Dienstag, 06. August 2019Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau, Till Erdenberger & Torben Siemer
22:35 Uhr

Forderung: Berufsverbot für Ärzte, die beim Doping helfen

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Dagmar Freitag ist Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag.

(Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Im Zuge der Ermittlungen gegen den deutschen Arzt Ulrich Haegele im Rahmen der Operation Aderlass fordert SPD-Politikerin Dagmar Freitag harte Strafen gegen Ärzte, die sich an Dopingpraktiken beteiligen. Beihilfe zum Doping sei eine Straftat nach dem deutschen Gesetz und es sei für sie zwangsläufig, dass so jemand nie wieder den ärztlichen Beruf ausüben dürfe, sagte die Sportausschuss-Vorsitzende des Deutschen Bundestags der ARD-Dopingredaktion. Aus ihrer Sicht könne das nur zum Entzug der Approbation führen.

22:06 Uhr

Schalker Fan-Initiative kündigt Proteste an, wenn Tönnies bleibt

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Schon vor der möglichen Entscheidung über die Zukunft von Clemens Tönnies hat die Schalker Fan-Initiative Widerstand angekündigt. "Es wird auf jeden Fall Proteste geben, sollte alles beim Alten bleiben", sagte Susanne Franke von der Schalker Fan-Initiative am Dienstag bei "Sky".

Wie lange die Anhörung des Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies vor dem Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 am heutigen Dienstagabend andauern würde, war nicht abzusehen. Bislang gibt es noch keine Infos dazu, ob und wann eine Entscheidung fallen könnte.

21:34 Uhr

Eintracht Frankfurt holt Kevin Trapp zurück

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In der Saisonvorbereitung lief Trapp für Paris St. Germain auf.

(Foto: imago images / VCG)

Die Rückkehr von Nationaltorwart Kevin Trapp zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist offenbar perfekt. Laut dem Fernsehsender "Sky" hat sich die Eintracht mit dem französischen Meister Paris St. Germain auf einen Transfer geeinigt. Der Deal soll die Hessen dem Bericht zufolge rund sieben Millionen Euro kosten.

Weiter heißt es, dass der 29-Jährige bereits am Mittwoch den Medizincheck in Frankfurt absolvieren und anschließend einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen soll.

Trapp hatte in der Vorsaison auf Leihbasis am Main gespielt und zu den Leistungsträgern gehört. Für die Saisonvorbereitung war der dreimalige Nationalspieler zunächst nach Paris zurückgekehrt.

20:22 Uhr

"Null Interesse, dass prominente Sportler auffliegen"

Der Mainzer Sportmediziner Perikles Simon hat die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (Nada) scharf kritisiert. "Dieser Institution würde ich das Geld komplett entziehen. Es gibt null Interesse, dass prominente Sportler auffliegen", sagte der 46-Jährige im Interview mit "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten".

Vor allem die geringe Zahl an positiven Fällen lässt Simon am Anti-Doping-System zweifeln. "Die Nada will uns erzählen, sie sei mit der angeblich weltbesten Analytik nicht in der Lage, irgendetwas Sinnvolles zu detektieren", sagte er und fügte an: "Sagt uns, warum wir diese Muppet Show überhaupt noch machen sollten. Diese Frage muss einfach mal gestellt werden - und zwar von denen, die das Geld in das Testsystem pumpen."

Auch das Argument der abschreckenden Wirkung von Dopingtests wollte Simon nicht gelten lassen: "Wie viel Abschreckung gibt es denn überhaupt? Wenn die Abschreckung gerade mal darin besteht, dass die Athleten noch kriminellere und invasivere Verfahren wählen, müsste die Konsequenz lauten: Dann schafft die Tests doch ab!", sagte er.

19:48 Uhr

Englischer Verband stärkt den Frauenfußball

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der englische Verband FA setzt im europäischen Frauenfußball neue Maßstäbe für die Sichtbarkeit der heimischen Liga. In der kommenden Spielzeit werden alle Begegnungen der Women's Super League live über den neuen "FA Player" gestreamt. Das gab der Verband bekannt.

