Nach Woltemade-Frust: FC Bayern kann sich " jeden Transfer leisten, den wir machen wollen"
Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen wehrt sich gegen die Behauptung, der deutsche Fußball-Rekordmeister könne sich keine Wunschspieler mehr leisten. "Wir können uns jeden Transfer leisten, den wir machen wollen. Wir haben eine ausgezeichnete Kapitalquote, dem FC Bayern geht es sehr gut", sagte der 58-Jährige in der "Welt am Sonntag": "Aber wir wollen einen Spieler bezahlen können - ohne zur Bank rennen zu müssen. Das ist nicht die DNA des FC Bayern."
Zuletzt hatten die Bayern im Werben um des Ex-Leverkusener Florian Wirtz (jetzt FC Liverpool) und des Ex-Stuttgarter Nick Woltemade (Newcastle United) den Kürzeren gezogen.
Dreesen wies darauf hin, dass die internationale Konkurrenz gerade in der Premier League durch die TV-Gelder finanziell deutliche Vorteile hätte. "Der Tabellenletzte der englischen Liga hat mit 125 Millionen Euro 60 Millionen mehr Medien-Einnahmen als wir. Liverpool hat 200, der FC Barcelona und Real Madrid jeweils 160", sagte Dreesen.
"... und dann so ein Abschluss": Deutscher Junior holt EM-Gold
Der 16-jährige Karl Herzog hat für die erste deutsche Goldmedaille bei der Straßenrad-EM in Frankreich gesorgt. Im Juniorenrennen am Freitag setzte sich der Allgäuer auf der Schlussrunde ab und siegte nach 103,4 km mit Start und Ziel in Guilherand-Granges im Département Ardèche als Solist.
"Das war eine grandiose Leistung von Karl, aber auch vom gesamten Team, das ihn in der ersten Rennhälfte gut unterstützt hat", sagte Bundestrainer Wolfgang Ruser, der zum Jahresende in den Ruhestand geht: "Das war mein letztes Rennen, und dann so ein Abschluss. Das ist einfach nur großartig."
Im U23-Rennen der Frauen siegte die Spanierin Paula Blasi, als beste Deutsche erreichte Linda Riedmann aus Würzburg nach 85,7 km das Ziel als Fünfte. Bei den Juniorinnen machte Paula Ostiz (18/Spanien) eine gute Woche nach ihrem WM-Triumph auch den EM-Titel perfekt. Magdalena Leis war mit Rang 13 die beste Starterin von German Cycling nach 62,9 km.
"Eisbären-Hockey gespielt": Meister erkämpft Ende der Pleitenserie
Die Eisbären Berlin haben ihre Pleitenserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dank Frederik Tiffels beendet. Nach vier Niederlagen in Folge gewann der Meister bei den Augsburger Panthern durch einen Doppelschlag des Nationalstürmers mit 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung.
"Es war sehr schwer im dritten Drittel. Irgendwann haben wir dann den Switch gefunden und Eisbären-Eishockey gespielt", sagte Matchwinner Tiffels bei MagentaSport. Berlin hatte letztmals in der Saison 2022/23 vier Pleiten in Folge kassiert.
"Wir wissen ja, was wir für Qualität im Kader haben. Wir müssen es nur aufs Eis bringen", hatte Verteidiger Eric Mik vor dem Spiel erklärt und prompt den Führungstreffer folgen lassen (18.). Patrick Khodorenko erhöhte (21.) für die Eisbären, doch Cody Kunyk (33.) und Donald Busdeker (40.) sorgten noch im Mitteldrittel für den Ausgleich.
Florian Elias (54.) brachte Augsburg in der Schlussphase im Powerplay erstmals nach vorn, Eisbären-Trainer Serge Aubin nahm wenig später Torhüter Jake Hildebrand vom Eis - und wurde belohnt. Tiffels traf zum 3:3 (59.), sorgte für die Overtime und schlug nach sechs Sekunden nochmals zu (61.).
"Deswegen mögen ihn die Leute so arg": Ex-Bundestrainer feiert Thomas Müller
Thomas Müller spielte 131 Mal für Deutschland, erst jüngst machte sich die Legende des FC Bayern mit dem Gewinn des kanadischen Pokals zum erfolgreichsten deutschen Titelsammler. Der Weltmeister von 2014 spielt inzwischen für die Vancouver Whitecaps und die Fans in Nordamerika liegen ihm schon zu Füßen. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann weiß auch, warum: "Er ist direkt, er ist geradeaus, er weiß, was er will. Er gibt immer das und hat auch überhaupt keine Allüren. Er stellt sich nicht über andere und lebt nicht in der Vergangenheit", schwärmt der ehemalige Torjäger im Gespräch mit RTL/ntv. "Er lebt nicht von dem, was er beim FC Bayern gemacht hat, so grandios wie all die Jahre auch waren. Sondern er sagt: Ich muss mich hier wieder neu beweisen, ich muss mich neu zeigen, ich muss Tore machen, Tore vorbereiten. Das, was ich am besten kann. Und auf das konzentriert er sich. Und deswegen mögen ihn die Leute auch so arg."
Sportlich ist Müller, der mit dem FC Bayern 13 Mal deutscher Meister geworden war, sofort in der MLS angekommen: In vier Spielen erzielte er vier Tore. Klinsmann, der dem damals 18-Jährigen im August 2008 zu seinem Bundesliga-Debüt für den FC Bayern verholfen hatte, überrascht das keineswegs: "Einfach phänomenal, so wie er es immer gemacht hat. Also er ist ja einer, der sich immer im obersten Level messen lässt. Und er kam hierher, ohne irgendwelche Erwartungen und hat sofort alle überzeugt", sagte Klinsmann RTL/ntv. "Mit seiner Art und Weise, weil er einfach ein lustiger Kerl ist und immer die Dinge sofort anpackt. Aber natürlich auch mit seiner Spielweise. Er hat sich sofort eingefunden bei der Mannschaft, hat seinen Platz gefunden, macht die Tore, bereitet die Tore vor. Vancouver ist einer der Favoriten auf den Meisterschaftstitel in den USA dieses Jahr. Das wäre natürlich eine Wahnsinnsgeschichte, wenn er gleich im ersten halben Jahr, wo er da ist, sofort auch Meister werden würde. Ihm wäre es zu gönnen."
Wieder Ärger für Flick: Barça-Star fällt erneut aus
Starspieler Lamine Yamal wird dem FC Barcelona mit Leistenproblemen vorerst erneut fehlen. Das gab der spanische Fußball-Meister heute bekannt. Demnach seien die Schmerzen im Schambereich, wegen denen Yamal schon nach der Länderspielpause im September aussetzen musste, nach dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain (1:2) wieder aufgetreten. Yamal, der gegen PSG erstmals seit August wieder in der Startelf stand, werde erneut "zwei bis drei Wochen" pausieren müssen.
Der 18-Jährige wird damit das La-Liga-Auswärtsspiel der Katalanen am Sonntag beim FC Sevilla und auch die WM-Qualifikationsspiele mit Spanien gegen Georgien und Bulgarien verpassen. In Gefahr ist zudem der Clásico am 26. Oktober gegen Real Madrid.
Barça-Trainer Hansi Flick hatte schon im September verärgert auf den Ausfall seines Jungstars reagiert und dabei Nationaltrainer Luis de la Fuente kritisiert. Dieser hatte Yamal damals trotz Schmerzen berufen und ihm trotz deutlicher Siege lange Einsatzzeiten gegeben. "Das ist keine Rücksichtnahme auf die Spieler", sagte Flick, der zudem seinen Austausch mit de la Fuente bemängelte: "Vielleicht liegt es einfach daran, dass mein Spanisch nicht gut ist und sein Englisch nicht gut. Die Kommunikation könnte besser sein."
Schwere Verletzung bringt Weltmeisterin Angst und Ungewissheit
Ski-Weltmeisterin Federica Brignone hat nach ihrer schweren Verletzung offen über tiefe Ängste gesprochen. Die italienische Gesamtweltcupsiegerin berichtete, es sei nach ihrem Unfall im April ungewiss gewesen, ob sie "jemals wieder richtig laufen oder Ski fahren" würde können. Brignone hatte bei den nationalen Meisterschaften einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie ein Kreuzbandriss erlitten.
Ob sie im kommenden Winter mit dem Höhepunkt der Olympischen Spiele in ihrer Heimat überhaupt starten könne, sei weiter unklar. "Ich bin noch nicht bereit zu fahren", sagte die 35-Jährige bei einer Pressekonferenz in Frankreich. Eine zweite Operation im Juli sollte ihre Genesung beschleunigen, doch der Weg zurück ist lang. "Ich habe versucht zu joggen, aber ich schaffe nicht mal zehn Minuten", berichtete sie. Schmerzen begleiteten sie täglich. Trotzdem arbeitet Brignone hart an ihrem Comeback - mit einem großen Ziel: ihre "Heimspiele" 2026. "Ich will alles geben, damit ich nichts bereuen muss", sagte sie.
