Sport

Comeback nach üblem Crash Woods schafft es auf seinen "Mount Everest"

281874805.jpg

Tiger Woods ist zurück auf der ganz großen Bühne.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Tiger Woods muss nach einem schweren Autounfall sogar um sein mehrfach gebrochenes Bein fürchten, nun ist der Golf-Superstar zurück auf der ganz großen Bühne: Beim Masters in Augusta wird Woods schon vor dem ersten Abschlag gefeiert.

Golf-Superstar Tiger Woods ist 14 Monate nach seinem schweren Autounfall bei seinem Comeback beim Masters in Augusta von hunderten Fans gefeiert worden. Unter tosendem Jubel kam der 46 Jahre alte Kalifornier um 17.04 Uhr (MESZ) in einem pinken Shirt und schwarzer Hose zum ersten Abschlag des Augusta National Golf Clubs. Der erste Schlag des 15-maligen Major-Siegers landete auf der rechten Seite des Fairways der ersten Spielbahn.

Die Comeback-Ankündigung von Woods, der nach dem Unfall im Februar 2021 südlich von Los Angeles den Verlust seines mehrfach gebrochenen Beines befürchten musste, hatte die Golf-Welt in Ekstase versetzt und alles andere rund um das 86. Masters in den Schatten gestellt. Auch wenn Woods auf die Frage, ob er sich den Masters-Sieg erneut zutraue, mit einem klaren "Ja, tue ich" antwortete, zählt der Superstar nach der langen Pause nicht zu den Favoriten.

"Dankbar, dass er noch am Leben ist"

Ende 2021 hatte Woods erklärt, er denke "etwas, das realistisch ist, ist eines Tages wieder auf der Tour zu spielen - niemals wieder Vollzeit - aber auszuwählen" im Interview mit "Golf Digest". Er werde ein paar Turniere auswählen und sich darauf vorbereiten. "Ich denke, so werde ich von nun an spielen müssen. Das ist eine unglückliche Wirklichkeit, aber es ist meine Wirklichkeit. Das verstehe ich, und das akzeptiere ich."

Kollege Rory McIlroy fand in den Tagen nach dem Unfall bedrückende Worte: "Ich glaube, zum jetzigen Zeitpunkt sollte jeder einfach nur dankbar sein, dass er da ist, dass er am Leben ist und dass seine Kinder ihren Vater nicht verloren haben", sagte der Weltklasse-Profi aus Nordirland nach Angaben der BBC. Dies sei das Allerwichtigste, betonte der 31-Jährige, derzeit die Nummer acht der Weltrangliste. Golf stehe derzeit überhaupt nicht zur Debatte.

Mehr zum Thema

Nach seiner vorletzten Operation am Rücken habe er "noch ein weiteres Mal den Mount Everest besteigen müssen. Ich musste und ich habe es getan", sagte er mit Blick auf den Sieg beim Masters 2019. "Dieses Mal habe ich nicht mehr den Körper, um den Mount Everest zu besteigen und das ist okay", sagte Woods Ende 2021.

Vor 25 Jahren schrieb Woods beim Masters mit seinem ersten Major-Sieg Golf-Geschichte. 1997 gewann er mit dem Rekordvorsprung von zwölf Schlägen seinen ersten von fünf Masters-Titeln. Auch 2001, 2002 und 2005 durfte der US-Star das grüne Sieger-Jackett überstreifen. 2019 folgte dann Titel Nummer fünf. Es war nach langer Leidenszeit mit persönlichen Tiefpunkten, Verletzungen und zahlreichen Operationen eines der größten und emotionalsten Comebacks der Sport-Geschichte. Sein letztes offizielles PGA-Turnier war das Masters im November 2020, das wegen der Corona-Pandemie in dem Jahr nicht zum üblichen Termin im Frühjahr ausgetragen worden war.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen