Luis Suarez nach Ausraster schon wieder gesperrt
Luis Suarez hat seinem Ruf als Fußball-Rüpel wieder einmal alle Ehre gemacht. Der Stürmer von Inter Miami wurde von der Disziplinarkommission der Major League Soccer (MLS) für ein Spiel gesperrt, nachdem er zuletzt in der zweiten Partie der Achtelfinal-Playoffs seinen Gegenspieler Andy Najar (Nashville SC) getreten hatte. Zudem muss Suarez eine Geldstrafe in unbekannter Höhe zahlen.
Damit fehlt Suarez seinem Klub in der entscheidenden dritten Partie im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale am 8. November. Nach einem souveränen 3:1 im ersten Spiel, hatte Suarez mit seinem Kumpel Lionel Messi in der zweiten Partie ein 1:2 kassiert. Der Schiedsrichter hatte in dem Spiel den Tritt von Suarez, der in seiner Karriere immer wieder für Skandale sorgte, nicht gesehen.
Favoriten-Trio übersteht Achtelfinale im DHB-Pokal
Titelverteidiger THW Kiel, Champions-League-Sieger SC Magdeburg und Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt stehen im Viertelfinale des deutschen Handball-Pokals. Kiel gewann mit einigen Mühen 41:36 (21:17) beim HBW Balingen-Weilstetten. Magdeburg eliminierte beim 45:27 (23:11) über den TV Großwallstadt einen weiteren Vertreter aus der 2. Bundesliga. Flensburg entschied den Liga-Vergleich beim TVB Stuttgart mit 36:29 (17:12) für sich.
Große Probleme hatte die MT Melsungen, die erst nach Verlängerung mit 32:30 (25:25, 12:14) gegen den Zweitliga-Vertreter HC Elbflorenz Dresden gewann. Der TBV Lemgo Lippe setzte sich 30:27 (17:18) gegen den VfL Gummersbach durch. Überragend bei den Gastgebern war Torhüter Constantin Möstl. Der Österreicher wehrte unter anderem vier Siebenmeter der Gummersbacher ab.
Die TSV Hannover-Burgdorf schied dagegen beim Bergischen HC aus. Der gastgebende Erstliga-Aufsteiger setzte sich nach zwei Verlängerungen 40:38 (33:33, 28:28, 15:12) gegen die Niedersachsen durch.
Die Partien des Viertelfinales werden am Donnerstag nach dem Spiel des deutschen Meisters Füchse Berlin gegen den ThSV Eisenach ausgelost. Terminiert sind die Begegnungen in der Runde der besten acht Teams für den 17. und 18. Dezember. Die Endrunde findet am 18. und 19. April 2026 in Köln statt.
Management gibt Update zu lebensgefährlich verletztem Motorrad-Piloten
Rund anderthalb Wochen nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Malaysia kann Motorrad-Pilot Noah Dettwiler in seine Heimat zurückkehren. Wie das Management des Schweizers mitteilte, soll der 20-Jährige nach dem Okay der behandelnden Ärzte am morgigen Donnerstag mit einem medizinischen Rücktransport per Flug nach Zürich gebracht werden.
Nach der Ankunft in der Heimat werde Dettwiler dort ins Krankenhaus verlegt und sich der noch ausstehenden Bein-OP unterziehen. Danach soll die Reha-Phase beginnen. Dettwilers Zustand habe sich derart positiv entwickelt, dass dem Heimtransport nichts entgegenstehe.
Dettwiler hatte Ende Oktober lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. In der Aufwärmrunde vor dem Moto3-Rennen in Sepang war Jose Antonio Rueda, der neue Weltmeister aus Spanien, mit hoher Geschwindigkeit ins Heck von Dettwilers Maschine gefahren. Dieser war vor der Kollision langsam unterwegs und wurde von seiner Maschine geschleudert.
Messi führt Team des Jahres an - auch ein Deutscher dabei (nicht Thomas Müller)
Lionel Messi ist natürlich dabei, aber in Kai Wagner hat es auch ein Deutscher in der MLS in die Top-Elf der Saison geschafft. Die von Medienvertretern, Spielern und Trainern gewählte Auswahl gab die nordamerikanische Fußball-Profiliga bekannt. Neben dem argentinischen Weltmeister Messi (Inter Miami) und Linksverteidiger Wagner (Philadelphia Union) sind mit Sebastian Berhalter und Tristan Blackmon auch zwei Teamkollegen von Thomas Müller bei den Vancouver Whitecaps vertreten.
