Mittwoch, 16. Juni 2021Der Sport-Tag

23:21 Uhr

Schummel-Schach-Sieg: So überlistet ein Milliardär einen Weltmeister

Ein Milliardär hat den früheren indischen Schachweltmeister Viswanathan Anand geschlagen - aber nur mit Schummelei am Computer. Das Spiel fand auf einer Online-Schachplattform statt und war Teil einer Corona- Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der Anand gegen verschiedene bekannte Persönlichkeiten spielte. Gegen alle gewann er - außer gegen den Milliardär Nikhil Kamath.

  • Doch der gestand auf Twitter, dass er geschummelt hat. Sekundanten und Computer hätten die Züge für ihn analysiert.
  • "Es ist lächerlich, dass so viele glauben, dass ich Vishy tatsächlich in einer Partie Schach besiegte, das ist fast als wenn ich aufgewacht wäre und ein 100-Meter-Rennen gegen Usain Bolt gewonnen hätte", schrieb er.
  • Das Konto von Kamath auf dem Schachserver wurde gesperrt - bis zu seinem Geständnis.
  • Der 51 Jahre alte Anand war von 2000 bis 2002 und nochmals von 2007 bis 2013 Weltmeister. Seither besitzt der Norweger Magnus Carlsen die Schach-Krone.
22:37 Uhr

"... und am Ende gewinnen immer" gilt nicht mehr

Die anhaltenden Rückschläge für die deutsche Nationalmannschaft bei großen Turnieren lassen das englische Fußball-Idol Gary Lineker an der Sinnhaftigkeit seines legendären Spruchs über die DFB-Auswahl zweifeln. "Ich denke, ich muss das alte Zitat wohl in Rente schicken", twitterte Lineker am Tag nach der 0:1-Auftaktniederlage der deutschen Elf bei der EM gegen Weltmeister Frankreich.

Es war die dritte DFB-Pleite in den vergangenen vier Turnierspielen. Seinen Kult-Spruch hatte Lineker nach dem dramatisch verlorenen WM-Halbfinale mit England gegen Deutschland (3:4 i.E.) geäußert. "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen", sagte er. Ist schon lange her.

22:05 Uhr

BVB-Handballerinnen zu 10.000 Euro Strafe verurteilt

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund müssen für ihr verweigertes Antreten im Champions-League-Playoff gegen den französischen Vertreter Metz Handball eine Strafe von 10.000 Euro bezahlen. Das teilte die Europäische Handball-Föderation (EHF) mit.

Die Dortmunderinnen waren im März nicht angetreten, da die Austragung der Spiele nach Ansicht von Borussia-Vorstand Andreas Heiermann aufgrund der damaligen Corona-Lage "unverantwortlich" gewesen sei. Der deutsche Meister kann innerhalb der nächsten sieben Tage Berufung einlegen.

21:48 Uhr

Die Ära Ramos bei Real Madrid endet

Die Ära von Sergio Ramos beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist beendet. Die Königlichen gaben den Abschied des 35-Jährigen nach 16 Jahren bekannt.

Der frühere Welt- und Europameister wird demnach morgen zunächst von Real-Präsident Florentino Perez geehrt. Anschließend ist eine Pressekonferenz des Abwehrspielers geplant.

21:37 Uhr

Autobombe in Rom kurz vor EM-Spiel entschärft

Diese Meldung überschattet das EM-Spiel zwischen Italien und der Schweiz. Wenige Stunden vor Anpfiff wird in Rom eine Autobombe entdeckt. Virginia Raggi, Roms Bürgermeisterin spricht bei Twitter von einer "sehr ernsten Sache".