Der Dienst soll kostenlos und auch aus dem Ausland online und per App verfügbar sein. BT Sport und die BBC werden zudem über 30 Live-Spiele im TV übertragen.

Aus der deutschen Bundesliga wurden bislang nur ausgewählte Spiele online bei DFB-TV, im Free- oder Pay-TV ausgestrahlt.

18:26 Uhr

Nach BVB-Sanktion: Owomoyela gibt Fehler zu

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Patrick Owomoyela äußert sich auf Instagram zu den Vorkommnissen beim Testspiel von Borussia Dortmund gegen Udinese Calcio. Dieses hatte er gemeinsam mit Norbert Dickel für das BVB-Netradio kommentiert. Nach diversen Ausfällen in ihren Kommentaren sind beide laut Verein "sanktioniert" worden. Nun hat sich der Ex-Nationalspieler selbst zu Wort gemeldet.

In seinem Instagram-Video sagt Owomoyela unter anderem: "Es stimmt, dass es gegen Ende des Spiels zu einer Parodie/Imitation der Stimme Adolf Hitlers meinerseits kam. Das war ein dummer Versuch, witzig zu sein und völlig unangebracht." Er wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit und nimmt auch Dickel in Schutz.

Zusammenfassend hält der 39-Jährige fest: "Ich habe mich deutlich im Ton vergriffen, versuche aus meinen Fehlern zu lernen und hoffe so ein Fehltritt passiert mir nicht wieder."

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17:26 Uhr

"Air Canada" bricht Dirk Nowitzkis NBA-Rekord

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Basketball-Superstar Vince Carter absolviert laut US-Medienberichten seine 22. Saison in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Wie der Fernsehsender ESPN am Dienstag berichtete, steht der 42-Jährige auch in der im Herbst beginnenden Spielzeit für die Atlanta Hawks auf dem Parkett.

Carter wäre damit der erste Spieler, der 22 Jahre in der NBA spielt. 21 Saisons haben demnach bislang nur der erst im April zurückgetretene Dirk Nowitzki, Kevin Garnett, Kevin Willis und Robert Parish in der stärksten Liga der Welt gespielt.

Sollte Carter auch 2020 zum Einsatz kommen, wäre er zudem der erste Profi, der in vier verschiedenen Jahrzehnten in der NBA dabei ist.

Carter begann seine Laufbahn 1998 beim aktuellen Meister Toronto Raptors. Aufgrund seiner gewaltigen Sprungkraft erhielt er den Spitznamen "Air Canada". Er wurde achtmal zum Allstar gewählt und gewann im Jahr 2000 den Slam-Dunk-Contest.

16:56 Uhr

Wayne Rooney wechselt in Englands zweite Liga

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Bis Jahresende läuft Rooney weiter für DC United in der MLS auf.

(Foto: imago images / Icon SMI)

Der frühere englische Fußball-Nationalspieler Wayne Rooney kehrt aus der US-amerikanischen MLS in seine Heimat zurück und schließt sich dem englischen Zweitligisten Derby County an - allerdings erst ab Januar. Das gab sein neuer Verein bekannt. Rooney unterschrieb demnach einen Vertrag über 18 Monate bis Sommer 2021 mit Option auf ein weiteres Jahr.

Der 33 Jahre alte Rekordtorschütze der englischen Nationalmannschaft (53 Tore in 120 Spielen) war erst vor einem Jahr zu DC United gewechselt. Die laufende Saison in den USA will er noch zu Ende spielen. Bei Derby wird Rooney ab Januar als eine Art Spieler-Trainer arbeiten. "Ich freue mich sehr, meine Trainerkarriere bei Derby County zu beginnen und sowohl mit der ersten Mannschaft als auch mit der Nachwuchsabteilung zu arbeiten", sagte der frühere Profi von Manchester United und dem FC Everton.

