"Viel Kahn, wenig FC Bayern": In München herrscht offenbar dicke Luft
Im Sommer 2021 trat Oliver Kahn, seinerseits 14 Jahre Torwart-Titan zwischen den Pfosten des FC Bayern, die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters an. Ein Erbe, das anzutreten keine leichte Aufgabe darstellt. Das merkt inzwischen wohl auch Kahn.
Angeblich sollen bereits vor Kahns Amtsantritt Sorgen existiert haben, dass der 52-Jährige gemeinsam mit Präsident Herbert Hainer den Verein stärker in die Richtung eines Wirtschaftsunternehmens lenken werden. Das berichtet die "tz". Der Münchner Zeitung zufolge haben sich diese Bedenken inzwischen verfestigt.
Nicht erst seit der völlig misslungenen Jahreshauptversammlung im November soll im Klub aufgestoßen sein, dass sich Kahn in erster Linie über seine persönlichen sozialen Kanäle zu Wort meldet, sich in den Vereinsmedien hingegen eher rar macht. "Das bestätigt den Eindruck, den man auch intern vom neuen Chef wahrnimmt: viel Kahn, wenig FC Bayern", urteilt die "tz". Das Arbeitsklima in München soll daher "schon mal deutlich angenehmer" gewesen sein.
Keine Lust, dass es gleich im Boulevard landet: BVB weist Zwayers Angebot ab
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht "keine große Realisationschance" für eine Aussprache zwischen Schiedsrichter Felix Zwayer und Youngster Jude Bellingham. "Wenn Herr Zwayer mir und Michael Zorc ein Schreiben schickt und so ein Gespräch anregt, kann man gerne darüber diskutieren. Wenn ich aber eine Stunde später das Gleiche dann schon in den Medien lese mit Original-Zitaten, dann muss ich sagen: Ich führe keine vertraulichen Gespräche mit irgendjemanden, wo es eine Stunde später schon im Boulevard steht. So geht das nicht", sagte Watzke am Rande des Champions-League-Spiels gegen Besiktas Istanbul bei Amazon Prime.
Zuvor hatte Zwayer in einem "Bild"-Interview die Aussage von Jude Bellingham gegen ihn nach dem Bundesliga-Spitzenspiel als "verunglimpfend und respektlos" bezeichnet, dennoch möchte er dies "am liebsten in einem persönlichen Gespräch" mit dem jungen BVB-Profi selbst klären. Er habe Bellingham "gegenüber Borussia Dortmund ein solches persönliches Gespräch angeboten", sagte der Referee.
Schalke ändert Slogan - mit klarer Botschaft zur Impfung
Fußball-Zweitligist Schalke 04 unterstützt ganz vehement und offensiv die Impfkampagne der Bundesregierung. Die Königsblauen ändern deshalb sogar vorübergehend ihren "Wir leben Dich"-Claim. Ab sofort heißt es auf Schalke: "Impf Dich!" Schalke schließt sich damit vielen weiteren Marken, Firmen und Unternehmen an, die bei dieser Initiative ihre Slogans und Claims für den guten Zweck zur Verfügung stellen. Aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen können auch die Schalker in Heimspielen in der Veltins-Arena künftig nur maximal 15.000 Fans begrüßen.
"Über allem steht aber nun einmal der Schutz der Gesundheit aller - Großeltern, Eltern, Kinder, Geschwister, Freunde und Bekannte. Der S04 appelliert deshalb wieder und wieder an alle: Lasst euch bitte impfen - für euch, für alle", schrieb S04.
Fan von diesem neuen Fußball-Meister? Dann gibt's die Chance auf 1000 Tattoos
Das erste Mal innerhalb von 50 Jahren gewinnt Atlético Mineiro die brasilianische Meisterschaft. Das will der Verein gebührend mit seinen Fans feiern und startet eine ungewöhnliche Aktion: 1000 Fans werden kostenlose Meister-Tattoos gestochen.
Als erste Deutsche: Außergewöhnliche Ehre für Ex-Boxerin Regina Halmich
Die frühere Weltmeisterin Regina Halmich wird als erste deutsche Boxerin in die Hall of Fame in den USA aufgenommen. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatt" soll Halmich im kommenden Jahr die Auszeichnung in Canastota im US-Bundesstaat New York entgegennehmen. "Das ist die größte Auszeichnung, die man als Boxerin oder Boxer bekommen kann", sagte Halmich. "Dass man Jahre nach meinem Karriereende sich in Amerika an mich erinnert, macht mich sehr stolz - und dass ich jetzt in einem Club mit Mike Tyson oder Lennox Lewis bin."
Diese Ehre wird auch Ex-Weltmeister Wladimir Klitschko zuteil. Der Ukrainer sollte bereits in diesem Jahr in die Hall of Fame aufgenommen werden. Das wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.
Blind, einhändig, hinterm Rücken: So krass sieht die WM der Zauberwürfel-Asse aus
Seit seinem Launch in den 1970er-Jahren ist der "Rubik's Cube" - zu Deutsch "Zauberwürfel" - aus vielen Kinderzimmern nicht wegzudenken. Doch das Schieberätsel begeistert auch viele Erwachsene. Unlängst messen sich viele in Wettkämpfen, wer die bunten Quader am schnellsten löst.
Kimmich darf noch nicht - und dem FC Bayern fehlen kurzfristig weitere DFB-Stars
Der FC Bayern München muss das letzte Champions-League-Spiel des Jahres ohne die Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry und Leon Goretzka bestreiten. Der angeschlagene Gnabry trainierte am Tag vor dem Gruppenspiel am morgigen Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im Liveticker bei ntv.de) gegen den FC Barcelona wegen Adduktorenproblemen individuell, Goretzka musste das Abschlusstraining vorzeitig beenden. Den Mittelfeldakteur plagten bereits vor dem 3:2 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag Schmerzen an der Patellasehne.
Zudem fallen Michael Cuisance, Marcel Sabitzer, Josip Stanisic, Eric Maxim Choupo-Moting und Joshua Kimmich aus. Kimmich kann sich nach seiner Corona-Infektion in dieser Woche freitesten und möglicherweise für das Liga-Spiel am Samstag gegen den FSV Mainz 05 in den Kader zurückkehren. "Wir müssen einfach aufpassen, selbst für Samstag genau überlegen", warnte Trainer Julian Nagelsmann. Der Coach wies auf rund vier Wochen Pause von Kimmich als Kontaktperson und Infizierter hin. Da müsse man vorsichtig sein.
"Hat nie eine Suspendierung gegeben": 1860 widerspricht Mölders energisch
Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel vom TSV 1860 München hat in der Debatte um Kapitän Sascha Mölders von einem Missverständnis gesprochen. "Es hat nie eine Suspendierung gegeben, und eine Suspendierung stand nie im Raum", sagte Gorenzel in einem Video des Fußball-Drittligisten.
Trainer Michael Köllner habe Mölders am Montag lediglich mitgeteilt, dass er aufgrund der sportlichen Leistung "in den nächsten zwei Spielen" nicht mit dem "Löwen"-Angreifer plane. Zudem habe Köllner vorgeschlagen, dass Mölders vorerst individuell trainiere, um sich wieder "in Verfassung zu bringen", berichtete Gorenzel weiter.
"Sascha hat das dann so aufgefasst, dass der Trainer mittelfristig überhaupt nicht mehr mit ihm plant. Sascha hat das für sich so interpretiert", sagte der Geschäftsführer. Das habe allerdings nie zur Diskussion gestanden. "Und ich bin jetzt dabei, Lösungen zu suchen", erklärte Gorenzel.
Carlsen ist auf dem Weg zum WM-Titel kaum noch zu stoppen
Weltmeister Magnus Carlsen hat seine Führung bei der Schach-WM in Dubai ausgebaut und dürfte auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung kaum noch zu stoppen sein. Nach dem dritten Ruhetag holte der Norweger im neunten Duell bereits seinen dritten Sieg gegen Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi und führt nach dem zweiten Erfolg nacheinander nun mit 6:3 Punkten. Der Russe gab nach gut vier Stunden und 39 Zügen auf.
Am morgigen Mittwoch geht es mit Runde zehn weiter, es kann noch keine Entscheidung geben. Es gibt maximal 14 Partien, wer zuerst 7,5 Punkte erreicht, ist Weltmeister. Für einen Sieg gibt es einen Punkt, für ein Remis einen halben. Das Anfangsrecht wechselt nach jedem Match. Carlsen hatte seinen Titel bereits 2014, 2016 und 2018 erfolgreich verteidigt. im Falle des Unentschiedens nach 14 Partien gibt es ein Tie-Break.
