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Illegales Element statt MedailleWirbel im Eistanz: Briten legen Einspruch gegen WM-Ergebnis ein

29.03.2026, 14:09 Uhr
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Lilah-Fear-and-Lewis-Gibson-from-Great-Britain-react-upon-seeing-their-score-after-competing-during-the-ice-dance-free-dance-at-the-Figure-Skating-World-Championships-in-Prague-Czech-Republic-Saturday-March-28-2026
Lilah Fear und Lewis Gibson verpassten die Medaillenränge knapp. Aber das Juryurteil wirft Fragen auf. (Foto: AP)

Erneuter Wirbel bei den Eistänzern: Nach dem Ärger um die Wertung für die Olympiasieger Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron ist nun der britische Verband empört. Seinem Duo wurden Punkte abgezogen - zu Unrecht, wie der Verband findet.

Im Eiskunstlauf ist es auf großer Bühne erneut zu einer umstrittenen Wertung gekommen. Rund sechs Wochen nach dem Jury-Ärger bei den Olympischen Winterspielen in Italien geht der britische Eislaufverband gegen die Eistanz-Entscheidung bei der Weltmeisterschaft in Prag vor. Nach einem Punktabzug und dem daraus resultierenden vierten Platz für Lilah Fear und Lewis Gibson forderte der Verband "eine umfassende und unabhängige Überprüfung des Schiedsrichterverfahrens, um Verantwortlichkeit und Fairness für alle Athleten zu gewährleisten".

Dem britischen Eistanzpaar wurden beim Wettbewerb am Samstagabend zwei Punkte für ein vermeintlich illegales Element abgezogen. Ohne die Strafe hätten Fear/Gibson das Podest erreicht. Am Sieg der französischen Olympiasieger Laurence Fournier Beaudry/Guillaume Cizeron änderte die Entscheidung nichts. 

"Wir sind der Ansicht, dass dieser Punktabzug fehlerhaft war und die erbrachte Leistung auf dem Eis nicht korrekt widerspiegelt wird", schrieb der Verband in einer Stellungnahme und hofft damit offenbar auch in der Zukunft auf mehr Klarheit. "Wir haben vollstes Vertrauen, dass die ISU diesen Fall umfassend untersuchen wird und dass alle Ergebnisse zu sinnvollen Maßnahmen führen werden, um sicherzustellen, dass kein Athlet – unabhängig von seiner Nation oder seinem Status - jemals wieder auf diese Weise im Stich gelassen wird", zitiert der Verband Präsidentin Pam Aguss.

Schon bei Olympia war es zu einer umstrittenen Eistanz-Entscheidung gekommen. Das französische Duo Fournier Beaudry und Cizeron siegte knapp vor dem US-Duo Madison Chock/Evan Bates - trotz eines Patzers. Ausgerechnet bei der französischen Preisrichterin Jézabel Dabouis gab es damals deutliche Abweichungen vom Jury-Durchschnitt. Die ISU verteidigte die Punktevergabe. Chock/Bates verzichteten nun auf eine WM-Teilnahme.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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