16:12 Uhr

Man City mauert: Weiter Rätselraten um Sanés Knie

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Alles halb so wild? Über die Schwere der Verletzung von Leroy Sané ist noch nichts bekannt.

(Foto: REUTERS)

Es wird einfach nicht langweilig, selbst wenn es keine News gibt: Im Wechseltheater um den vom FC Bayern umworbenen deutschen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané herrscht weiter Unklarheit. Sanés derzeitiger Arbeitgeber, der englische Meister und Pokalsieger Manchester City, äußerte sich am Dienstag auch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht zu der Verletzung, die sich der 23-Jährige am Sonntag beim Supercup gegen den FC Liverpool (5:4 im Elfmeterschießen) zugezogen hatte.

Als er nach dem Spiel zum Mannschaftsbus ging, humpelte er nur noch leicht und trug einen Verband um das lädierte Knie. City-Coach Pep Guardiola äußerte sich nach dem Spiel zuversichtlich. "Ich glaube, es ist nicht schlimm", sagte der frühere Bayern-Trainer. Er wolle aber abwarten, was die Ärzte sagen.

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15:53 Uhr

Ludwig/Kozuch suchen weiter ihre Form

Olympiasiegerin Laura Ludwig hat mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch ihr Auftaktspiel bei der Beachvolleyball-EM in Moskau verloren. Die Hamburgerinnen unterlagen der Schweizer Paarung Joana Heidrich und Anouk Vergé-Depré klar mit 0:2 (17:21, 13:21).

Im Pool B treffen Ludwig/Kozuch am Mittwoch auf Taru Lahti und Anniina Parkkinen aus Finnland.

Schon bei der Heim-WM in Hamburg war das Duo bereits im Sechzehntelfinale gescheitert, beim darauf folgenden Majorturnier in Gstaad/Schweiz war in der Vorrunde Endstation.

15:21 Uhr

"Schwangerer" Basketballer für zwei Jahre gesperrt

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DJ Cooper im Januar 2018, als er mit seinem bislang letzten Klub AS Monaco bei den EWE Baskets Oldenburg gastierte.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Es gibt so Ideen, die im ersten Moment super klingen und sich kurz danach als völlig ungeeignet herausstellen. Eine solche hatte der US-amerikanische Basketball-Profi DJ Cooper offenbar im vergangenen Jahr.

Der 28-Jährige ist seit 2018 gesperrt, weil er einen Doping-Test nicht bestanden hat. Mehr war bislang nicht bekannt.

Jetzt aber berichtet das Portal "Eurohoops", was die Untersuchung im Labor ergab: Cooper ist schwanger. Was eine medizinische Sensation gewesen wäre, stellte sich als plumper Betrug heraus. Der Point Guard hatte nicht seinen eigenen Urin abgegeben, sondern den seiner Freundin - die vermutlich bis dahin noch nichts von ihrem Glück wusste.

Der Basketball-Weltverband Fiba sperrte Cooper umgehend wegen Betrugs. Was der 28-Jährige dadurch womöglich verbergen wollte, ist nicht bekannt.

14:32 Uhr

Trifft Tönnies vor dem Ehrenrat auf Schalke-Profis?

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Clemens Tönnies steht ein unangenehmer Tag bevor.

(Foto: imago images / Sportfoto Rudel)

Heute beschäftigt sich der Ehrenrat des FC Schalke 04 mit dem "Fall Tönnies", der Vorsitzende des Aufsichtsrats muss Rede und Antwort zu seinen rassistischen Aussetzern stehen. Ob vor den fünf Mitgliedern des Schalker Gremiums weitere Personen angehört werden, ist nicht bekannt. Informationen der "Bild"-Zeitung, dass ehemalige und aktuelle Schalker Spieler wie Gerald Asamoah, Thilo Kehrer, Naldo, Salif Sané und Suat Serdar dabei sind, wollte der Club nicht bestätigen. "Dazu liegen uns keine Informationen vor. Dafür gibt es keine Bestätigung", hieß es beim Klub.