Messi ist nach 2024 zum zweiten Mal dabei, mit 29 Toren in 28 Hauptrunden-Spielen wurde der 38-Jährige unangefochten Torschützenkönig. Auch Wagner steht zum zweiten Mal nach 2022 im All-Star-Team. Mit Philadelphia sicherte sich der gebürtige Geislinger den Titel als bestes Team der Hauptrunde (Supporters Shield), hatte maßgeblichen Anteil an der besten Abwehr der Liga und steuerte zudem elf Vorlagen und zwei Tore bei.
Das ist das neue DFB-Trikot für die WM 2026
Adidas und der DFB präsentieren das neue Heimtrikot für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Das Design erinnert stark an die legendären WM-Trikots von 1990 und 1994 - mutmaßlich kein Zufall. Zum ersten Mal kommt das Dress am 14. November in Luxemburg zum Einsatz. Dort kann die DFB-Elf auch der Lösung des Problems näher kommen, das einen WM-Einsatz des Trikots verhindern könnte: ein Scheitern in der Qualifikation.
SC Freiburg hat Flugzeug-Probleme auf dem Weg nach Frankreich
Der Europa-League-Trip des SC Freiburg nach Nizza hat mit Komplikationen begonnen. Wegen technischer Probleme am Flugzeug konnte sich der badische Fußball-Bundesligist nicht wie geplant von Lahr aus auf den Weg nach Frankreich machen und musste Verspätungen in Kauf nehmen. Das teilte ein Sprecher des Klubs mit. Am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+ und im Liveticker bei ntv.de) tritt die Mannschaft von Trainer Julian Schuster bei OGC Nizza an. Das Abschlusstraining hatten die Breisgauer noch vor der Abreise in Freiburg angesetzt.
Topklubs kaufen legendäres Stadion, um es schnellstmöglich abzureißen
Die Mailänder Traditionsvereine AC und Inter sind ihrem Traum von einer neuen Fußballarena einen entscheidenden Schritt nähergekommen. Die beiden Schwergewichte der italienischen Serie A gaben den Kauf des legendären San-Siro-Stadions bekannt, das abgerissen und an selber Stelle durch einen Neubau ersetzt werden soll.
Ende September hatte der Mailänder Stadtrat dem Verkauf des Stadions an die Vereine zugestimmt. Vorausgegangen war eine elfstündige Debatte mit 239 Änderungsanträgen. AC und Inter zahlen für das insgesamt 28 Hektar große Areal, zu dem auch die angrenzenden Parkplätze gehören, 197 Millionen Euro.
Der Verkauf musste bis zum kommenden Montag abgeschlossen sein, da sonst eine öffentliche Denkmalschutzverordnung für die zweite Etage des San Siros in Kraft getreten wäre. Nun können die beiden Vereine ein Projekt im Wert von 1,2 Milliarden Euro vorantreiben. Die neue Arena, die sich beide Klubs erneut teilen wollen, soll 71.500 Fans Platz bieten und 2031 fertiggestellt werden.
Novak Djokovic bricht in Tränen aus
Mit emotionalen Worten und Tränen in den Augen hat Novak Djokovic nach seinem Achtelfinal-Sieg beim Turnier in Athen an den im September gestorbenen Tennistrainer Niki Pilic erinnert. "Pilic war mehr als ein Mentor und ein Trainer für mich. Er war Teil meiner Familie, für mich und meine Brüder. Er hat so viel geholfen", würdigte der weinende Grand-Slam-Rekordchampion den im Alter von 86 Jahren gestorbenen Pilic.
Wegen seiner Davis-Cup-Erfolge 1988, 1989 und 1993 mit dem deutschen Team wurde Pilic auch Mr. Davis Cup genannt. 2010 hatte er als Berater dann großen Anteil daran, dass sich Djokovic mit Serbien den Traum vom Davis-Cup-Titel erfüllen konnte. "Ohne ihn wäre ich definitiv nicht der, der ich heute bin", sagte der 38 Jahre alte Topstar über den aus Kroatien stammenden Pilic. Dieser sei eine Legende und verdiene es, dass man ihm Tribut zolle.
Als auf der Großleinwand ein Video zu Ehren von Pilic gezeigt wurde, versagte Djokovic die Stimme. Er führte das Mikro weg vom Mund und wischte sich mit der Hand Tränen aus den Augen. Zuvor hatte Djokovic den Chilenen Alejandro Tabilo 7:6 (7:3), 6:1 besiegt.