"Dann läuft irgendwas falsch": DFB-Legenden äußern sich zu Wirtz' Problemen
Die beiden deutschen Fußball-Idole Oliver Kahn und Stefan Effenberg haben Nationalspieler Florian Wirtz nach dessen Anlaufschwierigkeiten beim FC Liverpool den Rücken gestärkt. "Das ist nun die größte Herausforderung in seiner bisherigen Karriere", schrieb Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal "t-online". "Sportlich ging es für ihn bisher stets steil aufwärts - nun aber eben nicht mehr. Diese Zeit kann und muss für Wirtz enorm lehrreich sein", fügte der 57-Jährige hinzu.
An dieser Krise werde er wachsen, urteilte Effenberg. "Wenn er die richtigen Schlüsse zieht, kann er endgültig in die absolute Weltklasse vordringen", schrieb er weiter. Wirtz war im Sommer für eine Summe von bis zu 150 Millionen Euro von Bayer 04 Leverkusen nach England gewechselt. Bislang ist Wirtz noch ohne Tor, in sechs Ligaspielen gelang ihm auch noch keine Vorlage.
Oliver Kahn sieht die Startprobleme des Kreativspielers keineswegs besorgniserregend. "Wenn wir anfangen, jetzt schon den Stab zu brechen über einen so großartigen Spieler - Leute, dann läuft doch irgendwas falsch langsam", sagte der frühere Nationaltorwart und Kapitän des FC Bayern in der Sky-Sendung "Triple - der Hagedorn Fußballtalk".
Hanfmann kämpft sich zum Sensationssieg, jetzt gegen den Giganten
Der deutsche Tennisprofi Yannick Hanfmann hat beim ATP-Masters-Turnier in Shanghai überraschend gegen den favorisierten US-Amerikaner Frances Tiafoe gewonnen. In der zweiten Runde besiegte der stark aufspielende 33-Jährige den Weltranglisten-28. mit 6:7, 6:2, 6:1.
In der nächsten Runde wartet auf den Karlsruher der 24-malige Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic. Der 38 Jahre alte Serbe besiegte im Duell der Tennis-Routiniers den 37-jährigen Kroaten Marin Cilic mit 7:6 (7:2), 6:4.
Am Samstag stehen die Deutschen im Fokus. Der gebürtige Hamburger Alexander Zverev trifft auf den Franzosen Valentin Royer. Daniel Altmaier bekommt es mit keinem Geringeren als Superstar Jannik Sinner zu tun, der als Titelverteidiger in Shanghai antritt.
Tuchel lassen Promis kalt - auch Bellingham fehlt im Kader
Thomas Tuchel verzichtet für die kommenden Länderspiele gegen Wales und Lettland noch auf Englands Fußballer des Jahres Jude Bellingham. Der Star von Real Madrid stand nach seiner Schulteroperation für seinen Verein seit Mitte September wieder in vier Spielen auf dem Rasen, für einen Platz im 24-köpfigen Aufgebot der Nationalmannschaft reichte das aber noch nicht. Wieder dabei ist dafür der bei den vergangenen Länderspielen ebenfalls verletzt fehlende Bukayo Saka.
Angeführt wird der Kader von Bayern-Star Harry Kane, mit Verteidiger Jarell Quansah von Bayer Leverkusen steht ein weiterer Bundesliga-Legionär im Aufgebot. Nicht berücksichtigt wurden erneut prominente Namen wie Phil Foden oder Jack Grealish, Cole Palmer fällt verletzungsbedingt aus. Nach dem Testspiel gegen Wales am 9. Oktober können die Three Lions fünf Tage später in Lettland theoretisch bereits das WM-Ticket lösen. Derzeit ist England in der Qualifikation klarer Tabellenführer der Gruppe K.
Stellt FC Bayern einen Europa-Rekord auf?
Trainer Vincent Kompany vom deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München hat vor dem morgigen Topspiel bei Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) eine klare Warnung an seine Mannschaft gerichtet. Das Duell mit den Hessen sei "gefährlich", betonte der Coach: "Offensiv sind die sehr, sehr stark, sehr beeindruckend."