Arbeitserlaubnis fehlt noch, aber: Rangnick holt Gehirntrainer
Teammanager Ralf Rangnick holt den ehemaligen Zweitligaprofi Sascha Lense und Chris Armas in seinen Stab bei Manchester United. Lense wird Sportpsychologe bei den Red Devils um Superstar Cristiano Ronaldo, Armas Assistenztrainer. Das gab Rangnick bekannt.
"In Deutschland haben die meisten Vereine einen Sportpsychologen", sagte Rangnick. Mit Lense hatte er bereits zu seinen Zeiten bei RB Leipzig zusammengearbeitet. "Für mich ist das absolut logisch. Wenn man spezielle Trainer für Torwart, Stürmer und Fitness hat, sollte man auch einen Experten für das Gehirn haben", sagte Rangnick: "Es geht nicht darum, auf einem roten Sofa zu sitzen und Händchen zu halten. Das Gehirn soll den Körper unterstützen und nicht gegen ihn arbeiten." Armas war zuletzt Trainer beim Toronto FC und stand davor bei New York Red Bulls unter Vertrag. Sowohl der US-Amerikaner als auch Lense warten noch auf ihre Arbeitsgenehmigungen.
FC Bayern muss monatelang auf Nationaltorhüterin verzichten
Rückschlag für Frauenfußball-Meister Bayern München: Der Bundesliga-Tabellenzweite muss mehrere Monate auf Nationaltorhüterin Laura Benkarth verzichten. Wie der Verein mitteilte, wurde die 29-Jährige am Montag erfolgreich am Knie operiert, nachdem sie sich am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen (7:1) verletzt hatte.
Bei der Partie am vergangenen Samstag wurde Janina Leitzig in der 59. Spielminute für Benkarth eingewechselt. Die 22-Jährige war im Sommer vom Ligarivalen TSG Hoffenheim zum FC Bayern gewechselt worden. Benkarth hatte aufgrund von Kniebeschwerden bereits für die beiden WM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft Ende November abgesagt.
"Kein Mensch ist illegal": Der Fall Jatta vereint ganz alte Rivalen
Stadtrivale FC St. Pauli steht dem Hamburger SV nach der Anklageerhebung gegen dessen Fußball-Profi Bakery Jatta zur Seite. Der Tabellenführer der 2. Bundesliga twitterte: "Aus gegebenem Anlass! #Kein Mensch Ist Illegal #Jatta #fcsp". Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Hamburg-Altona Anklage gegen den Flügelstürmer erhoben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat der Gambier seine Identität gefälscht, heißt Bakary Daffeh und ist zweieinhalb Jahre älter. Nur weil er sich bei der Ankunft in Deutschland als Minderjähriger ausgegeben habe, sei ihm die Aufenthaltsgenehmigung erteilt worden, betonte die Staatsanwaltschaft.
Warum ist Haalands Katar-Kritik so leise? "Werde mit Erling darüber sprechen"
Ist BVB-Star Erling Haaland mit Blick auf die Menschenrechte im WM-Gastgeberland Katar zurückhaltender als seine Nationalmannschaftskollegen? Darüber möchte Norwegens Nationaltrainer Ståle Solbakken mit dem jungen Stürmer reden. "Ich werde mit Erling darüber sprechen", sagte der frühere Köln-Coach der norwegischen Zeitung "Verdens Gang". Zugleich unterstrich er, dass Haaland in der Hinsicht bei allem dabei gewesen sei und sich nicht anders als seine Teamkollegen verhalten habe. Die norwegische Nationalmannschaft hatte während der WM-Qualifikation mit verschiedenen Aktionen auf die Menschenrechtslage in Katar aufmerksam gemacht. Die "VG" hatte jüngst darauf aufmerksam gemacht, dass Haaland bei den norwegischen Aktionen nicht so engagiert wie die anderen erscheine. Als Hinweise darauf betrachtete die Zeitung etwa, dass er zuletzt vor Spielen im Gegensatz zum Rest der Nationalelf nicht als Zeichen für die Menschenrechte die linke Hand gehoben habe.
Doping? Medina Spirit stirbt nahe der Ziellinie
Im Frühjahr triumphiert der Hengst Medina Spirit beim traditionsreichen Kentucky Derby. Hinterher gibt es Schlagzeilen wegen eines möglichen Doping-Vergehens durch Trainer Bob Baffert. Jetzt ist das 3-jährige Pferd in den USA gestorben. Das bestätigte das "California Horse Racing Board". Medina Spirit sei auf der Galopprennbahn San Anita Park in Kalifornien nahe der Ziellinie eines Trainingslaufs zusammengebrochen, teilte der Verband mit. Eine offizielle Todesursache gibt es noch nicht. US-Medienberichten zufolge soll der Hengst an einer Herzattacke gestorben sein. Eine genaue Untersuchung soll jetzt schnell Klarheit schaffen.