  • Der "Corriere della Sera" berichtet, dass die Autobombe wurde im Stadtteil Prati aufgefunden wurde, nur wenige Kilometer vom Stadion entfernt.
  • Gegen 17:40 Uhr sei die Polizeizentrale über ein Auto mit verdächtigen Drähten in der "Via Tito Spiri" informiert worden. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits viele EM-Fans auf den Straßen.
  • Bei der Bombe soll es sich um eine Vorrichtung mit Schießpulver und Bolzen gehandelt haben, die an einem Smart befestigt war.
  • Die Ermittlungen laufen. Ersten Hinweisen zufolge gehört das Auto einem Lokalpolitiker: Marco Andre Doria, dem Chef der Behörde für die Sanierung von Parks und historischen Villen. Dem "Corriere dello Sport" zufolge soll es sich um eine Privatfehde handeln.
21:10 Uhr

"Noch geduldig sein": Klose meldet sich nach Thrombose-Erkrankung

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(Foto: imago images/Philippe Ruiz)

Der Schreck war groß: Miroslav Klose hat eine Thrombose. Der 43-jährige WM-Rekordtorschütze musste gleich mehrere Gänge herunterschalten. Fußball spielen darf er immer noch nicht, aber: "Es geht mir Gott sei Dank schon wieder richtig gut! Die Therapie und Medikamente haben eigentlich sofort angeschlagen, sodass der Heilungsprozess sehr gut verläuft." Das sagte er der "Bild".

  • Und weiter: "Der Fahrplan der Ärzte sieht grob so aus, dass ich noch fünf bis sieben Wochen geduldig sein und mit leicht angezogener Handbremse den Alltag bewerkstelligen muss, um kein unnötiges Risiko einzugehen."
  • Das EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich besuchte er sogar schon wieder im Münchner Stadion, gemeinsam mit seinen Söhnen.
  • Klose hat kürzlich seinen Abschied vom FC Bayern erklärt. Er möchte nach seiner Assistenztrainer-Zeit bei Hansi Flick nun selbst Chef werden. Wo, ist noch offen.
20:58 Uhr

Keine Top 100, aber Wimbledon mehrfach gewonnen: Wildcards für große Tennisprofis

Die früheren Champions Andy Murray und Venus Williams bekommen Wildcards für das Rasen-Highlight in Wimbledon (ab 28. Juni). Das gab der ausrichtende All England Club bekannt. Der zweimalige Sieger Murray (34) und die fünfmalige Siegerin Williams (40) gehören nicht mehr den Top 100 der Weltranglisten an.

Der Schotte Murray hatte 2013 den Wimbledonfluch gebrochen und als erster Brite nach 77 Jahren das Grand-Slam-Turnier im Südwesten Londons gewonnen. 2016 wiederholte er seinen Triumph.

Venus Williams (USA) holte fünf ihrer insgesamt sieben Grand-Slam-Trophäen in Wimbledon in den Jahren 2000, 2001, 2005, 2007 und 2008. Nach achtjähriger Abstinenz stand sie zudem 2017 wieder im Endspiel, das sie gegen die Spanierin Garbine Muguruza verlor.

20:09 Uhr

Premier League gibt Guardiola ein Monsterprogramm vor

Die kommende Fußball-Saison in der englischen Premier League beginnt am 14. August mit einem Auswärtsspiel für den Meister Manchester City bei Tottenham Hotspur. Die Liga gab heute den Spielplan für die Saison 2021/22 bekannt. Noch ist unklar, wie viele Zuschauer dann in den englischen Stadien zugelassen werden. Ziel sei die volle Auslastung, teilte die Premier League mit.

Bereits in den ersten Wochen der neuen Spielzeit kommt es zu mehreren Begegnungen der sogenannten "Big Six". Im September empfängt Arsenal den Lokalrivalen Tottenham. Meister City hat einen besonders anspruchsvollen Auftakt. Die ersten vier Auswärtsspiele bestreitet die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola bei Tottenham, Pokalsieger Leicester, Chelsea und Liverpool.

Zum deutschen Trainer-Duell kommt es, wenn Jürgen Klopp mit seinem FC Liverpool bei Aufsteiger Norwich City mit Daniel Farke antritt, beide waren früher bei Borussia Dortmund tätig.

19:23 Uhr

Belgien bekommt gleich zwei Stars zurück ins EM-Team

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft kann in ihrem zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft wieder auf Topstar Kevin De Bruyne zurückgreifen. "Bis auf Timothy Castagne sind alle Spieler verfügbar. Wir können auf alle anderen 25 Spieler zurückgreifen", sagte Trainer Roberto Martinez auf der Pressekonferenz.