Aber, ergänzte Kompany vor der "spannenden Aufgabe" in Frankfurt, "wir schießen auch viel Tore. Ich weiß nicht, wer auf ein 0:0 wetten will." Er habe das Gefühl, dass es sein Team "immer besser macht, wenn die andere Mannschaft in einer guten Phase ist" - das erwarte er auch diesmal. Kompanys Münchner können mit dem zehnten Pflichtspielsieg in Serie einen Startrekord in Europas Top-Ligen aufstellen. Der Coach aber will nichts hören von den Lobhudeleien. "Wir sind entweder super - oder können gar nichts. In dieser Welt können wir nicht leben. Wichtig ist, dass wir immer zusammenbleiben. Auch in den schwierigen Zeiten. Dass wir nicht auf das schauen, was draußen gesagt wird über unsere Qualitäten."
McLaren-Duo schwächelt: Oldie düpiert die Topstars
Ex-Weltmeister Fernando Alonso hat im ersten Training der Formel 1 in Singapur die WM-Spitzenfahrer mit der schnellsten Runde düpiert. Der mit 44 Jahren älteste Pilot im Feld verwies den Ferrari-Fahrer Charles Leclerc auf Platz zwei. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass einer der Aston-Martin-Piloten eine Einheit als Erster beendete. Dritter wurde Titelverteidiger Max Verstappen im Red Bull.
Noch nicht so richtig in Fahrt kam das favorisierte McLaren-Duo. Der WM-Führende Oscar Piastri musste sich hinter Ferrari-Superstar Lewis Hamilton mit Rang fünf begnügen. Teamkollege Lando Norris wurde Sechster. Der Rheinländer Nico Hülkenberg kehrte als Zwölfter zurück in die Garage seines Sauber-Teams.
Nach zuletzt zwei Siegen von Verstappen könnte die WM doch wieder zu einem Dreikampf werden. Der viermalige Champion liegt im Gesamtklassement vor den verbleibenden sieben Saisonläufen 69 Punkte hinter Spitzenreiter Piastri und 44 Zähler hinter dem Zweiten Norris. Verstappen hat auf dem Marina Bay Street Circuit aber noch nie gewonnen.
"Absolut verrückt": Plötzlich spielt er gegen sein Idol
Die Spiele gegen sein Torwart-Idol Manuel Neuer waren für Keeper Nikola Vasilj vom FC St. Pauli etwas ganz Besonderes. "Das Gefühl war absolut verrückt, insbesondere das erste Spiel. Wenn ich daran zurückdenke … wow!", sagte der bosnische Nationaltorhüter dem "Hamburger Abendblatt". "Manchmal musste ich mich während des Spiels daran erinnern, fokussiert zu bleiben und mich nicht davon ablenken zu lassen, dass wir gegen Bayern und Manuel Neuer spielen."
Vasilj war 2021 zum damaligen Hamburger Fußball-Zweitligisten gewechselt und hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg 2024. Mittlerweile zählt er zu den besten Bundesliga-Torhütern. In der vergangenen Saison spielte er mit dem Kiezclub erstmals gegen Neuers Bayern München (0:1 in Hamburg/2:3 in München). Man gewöhne sich auch daran. "Wir haben nach dem Spiel Trikots getauscht", erzählte der 29-Jährige weiter. "Nach meiner Karriere werde ich dieses Trikot zu Hause an einem besonderen Ort aufhängen."
Trotz "Hangover der Erschöpfung": Welt- und Europameister macht die großen Würfe
Ohne den Scharfschützen wäre es für die Bayern kompliziert geworden, daran ließ Gordon Herbert keinen Zweifel. "Andi Obst hat das Spiel für uns geöffnet. Schon in der ersten Halbzeit hat er wirklich große Würfe getroffen, da hätten wir zehn, zwölf Punkte zurückliegen können", sagte der Trainer über seinen Topscorer. Beim 97:88 (50:55) im ersten Heimspiel der neuen EuroLeague-Saison gegen Roter Stern Belgrad hatte der Welt- und Europameister für die Münchner Basketballer mit neun Dreiern geglänzt.