Laut "Bild" sollen die Spieler befragt werden, ob sich Tönnies ihnen gegenüber rassistisch verhalten habe. Der 63-Jährige hatte bereits erklärt, dass er zu der Sitzung kommen und sich zu seinen als rassistisch kritisierten Äußerungen in der Vorwoche beim Tag des Handwerks in Paderborn erklären werde.

12:36 Uhr

Experten: "Kokos" Rekordlauf war sauber - oder könnte es gewesen sein

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Konstanze Klosterhalfen jubelt nach ihrem Rekordlauf von Berlin.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Ging da wirklich alles mit rechten Dingen zu? Das dürften sich nicht wenige Leichtathletikfans und -beobachter gefragt haben, nachdem Konstanze Klosterhalfen am vergangenen Wochenende eine beinahe 20 Jahre alten deutschen Rekord förmlich pulverisiert hatte. Anti-Doping-Experte Wilhelm Schänzer sieht im 5000-Meter-Rekord von Läuferin Konstanze Klosterhalfen in Berlin nicht automatisch ein Indiz für den Einsatz unerlaubter Mittel. "Natürlich sind ungewöhnliche Leistungen auch ohne Doping möglich", sagte der frühere Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln Sport1. In 14:26,76 Minuten hatte die 22 Jahre alte Leverkusenerin am vorigen Samstag den bisherigen deutschen Rekord um mehr als 15 Sekunden unterboten.

Zweifel hatten sich bereits breit gemacht, nachdem sich Klosterhalfen im November vorigen Jahres dem Oregon Project in den USA angeschlossen hatte, das vom umstrittenen Coach Alberto Salazar geleitet wird. Er sieht sich schon längere Zeit mit Doping-Vorwürfen konfrontiert.

  • Auch Bundestrainer Sebastian Weiß stellte sich vor seine Athletin. "Wie ich Konstanze kenne, kann ich die Hand für sie ins Feuer legen, aber ich stehe jetzt natürlich nicht mehr täglich neben ihr", sagte er. Die Zweifel am Oregon Project kann Weiß verstehen, da "es ein schwebendes Verfahren dazu gibt. Solange jedoch nichts bewiesen ist, muss davon ausgegangen werden, dass alles sauber ist."
  • Im Leipziger Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT), wo Klosterhalfen mehrmals auf Herz und Nieren untersucht wurde, sieht man in dem Rekord eine logische Fortsetzung ihrer früheren Auftritte. "Wie in den Ergebnisdatenbanken der Leichtathletik ersichtlich wird, ist die Leistungsentwicklung von Konstanze Klosterhalfen ein Prozess, der sich bereits im Schüler- und Jugendalter angedeutet hat", hieß es auf "Sport1"-Nachfrage aus dem IAT.
12:15 Uhr

Gelb-Sperre für Trainer erst nach der vierten Verwarnung

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Für Schirischelte gibt es künftig sichtbar Ärger: Per Gelber Karte auch für die Trainer.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für die Bundesliga-Trainer. Die schlechte: Die Gelb-Sperre für Übungsleiter kommt. Die gute: Es gibt mehr Warnschüsse, bevor das Bankverbot eintritt. Eine Sperre soll es erst nach vier Gelben Karten geben. Das DFL-Präsidium werde einen entsprechenden Antrag der Generalversammlung der 36 Profivereine am 21. August in Berlin vorlegen, kündigte Ansgar Schwenken, DFL-Direktor für Fußball-Angelegenheiten und Fans.

Mehrere Bundesliga-Trainer hatten die Einführung der neuen Regel heftig kritisiert und Sorgen geäußert, durch diese in ihrer Arbeit behindert zu werden.

11:30 Uhr

Thiam kritisiert Tönnies: "Sowieso schon eine explosive Stimmung"

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Pablo Thiam ärgert sich über Tönnies.