  • Auch der Dortmunder Axel Witsel wird damit morgen gegen Dänemark (18 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) erwartungsgemäß in den Kader zurückkehren.
  • "Wir haben nun zwei Spiele in fünf Tagen. Kevin wird seine Minuten bekommen, aber wir müssen ihn langsam aufbauen", führte Martinez aus. Gleiches gelte für Witsel.
  • De Bruyne hatte im Champions-League-Finale einen Augenhöhlen- und Nasenbeinbruch erlitten und deshalb das erste Gruppenspiel gegen Russland (3:0) noch verpasst.
  • Für Witsel wäre es der erste Einsatz nach seinem Achillessehnenriss vom 9. Januar.
19:02 Uhr

Millionen gestundet: Köln muss fürs Stadion deutlich weniger bezahlen

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In Köln siegte jüngst der VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale der Frauen über Eintracht Frankfurt.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Der finanziell angeschlagene Fußball-Bundesligist 1. FC Köln bekommt Hilfe von der Stadt. Der Traditionsklub darf sich über eine Reduktion der Pacht für das Rheinenergie-Stadion freuen. Die Entscheidung gilt rückwirkend ab Beginn der Pandemie im März 2020 und auch für die kommende Saison, solange Zuschauer ausgeschlossen bleiben.

"Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Spiele in dieser Zeit ohne Publikum stattfinden mussten", teilte das Büro der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit. Die Pacht werde für die beiden Jahre um 50 Prozent reduziert, die Betriebskostenpauschale um 15 Prozent.

Die Pacht für das Stadion beträgt pro Jahr in der Bundesliga regulär 7,895 Millionen Euro netto. Hinzu kommt eine Betriebskostenpauschale in Höhe von netto 1,525 Millionen Euro (Saison 2019/20) beziehungsweise 1,575 Millionen Euro (2020/21).

18:35 Uhr

So bewertet die UEFA Rüdigers "Knabber-Attacke"

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat nach seinem Knabber-Angriff auf den französischen Star Paul Pogba Reue gezeigt. "Da darf ich mit dem Mund nicht so an seinen Rücken hingehen - gar keine Frage. Das sieht unglücklich aus", sagte der 28-Jährige nach dem 0:1 der DFB-Auswahl im EM-Auftaktspiel gegen den Weltmeister.

  • Mit einer Sanktion durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) muss Rüdiger nicht rechnen. Der Verband teilte nach Ansicht der Fernsehbilder am Mittwoch mit, "kein Disziplinarverfahren" zu eröffnen.
  • Schon Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande aus Spanien habe zu ihm gesagt, "dass er mich bestraft hätte, wenn es für ihn eine Tätlichkeit gewesen wäre", sagte Rüdiger.
18:00 Uhr

"Eigentlicher Provokateur kommt ungeschoren davon": Österreich meckert über Arnautovic-Sperre

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(Foto: Pool via REUTERS)

Der österreichische Verbandspräsident Leo Windtner hat die Sperre für Marko Arnautovic heftig kritisiert. Von einer Berufung sah der Verband zwar ab. "Es ist aber schwer zu verstehen, dass der eigentliche Provokateur Alioski komplett ungeschoren davonkommt und nur unser Spieler gesperrt worden ist", sagte Windtner der Nachrichtenagentur APA.

  • Arnautovic war nach seinem beleidigendem Jubel im Anschluss an seinen Siegtreffer beim 3:1 gegen Nordmazedonien von der UEFA für ein Spiel gesperrt worden und fehlt damit morgen dem Team Austria (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in Amsterdam im Spitzenspiel der Gruppe C.
  • Windtner erwartet nun, dass das österreichische Team auch für den gesperrten Arnautovic spielen wird. "Es gab hier den Schulterschluss", sagte der Verbandsboss. "Ich glaube auch, dass es in der Mannschaft die Reaktion geben wird: Jetzt erst recht, rücken wir noch mehr zusammen."
17:24 Uhr

Nationaltrainer verrät, wie Eriksen das zweite Spiel seiner Dänen verfolgt

Dänemarks Nationalspieler Christian Eriksen wird sein Team morgen Abend beim zweiten EM-Spiel gegen Belgien vom Krankenhaus aus unterstützen. "Das Krankenhaus ist in der Nähe des Parken Stadions, wahrscheinlich wird er also auch den Lärm hören. Ich denke, er wird sein Nationaltrikot anziehen und sich das Spiel ansehen", sagte Trainer Kasper Hjulmand bei der Pressekonferenz zu der Partie (Donnerstag, 18 Uhr/ZDF, Magenta TV und im Liveticker bei ntv.de).