"Ich lasse das Spiel auf mich zukommen und bin bereit, jederzeit zu werfen. Ich mag es, diese Würfe zu nehmen, und die Mitspieler vertrauen mir", sagte Matchwinner Obst, der im ausverkauften SAP Garden (11.500 Fans) 31 Punkte verbuchte. Für den Sieg sei aber "eine Mannschaftsleistung" nötig gewesen, "in der zweiten Halbzeit haben wir uns defensiv verbessert. 55 Punkte zur Hälfte waren zu viel." Und doch war Andreas Obst der entscheidende Faktor. "Er hat uns das Momentum gegeben", betonte Weltmeistercoach Herbert. So kurz nach der erfolgreichen EM hätten die deutschen Nationalspieler allerdings "eine Art Hangover der Erschöpfung" gehabt, "denn sie hatten so viel Druck, Druck, Druck - und dann ist es vorbei."
"Spiel auf Leben und Tod": Titeltraum des legendären Teams lebt
Aufatmen bei den New York Yankees - die Hoffnung auf ein Ende ihrer Titel-Durststrecke in der MLB lebt weiter. Das legendäre Baseball-Team aus der Bronx gewann das entscheidende Spiel drei in der Wildcard-Serie gegen den Erzrivalen Boston Red Sox mit 4:0 und darf weiter vom ersten World-Series-Titel seit 2009 träumen. Die Yankees hatten in der Best-of-three-Serie mit 0:1 zurückgelegen und dann zwei Spiele hintereinander gewonnen.
"Es war ein Spiel auf Leben und Tod. Ich bin einfach froh, dem Team zum Sieg und zum Weiterkommen nach Toronto geholfen zu haben", sagte der gefeierte Rookie-Pitcher Cam Schlittler, nachdem er zwölf gegnerische Spieler ausgeschlagen hatte. Die Yankees, die in der letzten World Series gegen die Los Angeles Dodgers verloren hatten, treffen in den Playoffs ab Samstag nun auf die Toronto Blue Jays.
Weltmeister "noch weit weg vom Perfekten" - aber bald Lichtgestalt?
Ex-Zehnkämpfer und TV-Experte Frank Busemann traut Weltmeister Leo Neugebauer noch viele weitere Erfolge zu. "Er ist körperlich in einer ganz anderen Liga. Wenn man ihn sieht, dann merkt man: Er ist noch weit weg vom Perfekten", sagte Busemann bei web.de. "Der ist noch lange nicht fertig. Er ist kurz davor, eine Lichtgestalt zu werden."
Neugebauer gewann vor rund eineinhalb Wochen bei der Leichtathletik-WM in Tokio die Goldmedaille. Für den 25-Jährigen war es der erste große Titel. Der in den USA lebende und für den VfB Stuttgart startende Mehrkämpfer hatte im vergangenen Jahr den deutschen Uralt-Rekord von Jürgen Hingsen auf 8.961 Punkte verbessert. Zudem bejubelte er bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 Silber. In Tokio folgte der ganz große Coup. Busemann hofft, dass Neugebauer etwas in der deutschen Leichtathletik bewegen kann. "Jede Sportart braucht Lichtgestalten. Und die müssen mit Leistung und mit Persönlichkeit überzeugen. Beides bringt er mit. Deswegen hat er die Kraft, die Leichtathletik über ihre eigenen Grenzen hinaus attraktiv zu machen", sagte er.
Deutscher triumphiert in der "Sauna von Shanghai"
Heroisch in der Hitzeschlacht: Davis-Cup-Spieler Yannick Hanfmann hat beim ATP-Masters in Shanghai dank einer starken Energieleistung überraschend die dritte Runde erreicht. Der Karlsruher besiegte den an Position 25 gesetzten Frances Tiafoe aus den USA mit 6:7 (9:11), 6:2, 6:1 und trifft beim mit 9,2 Millionen Dollar dotierten Turnier in China nun auf Novak Djokovic oder Marin Cilic.
In der "Sauna von Shanghai" lieferten sich Hanfmann und Tiafoe ein kräftezehrendes Duell - das der Deutsche mit ganz viel Willen und Energie für sich entschied. Der Weltranglisten-150. ließ sich bei Temperaturen an die 30 Grad und einer enormen Luftfeuchtigkeit auch von einem Satzrückstand nicht entmutigen und verwandelte nach 2:50 Stunden den ersten Matchball - mit seinem 21. Ass.
