahl gekürt.

Gänsehaut beim olympischen Eishockey

Bei den Olympischen Spielen im Februar schaffte das Eishockey- Nationalteam den nie für möglich gehaltenen Finaleinzug. Nach dem bedeutendsten Erfolg des Deutschen Eishockey-Bunds und dem nur um 55,5 Sekunden verpassten Olympia-Gold zählen die Silberhelden zu den großen Favoriten. "Ich denke, es spricht viel dafür, dass wir es werden", sagte der inzwischen zurückgetretene Verteidiger Christian Ehrhoff. "Das wäre noch mal ein absolutes Highlight für das deutsche Eishockey." Erfolgscoach Marco Sturm wird nach seinem Abschied als Co-Trainer in die NHL allerdings nicht unter den Gästen sein, wenn die ZDF-Moderatoren Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne im Kurhaus von Baden-Baden durch den Abend führen.

Tausende Sportjournalisten haben über die Nachfolger von Ausnahme-Biathletin Laura Dahlmeier, Kombinierer Johannes Rydzek sowie vom Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst abgestimmt. In der Kategorie "Mannschaft des Jahres" dürften auch die Eiskunstläufer Aljona Savchenko/Bruno Massot oder die Nordischen Kombinierer nach ihrem Olympia-Gold von Südkorea vorne landen. Dahlmeier, mit zweimal Gold und einmal Bronze von Pyeongchang dekoriert, oder Deutschlands beste Tennisspielerin Kerber könnten bei den Damen jeweils zum zweiten Mal geehrt werden.

Vogels Drama bleibt in Erinnerung

Eine bedeutende Rolle dürfte aber bei der Gala am Sonntagabend auch Vogel zukommen. Ihr tragischer Unfall auf der Radrennbahn in Cottbus von Ende Juni erschütterte den Sport und veränderte ihr Leben. Seitdem ist die 28-Jährige querschnittsgelähmt, Ende Februar und Anfang März hatte sie noch ihre WM-Titel zehn und elf geholt. Eine Auszeichnung dürfte auch Bewunderung darüber ausdrücken, mit welch beeindruckendem Lebensmut die zweimalige Olympiasiegerin ihr Schicksal angenommen hat. "Ich will nicht lügen: Natürlich hasse ich es manchmal, was mir passiert ist", sagte Vogel in einem "L'Équipe"- Interview aber auch. Deutsche Radsportlerin des Jahres wurde sie schon, Topsportler der deutschen Sporthilfe stimmten zudem für sie als "Die Beste 2018".

Bei den Männern dürfte das Ergebnis ebenfalls eng ausfallen. Triathlon-Weltmeister Patrick Lange hofft darauf, nach seinem zweiten Hawaii-Triumph diesmal noch besser abzuschneiden als mit Platz zwei im Vorjahr. Aber auch eine erneute Auszeichnung von Kombinierer Rydzek wie 2017 ist denkbar. Außerdem dürfte Andreas Wellinger vorne dabei sein, nachdem er in Pyeongchang als erster deutscher Skispringer drei Medaillen bei den gleichen Winterspielen gewann.

Quelle: n-tv.de, Kristina Puck, dpa

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