Nach dem großen Sieg beim Kentucky Derby im Mai hatte es viele Schlagzeilen um Medina Spirit gegeben. Das Pferd war anschließend positiv auf Doping getestet worden. Konkret ging es um die Substanz Betamethason. Ein entzündungshemmendes Steroid, das bis spätestens 14 Tage vor einem Wettkampf verabreicht werden darf. Danach gilt es als Dopingmittel. Trainer Baffert hatte das Ergebnis selbst veröffentlicht. Der 68-Jährige behauptete, dem Hengst das Mittel nicht verabreicht zu haben. Er erklärte den positiven Dopingtest mit der Verabreichung eines Antipilzmittels.
Was ist nur mit den Franzosen? Auch Coman liebäugelt mit Bayern-Abschied
Der französische Fußball-Nationalspieler Kingsley Coman hat ein klares Bekenntnis zu seinem Klub Bayern München vermieden und sieht für seine Zukunft "mehrere Optionen". Allerdings sei die Tür noch "nicht zugeschlagen, um hier zu bleiben", betonte er. "Ich möchte momentan einfach die Saison fertig spielen und das Beste geben. Danach werden wir sehen, aber das ist ja noch ein bisschen hin", sagte der 25-Jährige. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, wonach Coman die Bayern schon vor Ablauf seines Vertrages 2023 verlassen könnte. "Wir haben natürlich Gespräche geführt. Der Klub wird weiter mit meinem Berater sprechen und vielleicht haben wir bald Neuigkeiten", meinte er jetzt. Er habe immer für einen Topklub spielen wollen, "und der FC Bayern ist ein Topklub, einer der größten in Deutschland und der Welt. Ich bin sehr dankbar für alles, was man für mich getan hat".
Jetzt kann alles ganz schnell gehen: Weltmeister vor Bayern-Abschied
Wie das Portal "fussballtransfers" erfahren haben will, möchte Corentin Tolisso den FC Bayern bereits in diesem Winter verlassen. Der Franzose, dessen Vertrag in München Ende der Saison ausläuft, ist auch unter Julian Nagelsmann nur zweite Wahl und gilt schon lange als Wechselkandidat. Der Verein würde dem Mittelfeldspieler bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen. In der jüngsten Vergangenheit wurde mehrfach darüber berichtet, dass sie auch in der Chefetage an der Säbener Straße mit dem Gedanken spielen, den 27-Jährigen bereits im kommenden Transferfenster abzugeben. Zum einen gilt Tolisso als sportlich verzichtbar, zum anderen wäre ein Wechsel in den nächsten Wochen die einzige Chance, doch noch eine Ablöse für den Weltmeister zu kassieren. Eine Vertragsverlängerung, das scheint klar, streben weder der FC Bayern noch der einstige Rekord-Neuzugang an. Für Tolisso legten die Bayern dereinst 42,5 Millionen Euro auf den Tisch. Als möglicher neuer Verein wird unter anderem der AS Rom genannt.
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"Zweifel, ob das in China möglich ist": Athleten fordern Schutz der Meinungsfreiheit
Athleten Deutschland hat sich klar gegen einen sportlichen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking ausgesprochen, zugleich aber die Möglichkeit von Sportlern zu Kritik an China angemahnt. "Diejenigen, die sich kritisch äußern wollen - und es gibt eine hohe Sensibilisierung innerhalb der Athletenschaft für die problematische Lage in China - denen muss es möglich sein, sich kritisch zu äußern", sagte Maximilian Klein, verantwortlich für internationale Sportpolitik bei der Athleten-Vereinigung, im Sportschau-Interview. Sollten sich Athleten zu Themen wie den Menschenrechtsverletzungen in China äußern, müssten "sie da auch geschützt werden. Ihre Rede- und Meinungsfreiheit muss beschützt werden. Und da haben wir auch wieder unsere Zweifel, ob das denn so in dem Maße in China möglich ist", warnte Klein. "Da würden wir uns wünschen, dass klare Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, damit diejenigen, die sich äußern möchten, das auch tun können."