DFB-Ausbootung: "Klar war ich enttäuscht"
Fußball-Nationalspieler Maximilian Mittelstädt will sich nach der Nicht-Berücksichtigung für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele wieder mit Leistung aufdrängen. "Ja, klar war ich enttäuscht. Das ist normal. Ich war jetzt die letzten anderthalb Jahre eigentlich immer dabei", sagte der Linksverteidiger nach dem Europa-League-Spiel mit dem VfB Stuttgart beim FC Basel (0:2) über die Tatsache, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Luxemburg und in Nordirland (10. und 13. Oktober) auf ihn verzichtet.
Nagelsmann habe ihm die Entscheidung "in einem persönlichen Gespräch" mitgeteilt, ergänzte Mittelstädt: "Ich sehe es jetzt als meine Aufgabe, in den nächsten Wochen Gas zu geben, in meine beste Form zu kommen, viele Spiele zu machen. Und wir müssen zusehen, dass wir mit dem VfB gute Spiele hinlegen, viele gewinnen, in den Flow kommen." Sollte das klappen, sei er "dann irgendwann hoffentlich wieder dabei".
Nach Schrott und Gepäckchaos fehlt Winzigkeit für WM-Medaille
Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk ist um 0,39 Sekunden an WM-Bronze vorbeigepaddelt. Die 33-Jährige vom KSV Bad Kreuznach legte auf der Olympia-Strecke von Sydney im Kajak einen fehlerfreien Finallauf hin, doch auf den dritten Platz und die Australierin Kate Eckardt fehlte eine Winzigkeit. Gold bei der Kanuslalom-Weltmeisterschaft holte wie schon im Canadier-Boot die Polin Klaudia Zwolinska vor der Britin Kimberley Woods.
"Das ärgert mich schon, Platz vier ist knapp daneben. Es war kein perfekter Lauf, zwei Sekunden ohne Risiko wären noch drin gewesen", sagte Funk, die 2021 in Bratislava und 2022 in Augsburg WM-Gold holte. Nach WM-Silber im Teamwettbewerb mit Elena Lilik und Emily Apel hat sie nun noch eine Titel-Chance im Kajak-Cross. In der WM-Vorbereitung war Funk ihr Paddel Nummer eins kaputtgegangen. Bei ihrem Vater hatte sie daraufhin ein neues bestellt, das erst verspätet am vergangenen Mittwoch eintraf. Nach einigem Flugchaos war das als Sperrgepäck aufgegebene Sportgerät tagelang nicht aufgetaucht. Letztlich erreichte sie mit dem Paddel von Olympia in Paris das Halbfinale, wo sie am Freitag mit einem Torstangenfehler die siebtbeste Zeit schaffte.
Notbesetzung reicht: Underdog siegt im Kalifornien-Duell
Mit einer Notbesetzung haben die San Francisco 49ers überraschend das Kalifornien-Duell der NFL bei den Los Angeles Rams gewonnen. Ohne Stamm-Quarterback Brock Purdy und eine Reihe weiterer Stars entschieden die Gäste die spannende Football-Partie im SoFi-Stadium mit 26:23 in der Verlängerung für sich. Für die 49ers war es im fünften Saisonspiel der vierte Sieg, die favorisierten Rams mussten bereits die zweite Niederlage hinnehmen.
Kicker Eddy Piñeiro erzielte in der Overtime die letztlich entscheidenden Punkte für San Francisco, obwohl sein Schuss aus 41 Yards noch das Gestänge berührte. Im Anschluss stoppten die 49ers den finalen Angriffszug der Hausherren. Ersatz-Quarterback Mac Jones zeigte bei den Gästen eine starke Leistung, warf 342 Yards und zwei Touchdowns. Allerdings zog er sich während der Partie eine Beinverletzung zu und beendete den Abend unter Schmerzen. Sein Gegenüber Matthew Stafford überzeugte zwar mit 389 Pass-Yards und drei Würfen zu Touchdowns, aber insgesamt leistete sich Los Angeles zu viele Fehler.
Liverpool muss wochenlang auf Top-Star verzichten
Schon direkt nach dem unerfreulichen Spiel gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League (0:1) hatte Liverpools Trainer Arne Slot weitere Sorgen als nur die Pleite. Er rechne mit "dem Schlimmsten" hatte er über die verletzungsbedingte Auswechslung seines Torhüters Alisson Becker gesagt. "Wenn ein Spieler von mir am Boden liegt, befürchte ich in neun von zehn Fällen das Schlimmste - und mit 'dem Schlimmsten' meine ich, dass er nicht weiterspielen kann." Nun ist klar: Der brasilianische Nationalspieler wird wohl sechs Wochen lang fehlen. Das ergaben Untersuchungen, berichtet die "Daily Mail".