Nächster Kreuzbandriss schockt die Bundesliga
Schon wieder ein Kreuzbandriss in der Frauen-Bundesliga: Die Fußballerinnen von Union Berlin müssen lange ohne Korina Janez auskommen. Die slowenische Nationalspielerin verletzte sich am Samstag in der Bundesliga-Partie bei Werder Bremen ohne Fremdeinwirkung und wird zeitnah operiert, wie ihr Verein verkündete.
"Der Oktober war schon voller Kreuzbandverletzungen, und jetzt ist es auch mir passiert - ich habe mir das vordere Kreuzband gerissen", schrieb Janez auf ihrem Instagram-Account.
Prominentestes Beispiel in den vergangenen Wochen war Nationalspielerin Lena Oberdorf von Bayern München, die sich bereits den zweiten Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hat. Beinahe ein Dutzend Bundesliga-Spielerinnen hat es allein seit Anfang Juli erwischt.
Nach Stadionverbot-Ärger: Hoffenheim schmeißt zwei Geschäftsführer raus
Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat zwei seiner vier Geschäftsführungsmitglieder mit sofortiger Wirkung abberufen. Markus Schütz, Vorsitzender der Geschäftsführung, sowie Finanzchef Frank Briel sind nicht länger Teil der Spitze des Tabellensechsten, wie der Klub offiziell verkündete. Zuvor hatten schon mehrere Medien übereinstimmend berichtet, dass das Duo vor dem Aus steht.
Die amtierende Geschäftsführung, bestehend aus Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker und Marketingchef Tim Jost sei "vollumfänglich handlungsfähig", schrieb der Verein. Zu konkreten Gründen für die Veränderung machte die TSG keine Angaben.
GDie Trennung soll Berichten zufolge das Resultat interner Streitigkeiten sein. Dabei geht es um das erlassene Haus- und Stadionverbot gegen den einflussreichen und umstrittenen Spielerberater Roger Wittmann, einen engen Freund von Gesellschafter Dietmar Hopp. Schütz und Briel galten als Hauptinitiatoren zur Verhängung des Verbots für Wittmann, dem Beleidigungen und eine Drohung gegen die Geschäftsführung vorgeworfen wurde. Er hatte dem Verbot zuletzt per einstweilige Verfügung erfolgreich entgegengewirkt und sich anschließend gemeinsam mit Hopp im Hoffenheimer Stadion gezeigt.
Wundersamer Triumph über den FC Barcelona: Emerich Jenei ist tot
Rumäniens Trainer-Ikone Emerich Jenei ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Jenei war Trainer der legendären Mannschaft von Steaua Bukarest, die 1986 in Sevilla sensationell das Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den FC Barcelona gewann.
Jenei, der zur ungarischen Minderheit in Rumänien gehörte, bestritt zwölf Länderspiele für sein Heimatland und war zweimal rumänischer Nationaltrainer. Sein erstes Engagement endete nach vier Jahren mit der WM 1990, wo das Team um den noch jungen Topstar Gheorghe Hagi im Achtelfinale nach Elfmeterschießen an Irland scheiterte. 2000 übernahm er die "Tricolorii" ein zweites Mal, erreichte bei der EM ein 1:1 im Gruppenspiel gegen Deutschland, ehe das Aus in Hagis letztem Länderspiel im Viertelfinale gegen Italien kam.
Im denkwürdigen Europapokal-Finale 1986 hielt Steaua 120 Minuten lang ein 0:0 gegen den FC Barcelona um Bernd Schuster, um dann im Elfmeterschießen mit 2:0 (!) zu triumphieren. Zum Helden wurde damals Torwart Helmut Duckadam, der vier Elfmeter hielt. Duckadam, der zur deutschsprachigen Minderheit der Banater Schwaben in Rumänien gehörte, war im Dezember 2024 mit 65 Jahren gestorben.
Ter Stegen ist zurück - aber weiter meilenweit entfernt vom Barça-Tor
Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen ist mehr als drei Monate nach seiner Rückenoperation auf den Platz zurückgekehrt. Der Keeper des spanischen Meisters FC Barcelona teilte ein Video via Instagram, das ihn beim Passspiel auf dem Rasen zeigt. "Es fühlt sich gut an, wieder Trainingseinheiten auf dem Platz zu absolvieren", schrieb ter Stegen dazu. Schüsse parierte er auf dem Clip noch nicht.