Sportler "nicht für die Politik verhaften": Grünen-Politiker will auch von deutscher Regierung Olympia-Boykott
Nach dem politischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking durch die USA soll nach Ansicht von Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour auch Deutschland ein solches Signal setzen. "Das, was die Amerikaner sagen, dass keine Regierungsmitglieder daran teilnehmen, das halte ich für eine richtige Herangehensweise. Ich hoffe, dass sich Deutschland dem anschließt", sagte der 46 Jahre alte Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen und Kandidat für den Parteivorsitz, am Dienstag im Inforadio des rbb.
Athletinnen und Athleten, die ein Leben lang auf ein Ziel hingearbeitet haben, könne man nicht für die Politik verhaften. "Deshalb ist es notwendig, dass die Spiele stattfinden und auch, dass die Leute hinfahren. Aber bei den massiven Menschenrechtsverletzungen, die wir dort erleben in China, ist es notwendig, dass man auch ein klares Signal setzt", sagte Nouripour.
Zuvor hatte schon die designierte Außenministerin Annalena Baerbock einen politischen Boykott nicht kategorisch ausgeschlossen und eine wertegeleitete chinakritische Außenpolitik angekündigt.
18:0-Lauf - Bayern zündet Turbo nach Ballverlust-Serie
Erst massive Turnover-Probleme, dann das Spiel selbst gedreht: Nach einer schwachen Vorstellung gegen MLP Academics Heidelberg zeigen die Basketball-Profis von Bayern München im vierten Viertel ihre Klasse.
Schweinsteiger träumt von Ingwertee mit Merkel
Am letzten Arbeitstag von Angela Merkel nimmt auch die Welt des Sports Abschied von der langjährigen Bundeskanzlerin. Allen voran die Weltmeister von 2014 erinnern sich an gemeinsame Zeiten mit der CDU-Politikerin. "Ich vermute, dass wir Sie noch sehr vermissen könnten", schreibt Bastian Schweinsteiger an Merkel in der "Bild". Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt zollt Merkel ihre "ehrliche Hochachtung für alles, was Sie für unser Land leisteten". Die Kanzlerin sei stets ein "verlässlicher Fels in der weltpolitischen Brandung" gewesen, "fleißig und unermüdlich".
Via Instagram bedankten sich in Sami Khedira und Jerome Boateng weitere Rio-Champions. "Wir konnten immer auf Ihre Unterstützung zählen", schreibt Khedira, Merkel sei den Fußballprofis "immer auf Augenhöhe begegnet". Ihr Kabinenbesuch nach dem WM-Finale sei "unvergessen", ergänzt Boateng und lobt, Merkel sei immer für ihre "Werte eingestanden. Menschlichkeit spielte dabei eine große Rolle." Alle hoffen, dass der Kontakt zur Politik-"Rentnerin" erhalten bleibt. "Vielleicht", schreibt Schweinsteiger, "sehen wir uns im nächsten Jahr wieder auf einen Ingwertee in Berlin."
"Erfolg versprechender Weg": Bach verteidigt umstrittene IOC-Diplomatie im Fall Shuai
Trotz der herben Kritik am Internationalen Olympischen Komitee im Fall Peng Shuai will IOC-Chef Thomas Bach nicht von seiner Linie abweichen. "Aus unserer Sicht ist die stille Diplomatie ein Erfolg versprechender Weg, den wir weiter verfolgen werden", sagte Bach in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Das IOC hatte die Vorwürfe der Tennisspielerin gegen einen chinesischen Spitzenpolitiker, den sie sexueller Übergriffe beschuldigt, nicht in seinen Mitteilungen zu der Affäre benannt und keine öffentlichen Forderungen an China zur Aufklärung erhoben. "Ich kann versichern: Es werden alle Aspekte dieses Falles mit der chinesischen Seite besprochen", sagte Bach nun. Der 67-Jährige beteuerte: "Gemeinsam mit vielen Sportlern und Menschen weltweit haben wir die Sorge um Peng Shuai geteilt, als sie lange nicht erreichbar gewesen ist."
Lieber zum BVB? DFB-Talent gab Barça offenbar einen Korb
Ein Wechsel von Nationalspieler Karim Adeyemi in die Fußball-Bundesliga wird einem Medienbericht zufolge wahrscheinlicher. Der Offensivspieler von Red Bull Salzburg habe sich gegen einen Transfer zum FC Barcelona entschieden, berichtete Sky am Montagabend. Demnach hätten die Katalanen zuletzt ein Angebot für den 19-Jährigen beim österreichischen Champions-League-Vertreter hinterlegt. Adeyemi steht noch bis 30. Juni 2024 bei Salzburg unter Vertrag.