Das bedeutet, dass Becker gegen den FC Chelsea sicher fehlen wird. Womöglich kommt der georgische Nationaltorhüter Giorgi Mamardashvili zu seinem Premier-League-Debüt. Auch gegen Manchester United und in der Champions League gegen Real Madrid am 4. November könnte Becker noch fehlen.
Amiri kündigt an: "Um mein Leben kämpfen"
Nadiem Amiri vom FSV Mainz 05 fühlt sich nach der erneuten Nominierung durch Bundestrainer Julian Nagelsmann für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft "brutal" geehrt. "Ich werde wieder alles geben, um mein Leben kämpfen, um mein Leben spielen", sagte der Mittelfeldspieler nach dem 1:0 zum Auftakt der Ligaphase in der Conference League bei Omonia Nikosia. Der 28-Jährige erzielte auf Zypern mit einem verwandelten Foulelfmeter den Mainzer Siegtreffer (75. Minute). Schon seit Monaten präsentiert sich Amiri beim FSV in Topform.
In der vergangenen Länderspielphase beim 3:1 in der WM-Qualifikation gegen Nordirland gelang ihm sein erstes Länderspieltor. Am Donnerstag wurde er für die Qualifikationsspiele gegen Luxemburg am 10. Oktober in Sinsheim sowie in Nordirland am 13. Oktober erneut in den Kader berufen. Er freue sich "extrem, wieder dabei zu sein", sagte Amiri bei RTL+.
"Legendär": Dieses WM-Detail verzückt FIFA-Boss
Ahornblatt, Adler und Sterne: Der Fußball-Weltverband FIFA hat für die Weltmeisterschaft 2026 den offiziellen Spielball Trionda präsentiert. Der Name bedeutet aus dem Spanischen übersetzt "drei Wellen", das Design ist angelehnt an die Gastgeberländer des erstmals in drei Staaten ausgetragenen Turniers.
"Ein echter Blickfang", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino: "Mit Freude und Stolz präsentiere ich Trionda. Adidas hat einen weiteren legendären WM-Ball entworfen, dessen Design die Geschlossenheit und Begeisterung der nächstjährigen WM-Gastgeber Kanada, Mexiko und USA verkörpert. Ich kann es kaum erwarten, bis dieser schöne Ball im Netz zappelt." Der Ball verfüge über einen 500-Hz-Bewegungssensor, der jede Ballbewegung genau aufzeichnet. Die Technologie sende in Echtzeit präzise Daten an die Video-Schiedsrichterassistenten und unterstütze die Schiedsrichter damit bei Entscheidungen wie beispielsweise Abseits. Trionda garantiere zudem "eine optimale Flugstabilität" und sorge mit aufgeprägten Symbolen "für besseren Halt bei Schüssen oder Dribblings bei nassen oder feuchten Verhältnissen".
"Das harte Profigeschäft": Ex-Star findet auch etwas Gutes an Wirtz-Krise
Oliver Kahn sieht die Anlaufschwierigkeiten von Fußball-Nationalspieler Florian Wirtz beim FC Liverpool keineswegs besorgniserregend. "Wenn wir anfangen, jetzt schon den Stab zu brechen über einen so großartigen Spieler - Leute, dann läuft doch irgendwas falsch langsam", sagte der frühere Nationaltorwart und Kapitän des FC Bayern in der Sky-Sendung "Triple - der Hagedorn Fußballtalk".
Dass der Ex-Leverkusener Wirtz auch aufgrund der enorm hohen Ablöse von bis zu 150 Millionen Euro in England bereits in der Kritik steht, müsse dieser aushalten, meinte Kahn: "Das ist eben das harte Profigeschäft, und in der Premier League weht eben nochmal ein ganz anderer Wind. Aber das ist gut für seine Entwicklung." Bislang ist der 22-jährige Wirtz noch ohne Tor für den englischen Meister. Kahn imponiert sehr, dass Wirtz die Herausforderung Premier League angenommen hat, statt in der Bundesliga zum ebenfalls interessierten FC Bayern zu wechseln. "Ich habe immer großen Respekt vor Spieler, die sagen: Ich gehe den ganz großen Schritt", sagte Kahn. Umstellungsprobleme seien dabei normal.