Bis zur Rückkehr wird es allerdings noch dauern. Die spanische La Liga hatte ter Stegen im August als Langzeitverletzten eingestuft, was eine Ausfallzeit von mindestens vier Monaten bedeutete. Ter Stegen war am 24. Juli operiert worden.
Dass der eigentliche Barça-Kapitän ter Stegen aber im Tor der Katalanen stehen wird, sobald er wieder vollständig fit ist, scheint unwahrscheinlich. Vor der Saison war ihm der Status als Nummer eins aberkannt worden. Es entbrannte ein öffentlicher Streit, ter Stegen verlor zwischenzeitlich sogar die Kapitänsbinde, erhielt sie aber symbolisch vor dem Saisonbeginn zurück.
Stammkeeper Joan Garcia fällt aktuell wegen eines Innenmeniskusrisses im linken Knie aus. Ersatzmann Wojciech Szczesny genießt das Vertrauen von Trainer Hansi Flick. "'Tek' ist ein fantastischer Torwart. Wir haben drei Titel mit ihm gewonnen", hatte der ehemalige Bundestrainer nach Garcias Verletzung gesagt. Wie ter Stegens Zukunft angesichts der nötigen Spielpraxis vor der Weltmeisterschaft im Sommer 2026 aussieht, ist zurzeit unklar.
Geburtstag des "größten HSVer aller Zeiten": Klub gedenkt Uwe Seelers
Mehr als drei Jahre nach seinem Tod ist Fußball-Idol Uwe Seeler beim Hamburger SV unvergessen. Der Bundesligist gedachte auf seiner Webseite des Ehrenspielführers der Nationalmannschaft an dessen 89. Geburtstag. "Uwe Seeler, der größte HSVer aller Zeiten, ist am 21. Juli 2022 verstorben, in den Herzen aller Mitglieder der großen HSV-Familie leben er und die Werte, die er zeit seines Lebens verkörpert hat, jedoch weiter", hieß es auf der HSV-Homepage.
Uwe Seeler sei für die Menschen mehr als ein Fußballer, "er war und ist bis heute ein Vorbild, eine Legende und vor allem: ein Mensch". Seeler wurde 85 Jahre alt.
Früherer Bundesliga-Profi übernimmt Chinas Nationalteam
Der frühere Bundesliga-Profi Shao Jiayi ist neuer Trainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft. Der nationale Verband CFA berief den 45-Jährigen nach dem erneuten Scheitern in der WM-Qualifikation als neuen Coach. Die Entscheidung sei unter Berücksichtigung der "aktuellen Situation des chinesischen Männerfußballs und des langfristigen Aufbaus der Nationalmannschaft" gefallen, hieß es in einer Mitteilung.
Shao, der in seiner Karriere unter anderem für 1860 München, Energie Cottbus und den MSV Duisburg spielte, bestritt in Deutschland in neun Jahren mehr als 100 Partien in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Darüber hinaus kam der ehemalige Mittelfeldspieler für China 41 Mal zum Einsatz und erzielte acht Tore. Seine aktive Laufbahn beendete er 2015 bei Beijing Guoan. Seit dem Vorjahr trainierte Shao den Erstligisten Qingdao West Coast. Zuvor arbeitete er bereits als Coach der chinesischen U19- und U20-Nationalteams sowie als Assistent der A-Auswahl. Vorgänger Branko Ivankovic war im Juni nach der missglückten WM-Qualifikation entlassen worden.
Trainingsabbruch und Eisbeutel: Sorge um Bundesliga-Shootingstar
Sorge um Said El Mala: Der Shootingstar des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln musste nur wenige Tage vor dem Derby bei Borussia Mönchengladbach das Training angeschlagen abbrechen. Wie mehrere Medien berichteten, wurde der 19-Jährige bei einem Zweikampf am linken Knöchel getroffen. Bilder zeigen, wie El Mala zunächst noch auf dem Platz behandelt wird und dann mit einem dicken Eisbeutel um den Knöchel auf einem Medizinkoffer sitzt. Wie schlimm die Verletzung ist und ob El Mala am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) beim Topspiel in Gladbach mitwirken kann, ist noch offen.