Als heißer Kandidat für eine Verpflichtung Adeyemis gilt Borussia Dortmund. Mit Blick auf den Nationalspieler hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc zuletzt auf dessen Vertrag bei Salzburg verwiesen. Adeyemi sei ein großes deutsches Talent, er bringe extreme Schnelligkeit mit und ein Profil, das grundsätzlich spannend sei, sagte Zorc der "Bild"-Zeitung.
"Spirit Of Shankly" gelingt kleine Revolution beim FC Liverpool
Der FC Liverpool gründet erstmals einen offiziellen Fan-Vorstand, der künftig wichtige Entscheidungen des Klubs mittreffen darf. Das so genannte "Supporters Board", wie sich der neue Vorstand nennt, soll künftig gemeinsam mit der Klubführung und dem Eigentümer Fenway Sports Group, die Richtung im Klub bestimmen. Der neue Fan-Vorstand wird aus 16 Mitgliedern bestehen, darunter zehn Mitgliedern der Fanvereinigung "Spirit of Shankly". Die Initiative "Spirit of Shankly" hatte sich im Frühling gebildet, als sich die Fenway Sports Group für die Beteiligung des FC Liverpool an der Super League einsetzte. Damals hatten die Fan-Vertreter protestiert und auf Mitsprache im Verein gedrängt.
Wie der FC Liverpool mitteilte, wurde das neue Modell der Fan-Mitsprache am Montag mit fast 99-Prozent Zustimmung bestätigt. Das Supporters Board wird aus einer Gruppe von Unterstützern bestehen, die die vielfältige Fangemeinde des Klubs repräsentieren. Das Supporters Board wird regelmäßige Treffen mit dem Klub abhalten, und der Vorsitzende werde eingeladen, an den Sitzungen des LFC-Hauptvorstandes teilzunehmen, wenn es um strategische Angelegenheiten mit Fan-Belangen geht.
"Permanenter als gedacht": Deutscher NFL-Star bezahlt verlorene Wette teuer
Die verlorene Wette mit seinem Teamkollegen Damien Harris wird der deutsche NFL-Profi Jakob Johnson einfach nicht los - zumindest seinen Wetteinsatz nicht. Weil er vor dem College-Duell der Tennessee Volunteers gegen die Alabama Crimson Tide auf seine ehemalige Uni in Tennessee setzte und die das Spiel verlor, musste er sich die Haare im Rot-Ton Alabamas färben - und läuft nun schon seit mehr als einem Monat damit rum. "Oh Mann, ich wasche meine Haare schon, aber die Farbe ist doch etwas permanenter, als ich gedacht habe", sagte der Stuttgarter nach dem Sieg seiner New England Patriots gegen die Buffalo Bills am Montagabend).
Sportlich durfte Johnson mit seinen New England Patriots einen wichtigen Sieg gegen die Buffalo Bills bejubeln. Johnson bereitete mit seinem starken Block den Weg für den Patriots-Touchdown von Runningback Damien Harris vor.
"Tut dem Fußball nicht gut": Weltmeister wollen Milde für Bellingham
Die ehemaligen Fußball-Weltmeister Lothar Matthäus und Kevin Großkreutz haben im Fall von Jude Bellingham und seiner Verbalattacke gegen Schiedsrichter Felix Zwayer für Milde plädiert. Dessen Worte im Anschluss an das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) seien zwar in der Form unangebracht gewesen, befand Rekord-Nationalspieler Matthäus. Aber man müsse es jetzt auch nicht übertreiben. "Von mir aus soll er für einen karitativen Zweck eine Geldstrafe spenden und dann ist gut", empfahl der 60-jährige Weltmeister von 1990 und Experte des TV-Senders Sky in seiner wöchentlichen Kolumne.
Ähnlich urteilte der frühere BVB-Spieler Großkreutz. Über die Aussage könne man sicher streiten, vielleicht tue es ihm im Nachhinein auch leid, befand der Weltmeister von 2014 in der "ran Bundesliga Webshow" von Sat.1. Der Fußball brauche aber Spieler, die ihre Meinung sagten und Typen seien. "Da sollte der DFB dann auch mal wegschauen. Alles andere führt dazu, dass irgendwann niemand mehr etwas sagt. Das tut dem Fußball nicht gut", argumentierte der 33-Jährige.