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Spektakel beim Golf-Masters Wundertüte Langer verzückt, Woods lauert

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Bernhard Langer zeigte bei seiner 36. Masters-Teilnahme eine starke Leistung und schaffte locker den Cut.

(Foto: REUTERS)

Auch mit 61 Jahren begeistert Routinier Bernhard Langer noch immer die Golffans und Mitspieler. Beim Masters liegt er nach zwei Runden in Schlagdistanz zur Jahrzehnte jüngeren Spitze. Dort mischt auch Superstar Tiger Woods mit - und euphorisiert die Zuschauer.

Bernhard Langer trotzte einmal mehr dem Alter. Auch mit seinen 61 Jahren schaffte Deutschlands Golf-Idol geradezu mühelos den Cut beim traditionsreichen Masters und qualifizierte sich für die beiden entscheidenden Runden beim Golf-Majorturnier - zum 24. Mal bei seinen bisher 36 Auftritten im Augusta National Golf Club. Nach zwei Tagen liegt der Altmeister aus Anhausen mit insgesamt 143 Schlägen auf dem geteilten 29. Rang - nur sechs Schläge hinter der um Jahrzehnte jüngeren Konkurrenz an der Spitze.

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Langer liegt nach zwei Runden nur sechs schläger hinter der Masters-Spitze.

(Foto: REUTERS)

Jahr für Jahr überrascht Langer die Fans und Mitspieler mit seinen starken Leistungen, und auch sich selbst versetzt der Masters-Champion von 1985 und 1993 immer wieder in Erstaunen. "Als ich vor 43 Jahren angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich diese Karriere haben würde", gestand der älteste Teilnehmer des Turniers nach seiner 72er-Runde am Freitag. Der konkreten Antwort auf die Frage, wie viele Masters-Turniere er noch spielen möchte, wich Langer geschickt aus.

"Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe", sagte der Routinier, der durch seine Masters-Siege ein lebenslanges Startrecht bei den Turnieren im Augusta National Golf Club genießt. Er verliere derzeit mit seinen Abschlägen 40 Meter an Länge auf die Konkurrenz. "Wenn es mehr wird, macht das keinen Spaß und keinen Sinn mehr. Ich möchte nicht 80 oder 82 Schläge machen, nur um zu sagen, dass ich hier gespielt habe."

Neben Golf-Oldie Langer überstand auch Martin Kaymer den Cut beim ersten Major-Turnier des Jahres. Der 34-Jährige liegt zur Halbzeit mit 147 Schlägen auf dem geteilten 57. Platz. "Ich habe viel kämpfen müssen. Es war eine harte Runde, die viel Kraft gekostet hat", sagte der zweimalige Major-Sieger nach seiner 74er-Runde. Insgesamt schafften 65 Spieler den Cut - mehr als jemals zuvor seit dessen Einführung beim Masters im Jahr 1957.

Woods lauert im Verfolgerfeld

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An der Spitze des Masters-Feldes hat sich zur Halbzeit ein Großteil der Welt-Elite versammelt. Die mehrfachen Major-Sieger Francesco Molinari (Italien), Brooks Koepka (USA), Louis Oosthuizen (Südafrika) sowie Jason Day und Adam Scott (beide Australien) führen das mit elf Millionen Dollar dotierte Turnier im US-Bundesstaat Georgia mit jeweils 137 Schlägen gemeinsam an.

US-Superstar und Publikumsliebling Tiger Woods (138) hat als Sechster nur einen Schlag Rückstand auf das Quintett. "Ich war heute sehr geduldig und fühlte mich sehr gut", sagte der 43 Jahre alte Kalifornier nach seiner starken 68er-Runde, die die Fans an der Magnolia Lane wieder in Verzückung versetzte. Dabei wäre Woods auf der 14. Spielbahn beinahe von einen Wachmann zu Fall gebracht worden, als dieser auf dem nassen Gras ausrutschte und mit Woods zusammenstieß. "Ich bin okay", sagte Woods. "Unfälle passieren halt mal."

Sollte der 14-malige Major-Champion tatsächlich am Sonntag zum fünften Mal das grüne Sieger-Jackett überreicht bekommen, wird im Augusta National Golf Club Ausnahmezustand herrschen.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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