In dieser Saison gelang dem Jungstar der Durchbruch: In der Liga erzielte er für den Aufsteiger in bislang neun Spielen vier Tore, zudem bereitete er zwei Treffer vor. Mit seinen Leistungen soll El Mala längst das Interesse von zahlreichen europäischen Spitzenklubs geweckt haben. Zudem wird spekuliert, dass er im DFB-Kader für die abschließenden Begegnungen in der WM-Qualifikation in Luxemburg (14. November) und gegen die Slowakei (17. November) stehen wird. Bundestrainer Julian Nagelsmann gibt am Donnerstag sein Aufgebot bekannt.
Rotsünder Díaz schickt weinendem Opfer Hakimi Genesungswünsche
Rotsünder Luis Díaz von Bayern München hat seinem "Opfer" Achraf Hakimi beste Genesungsgrüße gesandt. "Ich wünsche Hakimi eine schnelle Rückkehr auf den Platz", schrieb der Kolumbianer bei Instagram.
Doppel-Torschütze Díaz hatte den Marokkaner im Champions-League-Spiel des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain (2:1) gestern Abend grob gefoult und war dafür vom Platz geflogen (45.+7). Hakimi war nach dem harten Einsteigen des Kolumbianers unter Tränen vom Platz gegangen. Eine Diagnose über eine mögliche Verletzung steht noch aus.
"Es war ein Abend voller Emotionen", schrieb Díaz: "Der Fußball erinnert uns immer wieder daran, dass in 90 Minuten alles passieren kann - im Guten wie im Schlechten. Ich war traurig, dass ich das Spiel nicht mit meinen Teamkollegen zuende bringen konnte, aber stolz auf ihren unglaublichen Einsatz."
In der zweiten Halbzeit verteidigten die Bayern ihre 2:0-Pausenführung in Unterzahl mit allem, was sie hatten. Mehr als den Anschlusstreffer von João Neves ließen Kapitän Manuel Neuer und Co. nicht mehr zu.
"Werde weinen": Cristiano Ronaldo kündigt baldiges Karriereende an
Die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer wird wohl die letzte für Portugals Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo. Der 40 Jahre alte Offensivspieler kündigte in einem Interview sein baldiges Karriereende an, ohne allerdings ein genaues Datum zu nennen. "Ich werde vorbereitet sein. Es wird natürlich hart und schwierig werden. Wahrscheinlich werde ich weinen", sagte Ronaldo als Gast des Formats "Piers Morgan Uncensored".
Er habe sich aber seit seinem 25. oder 26. Lebensjahr "auf meine Zukunft vorbereitet", ergänzte der bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag stehende Ronaldo. "Nichts ist vergleichbar mit dem Adrenalinkick, den wir haben, wenn wir ein Tor schießen. Aber alles hat einen Anfang und ein Ende, also werde ich vorbereitet sein", sagte Ronaldo, dem in über 1000 Spielen schon mehr als 950 Tore gelangen. Zur Debatte, wer denn nun der bessere Fußballer sei - er oder Lionel Messi -, sagte Ronaldo: "Ist Messi besser als ich? Da bin ich anderer Meinung."
US-Investor steigt bei deutschem Prestige-Projekt ein
Die Fußballerinnen vom Zweitligisten Viktoria Berlin haben einen neuen Investor gewonnen. Wie der Verein mitteilte, wird die US-amerikanische Investitionsplattform Monarch Collective ab sofort als strategischer Wachstumspartner am Klub beteiligt sein. Monarch Collective hält in den USA bereits Anteile am Angel City FC, dem San Diego Wave FC und dem Boston Legacy FC.
"Der Einstieg von Monarch Collective ist ein historischer Moment - nicht nur für unser Frauenteam beim FC Viktoria Berlin, sondern für den gesamten deutschen Frauenfußball. Er beweist, dass sich Investitionen und Integrität nicht ausschließen, sondern gemeinsam die Basis für eine neue Ära des Frauensports bilden können", sagte Viktoria-Präsident Ulrich Brüggemann. Monarch Collective soll laut Vereinsangaben "sukzessive bis zu 38 Prozent" des Frauenteams übernehmen. Die frauengeführte Plattform, die über ein Volumen von 250 Millionen verfügt, soll Viktoria "Zugang zu weiteren internationalen Partnerschaften, wertvollem Know-how und einem starken internationalen Netzwerk" öffnen.