(Foto: imago images / Sportfoto Rudel)

Die Entschuldigung sei "halbherzig", sagt Fußball-Profi Pablo Thiam über das Zurückrudern von Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. "Er sollte es nicht bei allgemeinen Floskeln belassen, sondern sich bei denen entschuldigen, die er durch seine Aussagen beleidigt hat", sagte der Integrationsbeauftragte des Bundesligisten VfL Wolfsburg der Tageszeitung "Die Welt".

  • Was Tönnies gesagt habe, "konterkariert die Arbeit von vielen Menschen, die versuchen miteinander ins Gespräch zu kommen, und die sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen", meinte der 45-Jährige, der auch Leiter der Nachwuchsabteilung in Wolfsburg ist.
  • "Wir haben doch sowieso schon eine recht explosive Stimmung im Land, und da sollte ein Mensch wie Clemens Tönnies, der in so einer verantwortungsvollen Position ist, sich doch vorher überlegen, was er sagt", kritisierte der aus Guinea stammende und in Deutschland aufgewachsene Thiam.
  • Der 63-jährige Tönnies muss heute dem Schalker Ehrenrat Rede und Antwort stehen.
10:26 Uhr

Sané soll Abschied verkündet haben - jetzt geht es nur noch um viel Geld

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Leroy Sané musste am Sonntag früh vom Feld. Das Spiel um den englischen Supercup könnte sein letztes für Manchester City gewesen sein.

(Foto: imago images / MB Media Solutions)

Leroy Sané, seit Wochen mit hoher Intensität vom FC Bayern München umworben, soll im Kreise der Teamkollegen von Manchester City seinen Abschied angekündigt haben. Das will das Portal "The Athletic" in Erfahrung gebracht haben. Die Knieverletzung, die sich Sané am Sonntag zugezogen hat und über deren Schwere noch nichts bekannt ist, soll nicht der Grund sein, warum noch kein Vollzug vermeldet wurde.

Vielmehr scheint zwischen den beiden Großklubs noch Uneinigkeit darüber zu bestehen, was der Nationalspieler wert ist: Die Summe, die sich City vorstellt, soll bei gigantischen 146 Millionen Euro liegen. Zahlt der FC Bayern diese Summe, würde der 23-Jährige zum zweitteuersten Fußballspieler aller Zeiten aufsteigen.

09:47 Uhr

Olympia-Legende Lewis nennt Trump einen Rassisten

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Carl Lewis setzt sich für Gleichberechtigung ein.

(Foto: imago/Icon SMI)

Von wegen Sport ist unpolitisch: Der frühere Leichtathletik-Star Carl Lewis hat scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt. Als Gast der Panamerikanischen Spiele in Perus Hauptstadt Lima bezeichnete der neunmalige Olympiasieger Trump als rassistisch und frauenfeindlich.

  • "Wir haben einen Präsidenten, der ein Rassist ist und Frauen verachtet. Einer, der niemanden außer sich selbst wertschätzt", sagte Lewis im Zusammenhang mit der Gleichstellung von Athletinnen und Athleten.
  • Der 58-Jährige plädierte für gleiche Bezahlung in der Leichtathletik und lobte die Erziehung seiner Eltern: "Meine Mutter war eine Pionierin. Meine Eltern waren Lehrer und sie haben uns beigebracht, dass jeder die gleichen Chancen verdient."
  • Zudem appellierte er: "Wir müssen für die Rechte der Menschen kämpfen und uns lieben."
  • Lewis zählt zu den erfolgreichsten Leichtathleten der Sportgeschichte und gewann zwischen 1984 und 1996 unter anderem viermal olympisches Weitsprung-Gold in Folge.
09:22 Uhr

Rooney verhandelt über seine England-Rückkehr

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Bald Spieler-Trainer in England? Wayne Rooney verhandelt.