Der 29 Jahre alte Eriksen war am vergangenen Samstag während des ersten EM-Spiels der Dänen gegen Finnland (0:1) auf dem Spielfeld zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Er liegt seit jenem Abend im Krankenhaus, sein Zustand ist nach Angaben des dänischen Verbands "stabil und gut". Um das Krankenhaus zu verlassen oder sich sogar ein EM-Spiel im Stadion anzuschauen, ist es aber noch zu früh.

16:48 Uhr

"Zeit, ihm den Kopf abzuschneiden": Fury und Wilder liefern sich kurioses Duell

WBC-Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury (32) und Deontay Wilder (35) haben sich auf der Pressekonferenz vor ihrem dritten Kampf am 24. Juli in Las Vegas einen kuriosen Schlagabtausch geleistet. Während der britische Titelträger halbnackt die Bühne betrat und seinen Gegner wie gewohnt verbal attackierte, verstummte Wilder nach einer kurzen Kampfansage. "Genug gesagt. Es ist Zeit, ihm seinen Kopf abzuschneiden", sagte Wilder, der nach dem Unentschieden im ersten Duell das Rematch im Februar 2020 durch einen technischen K.o. verlor: "Am Kampftag wird Blut vergossen." Es blieben Wilders einzige Worte, nach der Ansage setzte er seine Kopfhörer auf und schaltete ab.

Fury nahm die Aktion seines Gegners gelassen. "Ich visiere einen schnellen Knockout an", betonte Fury: "Ich glaube nicht, dass er mental, physisch und emotional in diesen Kampf involviert ist. Ich denke, er macht es aus den falschen Gründen." Zudem präsentierte Fury vor dem Aufeinandertreffen in Las Vegas einen Anzug, der mit Szenen aus dem letzten Kampf bebildert war. Auch beim abschließenden "Face-off" behielt Fury die Oberhand. Nach über sechs Minuten Blickkontakt und mehreren Aufforderungen, für das letzte Foto nochmals in die Kamera zu blicken, schlich Wilder von der Bühne.

16:11 Uhr

Giro-Sieger Bernal macht dem Papst gleich zwei Geschenke

Ein Fahrrad und ein rosa Trikot für Papst Franziskus - diese Geschenke überreichte der kolumbianische Radstar Egan Bernal dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Die Audienz sei "die schönste Erfahrung meines Lebens", sagte Bernal nach dem Treffen in der Vatikanstadt: "Ich habe ihm gesagt, dass es eine Ehre für mich ist, hier zu sein."

Das eigens für den Papst bemalte Fahrrad sowie das Trikot von Bernals Team Ineos habe der Giro-Gewinner im Namen aller Kolumbianer mitgebracht, "die im Moment einen Segen von ihm brauchen." Die Anwesenheit von Franziskus sei "wirklich unglaublich und ich bin sehr glücklich über diesen Moment, den ich da erlebt habe", sagte Bernal.

15:46 Uhr

Video zeigt gefährliche Gleitschirm-Aktion hautnah

Bereits bevor der Ball rollt, geht ein Raunen durch die Arena in München. Die Zuschauer wollen den deutschen EM-Auftakt gegen Frankreich verfolgen, als ein Aktivist von Greenpeace an einem Gleitschirm durch das Stadion rauscht. "Playboy"-Chefredakteur Florian Boitin filmt die irre Szene.