Herzstillstand auf der Strecke: Crash noch schlimmer als gedacht
Beim folgenschweren Motorrad-Crash in Malaysia hat es neben Noah Dettwiler auch José Antonio Rueda schlimmer erwischt als zunächst bekannt. Der neue Moto3-Weltmeister musste auf der Strecke wegen eines Herzstillstandes notfallmedizinisch versorgt werden, das teilte das Red-Bull-KTM-Ajo-Team im Rahmen eines Updates mit. Zunächst war lediglich von einer Fraktur der Hand und mehreren Prellungen die Rede gewesen.
Ende Oktober war Rueda in der Aufwärmrunde vor dem Sepang-Grand-Prix mit hoher Geschwindigkeit ins Heck von Dettwilers Maschine geprallt. Der Schweizer hatte in unmittelbarer Folge des Unfalls mehrere Herzstillstände und erlitt lebensgefährliche Verletzungen, inzwischen ist Dettwiler nach mehreren Operationen über den Berg. Am Freitag hatte der 20-Jährige vom Team CIP Green Power das Bewusstsein wiedererlangt und später auch die Intensivstation verlassen können. Rueda unterzog sich in dieser Woche in Barcelona einer Operation an seiner rechten Hand. Dabei wurden Platten im Daumen, in zwei Mittelhandknochen sowie der Speichenbasis eingesetzt.
Liefert die Bundesliga bereits den Pass des Jahres?
Im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer 04 Leverkusen gelingt Bayern-Profi Tom Bischof ein echter Traumpass. Mit Präzision und Timing spielt er den Ball punktgenau in den Lauf seines Mitspielers Serge Gnabry - und bereitet damit das Führungstor der Münchner in der 25. Minute vor. Fans und Experten feiern die Vorlage.
Magischer Moment für "van de Messi"
Micky van de Ven dribbelte los und war nicht mehr aufzuhalten. Einen Gegenspieler nach dem anderen schüttelte der Innenverteidiger von Tottenham Hotspur scheinbar mühelos ab, zur Krönung seines Solos vom eigenen Sechzehner zog er kurz hinter der Strafraumgrenze ab - der Rest war Jubel. Und die BBC feierte den früheren Wolfsburger für seinen magischen Moment als "Micky van de Messi". Denn es scheine, "als hätte sich Lionel Messi in Micky van de Ven verwandelt, wie er vom eigenen Tor ans andere Ende sprintet und trifft", schwärmte Tottenhams Teammanager Thomas Frank vom Geniestreich des Niederländers (64.) beim 4:0 (1:0) gegen den FC Kopenhagen.
Der 24-Jährige selbst, mit wettbewerbsübergreifend sechs Treffern tatsächlich Topscorer der Londoner, gab sich relativ cool. "Ich fing an zu dribbeln und wollte sehen, ob sie mich einholen würden", erklärte van de Ven bei TNT Sports, "aber das taten sie nicht. Ich habe mich gut gefühlt und war beim Sprint so in Topform, als hätte ich auch noch weiter rennen können."
"Bayern spielen in ominöser Superleague"
Der FC Bayern München ist in der Champions League nicht zu stoppen - und erst recht nicht in der Fußball-Bundesliga: Ob gegen Leverkusen, Dortmund oder Leipzig - die Münchner gewinnen alle ihre Saisonspiele und beweisen Dominanz. Das Team von Kompany ist "nicht mehr in der Range drin, wo die anderen Vereine spielerisch unterwegs sind", sagt Experte Julius Fellermann.
Spielerberater bedroht Fußballprofi mit Waffe
Fußballprofi Destiny Udogie von den Tottenham Hotspur ist von einem Spielerberater mit einer Waffe bedroht worden. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Klub aus London in einer Stellungnahme, aus der unter anderem die BBC zitierte. "Wir haben Destiny und seine Familie seit dem Vorfall unterstützt und werden das weiter tun. Da es sich um eine juristische Angelegenheit handelt, können wir nicht weiter kommentieren", hieß es.
Anfang der Woche hatten britische Medien davon berichtet, dass ein Fußballprofi bedroht wurde. Der Vorfall soll sich den Berichten zufolge Anfang September zugetragen haben. Die Polizei hatte mitgeteilt, am 8. September sei ein 31 Jahre alter Mann festgenommen worden und in der Zwischenzeit auf Kaution auf freiem Fuß. Dem Mann wird auch Erpressung einer weiteren Person vorgeworfen. Der 22 Jahre alte Udogie steht seit 2022 bei Tottenham unter Vertrag. Nach einer Leihe zurück zu Udinese Calcio ist er seit der Saison 2023/2024 fester Bestandteil des Kaders und kommt auf 76 Einsätze. Auch beim 4:0 in der Champions League gegen den FC Kopenhagen stand der Italiener auf dem Platz.