(Foto: USA TODAY Sports)

Das wäre ein Fest für alle Fans: Der englische Ex-Fußball-Nationalspieler Wayne Rooney könnte bald in seine Heimat zurückkehren. Laut der britischen Zeitung "Telegraph" verhandelt der 33-Jährige, der derzeit in den USA bei DC United spielt, mit dem Zweitligisten Derby County über eine Anstellung als eine Art Spieler-Trainer.

Der Klub hatte Anfang Juli allerdings erst den früheren niederländischen Nationalspieler Phillip Cocu als Nachfolger des zum FC Chelsea gewechselten Teammanagers Frank Lampard vorgestellt.

08:39 Uhr

BVB-Torwart Bürki plädiert für Regel-Revolution

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Roman Bürki hat Bock auf mehr Mitspieler.

(Foto: imago images / Team 2)

Das wäre überaus radikal: BVB-Torwart Roman Bürki plädiert für eine Regeländerung im Fußball. "Ich würde es gut finden, wenn wir jeden Spieler aus unserem Kader auch in einem Spiel einsetzen dürften. Dass jede Mannschaft so oft wechseln darf, wie sie will - und nicht nach drei Einwechslungen Schluss ist", sagte der Schweizer dem Nachrichtenportal t-online.de.

Der 28-Jährige begründete diese Idee mit Motivation: "Weil es hier beim BVB jeder verdient hat, zu spielen. Und es ist manchmal sehr hart zu sehen, wenn ein Spieler zwei Mal hintereinander dabei war, aber keine Einsatzzeit bekommen hat. Das wäre gut für die Moral."

08:19 Uhr

Tönnies-Zittern und Sané-Poker - das wird wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

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Sonny Kittel feiert sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0.

(Foto: imago images / ActionPictures)

Böse Zungen sagen, das Spiel gestern Abend war eine Überraschung: Der HSV kann Fußball spielen! 4:0 fegten die Hamburger die Nürnberger im nach ersten Liga klingenden, aber tatsächlichen Zweitliga-Duell vom Platz.

Mit Spannung beobachten wir die Sitzung des Schalker Ehrenrats, vor dem sich Aufsichtsrat Clemens Tönnies nach seiner Äußerung über Afrikaner rechtfertigen muss. Dazu lesen Sie später noch von Ben Redelings.

Und sonst?

  • Beachvolleyball: Heute beginnt die Europameisterschaft in Moskau. Schon ab 9 Uhr spielen Laura Ludwig und Maggie Kozuch, die auf die Schweizerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré treffen. Um 12 Uhr kommt es dann zum deutschen Duell zwischen Julius Thole/Clemens Wickler sowie Jonathan Erdmann/Sven Winter.
  • Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Europameisterschaft heißt es für die Wasserspringer, bei denen um 15.30 Uhr das Mixed Synchronspringen vom 3-Meter-Brett beginnt, bevor um 17 Uhr das Turmspringen der Frauen folgt.
  • Sollten wir Neues zum Sané-Poker oder zu seiner Verletzung hören, melden wir das natürlich ebenfalls.
  • Kolumnist Ben Redelings schreibt heute über den "Fips Asmussen unter den Spielerberatern".
  • In der Reihe unserer Bundesliga-Checks sind wir heute bei Hertha BSC angelangt.

Lassen Sie uns in den Sport-Tag starten. Auf die Plätze, fertig, los!

07:44 Uhr

Videobeweis: Motorradfahrer erklimmt Mammut-Treppe

Geng Jie hat sein Motorrad im Griff. Das beweist der 33-Jährige bei seiner jüngsten Unternehmung eindrucksvoll. Mit seiner Maschine rast er den berühmten "Stairway to Heaven" am Tianmenshan in China hoch. Doch die 999 Stufen mit Anstiegen von bis zu 39 Grad haben es in sich.

07:26 Uhr

Tönnies kämpft vor Ehrenrat um seinen Job

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Clemens Tönnies bekommt Gegenwind - und Zuspruch.