14:47 Uhr

Nach Eklat bei Vorbereitung: Rudy löst Vertrag bei Schalke 04 auf

Sebastian Rudy und Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 haben sich endgültig auf eine Trennung geeinigt. Wie der Revierklub bekanntgab, wird der bis zum 30. Juni 2022 datierte Vertrag mit dem 31-Jährigen vorzeitig aufgelöst. Rudy, der 29 A-Länderspiele für die DFB-Elf absolviert hat, kam 2018 für etwa 16 Millionen Euro vom FC Bayern München zu Schalke und wurde insgesamt zweimal zur TSG Hoffenheim verliehen. Dort kam er in der abgelaufenen Saison zuletzt auf 32 Pflichtspiele. Für Schalke lief Rudy in insgesamt 30 Pflichtspielen auf.

"Nach dem ereignisreichen Montag haben wir noch einmal ausführlich gesprochen und sind nun sehr froh, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden konnten, die den Klub wirtschaftlich deutlich entlastet. Sebastian wiederum erhält die Chance auf einen Neuanfang bei einem anderen Verein. Wir wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute", erklärte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder. Rudy nicht zum vorgeschriebenen Corona-Test vor dem Vorbereitungsstart der Knappen erschienen und hatte für Ärger gesorgt.

14:03 Uhr

Vermerk auf UEFA-Seite: Arnautovic offenbar hart bestraft

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(Foto: Screenshot: uefa.com/uefaeuro-2020/teams/8--austria/squad/)

Eine offizielle Meldung gibt's noch nicht, aber die offizielle Seite der UEFA zur EM vermeldet es allem Anschein nach schon. Marko Arnautovic ist offenbar aufgrund seines Verhaltens im österreichen Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) suspendiert worden. So steht es zumindest auf "uefa.com" hinter seinem Namen. Damit würde der Stürmer mindestens das zweite Spiel Österreichs gegen die Niederlande am morgigen Donnerstag (21 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) verpassen.

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13:55 Uhr

Kohlschreiber erreicht zweite Runde von Halle

Routinier Philipp Kohlschreiber kommt auf dem Weg nach Wimbledon immer besser in Form. Der 37 Jahre Augsburger erreichte in Halle erstmals seit über zwei Jahren wieder ein Viertelfinale auf der ATP-Tour, er bezwang den unbequemen Franzosen Corentin Moutet mit starkem Rasentennis 6:4, 7:6 (7:4). Im Kampf um sein siebtes Halbfinale in Ostwestfalen trifft der Turniersieger von 2011 auf den Weltranglistensiebten Andrej Rublew (Russland) oder Jordan Thompson (Australien).

Zuletzt hatte Kohlschreiber im Mai 2019 beim Heimspiel in München unter den letzten Acht eines ATP-Turniers gestanden. Schon bei den French Open in Paris überzeugte der langjährige Davis-Cup-Spieler mit seinem Drittrundeneinzug, unter anderem bezwang er überraschend den Australian-Open-Halbfinalisten Aslan Karazew. Am Rasen-Höhepunkt in Wimbledon (ab 28. Juni) wird Kohlschreiber bereits zum 16. Mal teilnehmen.

Und auch ein weiteres Highlight könnte für den früheren Top-20-Spieler in diesem Jahr noch anstehen, ein Start bei den Olympischen Spielen in Tokio ist möglich.

13:26 Uhr

Glück für Greenpeace-Protestler: Scharfschützen erkennen Logo und greifen nicht ein

Bei der missglückten Protestaktion vor dem EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat die Polizei nach Darstellung des bayerischen Innenministers bewusst nicht auf den Motorschirmflieger geschossen. "Man hat aufgrund der Beschriftung "Greenpeace" davon abgesehen, dass Scharfschützen hier eingegriffen haben. Wenn die Polizei zu einer anderen Einschätzung gekommen wäre, dass es sich um einen Terror-Anschlag handeln könnte, dann hätte der Flieger die Aktion möglicherweise mit seinem Leben bezahlen müssen", sagte CSU-Politiker Joachim Herrmann der "Bild".

Ein 38 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg war am Vorabend kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels gegen Frankreich auf dem Platz im Münchner EM-Stadion gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Der Motorschirm-Pilot wurde festgenommen, sein Flieger sichergestellt. Gegen ihn wird wegen verschiedener Delikte ermittelt.