Kompany: "Diese Momente sind einfach nicht schön"
Der FC Bayern setzt seinen Lauf fort und fährt auch gegen den Titelverteidiger in der Champions League, Paris Saint-Germain, einen Sieg ein. Trotz einer sehr dominanten ersten Halbzeit läuft bei den Münchenern dabei aber nicht alles nach Plan. "Aber das gehört zum Fußball", wie Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel erklärt.
Kimmich außer Puste: "Dachte, ich kippe gleich um"
Nach dem umkämpften 2:1-Sieg seines FC Bayern fand Joshua Kimmich wieder genug Luft, um zu sprechen. Zwischenzeitig sah es bei dem Vize-Kapitän ganz anders aus, wie er bei Prime Video bekannte: "Nach 25 Minuten habe ich mal nach oben geguckt und gedacht, ich kippe gleich um." Die Intensität des Spiels in der Champions League bei Paris Saint-Germain war immens hoch, der FC Bayern dominierte von Beginn an - und belohnte sich mit dem 2:0 zur Halbzeit-Pause.
Kimmich zufolge war die erste Hälfte "eine der intensivsten Halbzeiten meiner Karriere. Speziell diese Halbzeit war herausragend gut von uns". Weil Doppeltorschütze Luis Díaz nach dem harten Einsteigen gegen Achraf Hakimi noch vor der Pause mit Rot vom Platz gestellt wurde, mussten die Münchner lange zu Zehnt gegenhalten. "Am Ende war es wenig nach vorne, wir haben es dann trotzdem ganz gut verteidigt. Es war jetzt nie so das Gefühl, dass wir fünf Minuten geschwommen sind", so Kimmichs Urteil.
Topform von deutschem Europameister wird nicht belohnt
Die Orlando Magic um die Basketball-Europameister Franz Wagner und Tristan da Silva haben in der NBA nach zuletzt zwei Siegen gegen die Atlanta Hawks verloren. Beim 112:127 fanden die Gäste keine Handhabe gegen Atlanta und lagen nach einer 8:6-Führung im ersten Viertel durchgehend hinten. Im Schlussabschnitt bauten die Hawks ihren Vorsprung sogar auf zwischenzeitlich 25 Punkte aus und verdienten sich ihren vierten Sieg im achten Spiel. Orlando steht nach acht Partien nun bei drei Siegen und fünf Niederlagen.
Nach Paolo Banchero (22 Zähler) bester Werfer für Orlando war da Silva mit seinem ersten 20-Punkte-Spiel der Saison. Als Einwechselspieler kam er zudem auf vier Rebounds und zwei Vorlagen. Wagner verbuchte 18 Punkte, 6 Rebounds und 2 Vorlagen.
"Sinnlos": Manuel Neuer wundert sich über Schiedsrichter
Manuel Neuer musste sich auf den langen Weg von seinem Tor zu Schiedsrichter Maurizio Mariani machen. Bis auf Höhe der Mittellinie am Spielfeldrand. Und das alles, damit der Unparteiische dem Kapitän des FC Bayern eine kurze Erklärung gab. Worüber? Neuer wurde als Erstes darüber informiert, dass Luis Díaz vom Platz fliegen wird. Das Foul des Kolumbianers an PSG-Star Achraf Hakimi hatte Mariani nach VAR-Eingriff gecheckt und sich von Gelb auf Rot umentschieden.
FC Bayern geht "durch die Hölle" für diese MeisterleistungDoch nachdem sich Mariani die Szene am Bildschirm angeschaut hatte, zeigte er nicht einfach Díaz die veränderte Karte, sondern beorderte erst Neuer ins Zentrum des Geschehens. "Das war meiner Meinung nach ein bisschen sinnlos, weil er mir einfach nur die Entscheidung mitgeteilt hat. Dann soll er ihn vom Platz stellen, aber er braucht mich nicht aus dem Tor holen", sagte Neuer nach der Partie bei Prime Video. Zumal mit Joshua Kimmich der stellvertretende Kapitän, der für die Kommunikation mit dem Schiedsrichter zuständig ist, in der Nähe von Mariani stand. "Dafür haben wir ja den Kapitän, der auf dem Pitch ist. Mit dem kann man das kommunizieren", so Neuers Urteil.
