Sport

Fünf Sätze für Runde zwei Zverev ringt Otte mühevoll nieder

bd16796f1e21f5543444f4919db3c53d.jpg

Zverev musst gegen Otte den langen Weg in Runde zwei nehmen.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Auf dem Papier ist die Sache klar - doch auf dem Tennisplatz ist lange kein Unterschied zu erkennen. Für den Einzug in die nächste Runde muss Zverev bei den French Open hart arbeiten.

Alexander Zverev kämpfte wie wild gegen den aufgedrehten Oscar Otte - und wendete die drohende Blamage gegen den Kölner Underdog doch noch dank seiner starken Physis ab. Nur mit allergrößter Mühe schlug der klare Favorit den 27 Jahre alten Nobody auf der Grand-Slam-Bühne mit 3:6, 3:6, 6:2, 6:2, 6:0 und zog in die zweite Runde der French Open ein. Der größte Hoffnungsträger bei den deutschen Männern kann weiter von seinem ersten Majorsieg träumen.

Zverev hatte von Beginn an größte Probleme mit dem cleveren und intelligent agierenden Otte. Von einer Überlegenheit des klaren Favoriten war in den ersten beiden Sätzen überhaupt nichts zu spüren. "Als Nummer sechs der Welt muss ich der dominierende Spieler sein", sagte Boris Becker bei Eurosport: "Heute merkt man den Unterschied in der Weltrangliste nicht." Entsprechend lang musste Zverev schuften, gewann aber schließlich auch sein siebtes Match über die volle Distanz in Paris.

f076abc92faef8c022fdae107c0530c5.jpg

Kurz gestrauchelt, aber nicht gefallen, ist Zverev zum Auftakt der French Open.

(Foto: AP)

Beim Titelgewinn in Madrid Anfang des Monats hatte der gebürtige Hamburger noch nacheinander Rafael Nadal, Dominic Thiem und Matteo Berrettini geschlagen. Doch gegen Otte fand Zverev erst nicht seinen Rhythmus. Der Weltranglisten-Sechste bewegte sich nicht so gut und stand wie so oft in der Vergangenheit zu weit hinter der Grundlinie. Otte, der sich mit drei Siegen in der Qualifikation für das Hauptfeld qualifiziert hatte, spielte dagegen unbekümmert auf und düpierte den großen Favoriten immer wieder mit gut gespielten Stopps.

Mehr zum Thema

Zu Beginn des dritten Satzes ging Zverev bei einem Sturz kurz zu Boden. Doch zu einem Symbolbild wurde diese Szene nicht. Stattdessen wurde Zverev nun von Minute zu Minute besser, während Otte sein hohes Niveau nicht mehr halten konnte. Zverev holte sich den dritten Satz und spätestens nach seinem Break zum 3:2 im vierten Durchgang hatte er die Wende endgültig geschafft. Nach 2:49 Stunden nutzte Zverev seinen ersten Matchball. Da in seiner Turnierhälfte der Österreicher Dominic Thiem in fünf Sätzen gegen den Spanier Pablo Andujar verlor, war es insgesamt doch noch ein sehr guter Tag für den gebürtigen Hamburger.

Weiter auf den Sprung in die zweite Runde hoffen noch die deutsche Nummer zwei Jan-Lennard Struff, Dominik Koepfer, Routinier Philipp Kohlschreiber und Maximilian Marterer. Bei den Damen sind noch Laura Siegemund und Andrea Petkovic im Rennen. Angelique Kerber kann derweil schon wieder die Heimreise antreten.

Quelle: ntv.de, jwu/sid/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.