(Foto: imago images / Sportfoto Rudel)

Heute Mittag geht es für Clemens Tönnies beim FC Schalke 04 um nicht weniger als seinen Job. Seine Äußerungen über Afrikaner könnten ihn den Posten als Aufsichtsratschef kosten, eine Anhörung vor dem Ehrenrat steht an. Das aus insgesamt fünf Mitgliedern bestehende Gremium, darunter drei Richter, muss darüber befinden, ob die Äußerungen einen fremdenfeindlichen oder rassistischen Hintergrund haben und mit der Vereinssatzung und dem Leitbild der Königsblauen womöglich unvereinbar sind. Mögliche Sanktionen sind eine Verwarnung, eine Amtsenthebung auf Dauer oder auf Zeit. Sogar ein Vereinsausschluss ist möglich, aber nicht wahrscheinlich.

  • Von Anti-Rassismus-Organisationen wird der Unternehmer weiter scharf kritisiert. "Die Aussagen sind nicht mehr im Rahmen des Tolerierbaren", sagte Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Stiftung Amadeu Antonio, der Deutschen Presse-Agentur. Für Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland bestätigten Tönnies' "höchst problematische Aussagen", dass "dieses kolonial-rassistische Bild von Afrika immer noch Bestand hat und Teil des Diskurses ist."
  • Es gibt aber auch Leute, die auf Tönnies' Seite stehen: Schalkes Trainer-Ikone Huub Stevens verteidigte ihn in der "WAZ": "Wer ihn kennt, wer seit langem mit ihm zusammenarbeitet, der weiß, dass Clemens die Menschen mag wie sie sind - völlig unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder Religion. Ihm geht es stets um den Charakter eines Menschen - nie um die Farbe seiner Haut."
  • Ex-Bundesligatrainer Otto Rehhagel betonte nach Angaben der "WAZ", Tönnies "stets als ehrlichen und sehr sozial engagierten Menschen kennengelernt" zu haben. Als einen, "dem nur wichtig ist, wie sich ein Mensch verhält und nicht, woher er kommt".

Einen Kommentar zum Thema von der Kollegin Hedviga Nyarsik lesen Sie hier, eine Zusammenfassung des Geschehens gibt's hier.

07:12 Uhr

Kerber kassiert Pleite im Auftaktmatch von Toronto

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Ein Satz mit X für Kerber.

(Foto: USA TODAY Sports)

Die nächste Pleite: Tennisspielerin Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier im kanadischen Toronto den Einzug in die zweite Runde verpasst. Die an Nummer zwölf gesetzte Deutsche verlor ihr Erstrunden-Match gegen die Russin Daria Kasatkina nach drei Sätzen 6:0, 2:6, 4:6.

Die 22-jährige Kasatkina trifft in der zweiten Runde des mit mehr als 2,8 Millionen Dollar dotierten Turniers auf die Siegerin der Partie zwischen Eugenie Bouchard und Bianca Andreescu (beide Kanada).

06:51 Uhr

Fußball trauert: Ex-Gladbacher Nickel ist tot

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Der deutsche Fußball trauert um Harald Nickel. Der einstige Bundesliga-Profi starb laut Angaben seines früheren Vereins Borussia Mönchengladbach am Sonntag nach schwerem Krebsleiden im Alter von 66 Jahren. "Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen", schrieb der Fußball-Bundesligist.

  • Nickel hatte von 1979 bis 1981 für die Fohlen gespielt und in 84 Pflichtspielen 43 Treffer erzielt, darunter auch das Tor des Jahres 1979.
  • Der Angreifer war für die damals beachtliche Ablösesumme in Höhe von 1,15 Millionen Mark von Eintracht Braunschweig an den Böckelberg gewechselt. Zuvor hatte er in Belgien und den Niederlanden gespielt.
  • Ausgezeichnet wurde später sein Tor im Rückspiel der 2. Runde des Uefa-Cups gegen Inter Mailand, als er den Ball aus 40 Metern aus der Drehung ins Tor der Italiener schoss.
  • Während seiner Gladbacher Zeit wurde Nickel für drei Länderspiele nominiert.