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12:34 Uhr

Hannover-Trainer vor Wechsel zum FC Barcelona

Herzlich willkommen beim ntv.de-Sport-Tag. Natürlich handelt es sich hier nicht um Kenan Kocak, der den Fußball-Zweitligisten Hannover 96 zum Saisonende verlassen hat und es handelt sich nicht um Jan Zimmermann, der die Leinestädter in der kommenden Saison zurück in ruhigeres Fahrwasser führen soll, wir reden nicht von Fußball, sondern einem spannenden Wechsel im Handball-Geschäft.

Champions-League-Sieger FC Barcelona und Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf sollen sich über einen Wechsel von Trainer Carlos Ortega aus der niedersächsischen Landeshauptstadt in die katalanische Metropole einig sein. Das meldete die spanische Zeitung "Mundo Deportivo". Eine Bestätigung des FC Barcelona, der sich schon seit längerem um Ortega bemüht, gab es zunächst nicht. Die "Recken" dementierten: "Es ist nichts unterschrieben", sagte Sven-Sören Christophersen, der Sportliche Leiter der Hannoveraner, auf Nachfrage.

Der 49 Jahre alte Ortega ist bei den Katalanen der Wunschkandidat von Xavi Pascual, der in der neuen Saison zu Dinamo Bukarest nach Rumänien geht. Allerdings hat Ortega, der von 1994 bis 2005 für Barça gespielt hatte, in Hannover einen gültigen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Wie "Mundo Deportivo" berichtet, sollen sich beide Clubs jetzt über eine Ablöse einig sein.

10:24 Uhr

Pogba wie Ronaldo: Frankreich-Star düpiert Europameisterschaft-Sponsor

Keine gute EM ist es bislang für die Sponsoren. Erst verschmähte Cristiano Ronaldo die angebotenen Getränke eines Softdrink-Giganten, ließ damit sogar die Aktienkurse des US-Unternehmens einbrechen und dann legt der französische Mittefeldmann Paul Pogba nach.

Nach seiner Meisterleistung beim 1:0 Sieg des Weltmeisters gegen Deutschland schaute er auf der Pressekonferenz einmal kurz auf die Getränkepalette vor ihm, schnappte sich die Flasche (eine alkoholfreie Variante) eines niederländischen Bierkonzerns und stellte sie unter das Podium.

Pogba war vor einiger Zeit nach einer Pilgerreise nach Mekka zum Islam konvertiert und lehnt als gläubiger Muslim den Konsum alkoholischer Getränke ab. Der Konsum von Alkohol gilt im Islam als haram, also verboten.


09:46 Uhr

Corona-Welle bei Copa América: 52 positive Tests in 2 Tagen

Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa América in Brasilien gibt es bei dem südamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende Corona-Fälle. 52 Fußballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtet die Sportzeitung "Lance" unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert.

Die Copa América hatte am Sonntag begonnen. Das südamerikanische Kontinentalturnier war erst von wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol geriet daraufhin in die Kritik, denn auch Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,5 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 490 000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben.

08:42 Uhr

Playoff-Rekord: Selbst Griezmann feiert "unglaublichen" Durant

NBA-Star Kevin Durant hat die Brooklyn Nets mit einer historisch starken Leistung im Halbfinale der Eastern Conference wieder in Führung gebracht. Durant kam beim 114:108 gegen die Milwaukee Bucks auf starke 49 Punkte, 17 Rebounds und 10 Vorlagen - eine Ausbeute von mindestens 45 Punkten, 15 Rebounds und 10 Vorlagen hatte es in der Geschichte der NBA-Playoffs noch nie gegeben. Zudem spielte der 32-Jährige jede Sekunde der Partie. Allein 20 Punkte erzielte Durant im letzten Viertel der Partie, in der die Nets zur Halbzeit 43:59 und sogar noch während des dritten Viertels mit 16 Punkten zurückgelegen hatten.

In der Serie führt das Team aus New York durch den Erfolg nun 3:2 und ist nur noch einen Sieg vom Einzug in die Conference-Finals entfernt. Die starke Leistung Durants rief Reaktionen anderer Sportler hervor. In den frühen Morgenstunden nach dem 1:0 gegen Deutschland zum EM-Start twitterte sogar Frankreichs Fußballnationalspieler Antoine Griezmann, Durant sei "unglaublich". NBA-Superstar LeBron James schrieb: "Größe! Genießt es, so lange ihr könnt, Leute!"

