Der Sport-Tag"Viel Kahn, wenig FC Bayern": In München herrscht offenbar dicke Luft
Im Sommer 2021 trat Oliver Kahn, seinerseits 14 Jahre Torwart-Titan zwischen den Pfosten des FC Bayern, die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters an. Ein Erbe, das anzutreten keine leichte Aufgabe darstellt. Das merkt inzwischen wohl auch Kahn.
Angeblich sollen bereits vor Kahns Amtsantritt Sorgen existiert haben, dass der 52-Jährige gemeinsam mit Präsident Herbert Hainer den Verein stärker in die Richtung eines Wirtschaftsunternehmens lenken werden. Das berichtet die "tz". Der Münchner Zeitung zufolge haben sich diese Bedenken inzwischen verfestigt.
Nicht erst seit der völlig misslungenen Jahreshauptversammlung im November soll im Klub aufgestoßen sein, dass sich Kahn in erster Linie über seine persönlichen sozialen Kanäle zu Wort meldet, sich in den Vereinsmedien hingegen eher rar macht. "Das bestätigt den Eindruck, den man auch intern vom neuen Chef wahrnimmt: viel Kahn, wenig FC Bayern", urteilt die "tz". Das Arbeitsklima in München soll daher "schon mal deutlich angenehmer" gewesen sein.