Trotz Draisaitls Treffer: Edmonton verliert im Penalty-Schießen
Trotz eines Treffers von Eishockey-Star Leon Draisaitl haben die Edmonton Oilers in der NHL die zweite Niederlage in Folge kassiert. Bei den Dallas Stars unterlagen die Kanadier mit 3:4 im Penalty-Schießen. Draisaitl erzielte in der regulären Spielzeit seinen zehnten Saisontreffer und behielt auch im Shootout die Nerven - und doch reichte es nicht. Die Oilers waren im ersten Drittel durch Tore von Wassili Podkolzin (4.) und Draisaitl (8.) in Führung gegangen, gaben den Vorsprung jedoch im Schlussdrittel noch her. Im Penalty-Schießen scheiterten Connor McDavid und Ryan Nugent-Hopkins für Edmonton, Wyatt Johnston erzielte den Siegtreffer für die Gastgeber.
John-Jason Peterka gewann derweil mit Utah Mammoth bei seinem Ex-Klub Buffalo Sabres mit 2:1 nach Verlängerung, der Stürmer blieb ohne Torerfolg. Auch Ex-Bundestrainer Marco Sturm fuhr mit den Boston Bruins bei den New York Islanders einen 4:3-Sieg im Penalty-Schießen ein. Für den deutschen Coach war es der vierte Erfolg in Serie. Moritz Seider und die Detroit Red Wings verloren bei den Las Vegas Golden Knights mit 0:1.
Krücken nach Rot-Foul: Hakimi weckt Erinnerungen an Musiala
Diesmal erwischte es Paris Saint-Germain ganz schlimm beim Wiedersehen mit dem FC Bayern München. Achraf Hakimi humpelte nach dem 1:2 des Titelverteidigers in der Champions League gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister an Krücken und mit einem Spezialschuh am linken Fuß aus dem Prinzenpark-Stadion - und das auch noch an seinem 27. Geburtstag.
"Das Wichtigste ist, dass wir sehr hoffen, dass es Hakimi schnell wieder besser geht", sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel. Dieser Wunsch wird sich wohl nicht erfüllen. Nach den ersten Einschätzungen wird der Ex-Dortmunder Hakimi lange ausfallen. "Fußball ist ein Kontaktsport. Es ist schade für Hakimi", sagte PSG-Trainer Luis Enrique. Er erinnerte ebenso wie Kompany nach dem Spiel an das umgekehrte Erlebnis der Bayern mit Jamal Musiala. Der Münchner Nationalspieler hatte sich vor vier Monaten in Atlanta bei der Klub-WM im verlorenen Viertelfinale gegen PSG schwer am linken Bein verletzt. Der damalige PSG-Torwart Gianluigi Donnarumma war bei einem intensiven Zusammenprall voll auf Musialas Bein gefallen. Der 22-Jährige kann immer noch nicht wieder spielen.
Auf den Hund gekommen: Legende überrascht mit tierischer Kuriosität
Kuriose Behauptung von NFL-Legende Tom Brady: Der siebenmalige Super-Bowl-Sieger erklärte am Dienstag, sein Hund sei ein Klon. Um präzise zu sein: Sein aktueller Hund Junie sei ein Klon seiner verstorbenen Hündin Lua. Brady, der nach seinem Karriereende unter anderem als hochbezahlter TV-Experte und Mitbesitzer der Las Vegas Raiders dem American Football verbunden geblieben ist, tat dies in einer Erklärung eines Biotech-Start-up-Unternehmens, das er just an diesem Tag übernommen hatte.
Der frühere Star-Quarterback Brady gab an, mit Colossal zusammengearbeitet zu haben, um den 2023 verstorbenen Familienhund zu klonen. "Ich liebe meine Tiere", so Brady in der vom Unternehmen veröffentlichten Erklärung: "Sie bedeuten mir und meiner Familie alles. Vor einigen Jahren arbeitete ich mit Colossal zusammen und nutzte deren nicht-invasive Klontechnologie. Dazu wurde unserem alten Familienhund kurz vor ihrem Tod einfach Blut abgenommen." Der Hund war ein Pitbull-Mischling. Lua wurde von Brady und seiner Ex-Frau Gisele Bündchen adoptiert. Das Paar ließ sich 2022 scheiden, Lua starb im Dezember 2023.