07:41 Uhr

Ronaldos Handbewegung kostet Aktionäre 4 Milliarden US-Dollar

Für Cristiano Ronaldo war es nur eine kurze Handbewegung, für einen Cola-Hersteller jedoch ein mittleres Unglück. Als der Portugiese vor dem EM-Spiel gegen die Ungarn zwei Flaschen eines Sponsors zur Seite schiebt, lachend eine Wasserflasche in die Luft reckt, löst das überall ein Schmunzeln aus. Der Perfektionismus des großen CR7 macht eben auch vor Kleinigkeiten nicht halt.

Aber diese kleine Handbewegung löst auch ein kleines Erdbeben an der Börse aus. Innerhalb weniger Minute verlor die Aktie 1,6 Prozent und der Marktwert des Unternehmens sank um 4 Milliarden US-Dollar - von 242 Milliarden auf 238 Milliarden US-Dollar.

Der Softdrink-Gigant, einer der Sponsoren der Euro 2020, gab sich in einem ersten Statement gelassen. "Jeder hat ein Recht auf seine Getränkevorlieben", teilte der Konzern mit.

06:45 Uhr

Portugal-Coach hat noch etwas Respekt vor Deutschland

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Jubelt gerne und viel. Mit elf Treffern ist Cristiano Ronaldo nun alleiniger EM-Rekordtorschütze.

(Foto: imago images/MB Media Solutions)

Portugals Nationaltrainer Fernando Santos hat großen Respekt vor dem nächsten EM-Gegner Deutschland und Bundestrainer Joachim Löw. "Wir wissen, dass jedes Spiel seine Besonderheiten hat. Deutschland hat eine starke Mannschaft und einen tollen Trainer. Und ich glaube Joachim Löw denkt dasselbe über uns", sagte Santos nach dem 3:0 (0:0)-Auftaktsieg gegen Ungarn.

Der amtierende Europameister trifft in der Gruppe F am kommenden Samstag in München auf die Deutschen, die ihre erste Partie gegen Weltmeister Frankreich 0:1 (0:1) verloren hatten. "Jetzt geht es gegen Deutschland, und wir müssen uns weiterentwickeln", sagte Santos weiter: "Töten oder getötet werden, hat Scolari früher gesagt."

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo, der sich mit seinen EM-Toren zehn und elf (87./90.+2) gegen Ungarn zum alleinigen Rekordtorschützen gekrönt hatte, gab sich indessen bei Instagram bescheiden. "Es gibt keine leichten Gegner oder vorher gewonnene Spiele", postete der 36-Jährige: "Die Europameisterschaft ist eine Luxusbühne, auf der nur die Besten der Besten anwesend sind und wo jeder Sieg mit aller Kraft und Verzicht errungen werden muss."

05:56 Uhr

Goretzka soll "gute Option" für Portugal-Spiel werden

Joachim Löw blickt dem Duell mit Titelverteidiger Portugal bei der EM trotz des unglücklichen Fehlstarts gegen Weltmeister Frankreich (0:1) mit Optimismus entgegen. "Wir haben verloren und sind alle enttäuscht, aber es ist nichts passiert", sagte der Bundestrainer im ZDF und betonte mit Blick auf Samstag (18 Uhr/ARD und MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de): "Wir haben noch zwei Spiele, da können wir das alles geradebiegen." Das letzte Gruppenspiel gegen Ungarn, das gegen Portugal 0:3 verlor, findet am 23. Juni erneut in München statt.

Für den weiteren Verlauf der Vorrunde rechnet Löw mit der Rückkehr von Leon Goretzka. Der Münchner hat seine Muskelverletzung auskuriert, stand gegen Frankreich aber nicht im Kader. "Er hat gesagt, dass er das Gefühl habe, dass er noch zwei, drei Trainings braucht, um völlig frei zu sein und der Mannschaft zu helfen", sagte Löw und ergänzte mit Blick auf Portugal: "Er wird eine gute Option sein im Laufe des Spieles."

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