Der Sport-Tag
2. Dezember 2024
Zum Archiv
21:38 Uhr

Für Boris Herrmann beginnt die große Aufholjagd

Boris Herrmann hat bei seiner zweiten Solo-Weltumseglung das erste der drei großen Kaps passiert. Der Skipper der "Malizia-Seaexplorer" kreuzte das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas. Nach 22 Tagen, zwei Stunden und 31 Minuten lag der 43-Jährige auf Platz zwölf der Vendée Globe. "Für mich markiert der Eintritt in den Indischen Ozean einen Neubeginn in diesem Rennen. Die eigentliche Vendée Globe ist der Dezember im Südmeer", sagte Herrmann der Deutschen Presse-Agentur.

Der mitfavorisierte Hamburger hatte zwei Wochen zuvor während einer Flaute am Äquator wertvolle Meilen verloren. Nach einem anfangs nur kleinen Rückstand liegt er inzwischen rund 1300 Seemeilen hinter dem französischen Spitzenreiter Charlie Dalin. "Die Verluste sind im Nordatlantik in der Flautenphase entstanden", erklärte Herrmann. "Dieser Rückstand am Äquator war zu viel, um im Wettersystem der vorderen Boote mitzufahren. Je weiter hinten man war, desto mehr Meilen verlor man, weil vorne immer besserer Wind war." Aufholen will Herrmann ab sofort im Southern Ocean. Sein Boot gilt als eines der schnellsten in der Flotte der 39 verbliebenen Teilnehmer unter den harten Südmeer-Bedingungen.

Für Boris Herrmann beginnt die große Aufholjagd
20:53 Uhr

DFB befasst sich offenbar mit Sané-Szene

Leroy Sané und dem FC Bayern könnte Ärger ins Haus stehen. Wie die "Bild" berichtet, beschäftigt sich der Kontrollausschuss des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) mit einer Aktion des Münchners im Bundesliga-Topspiel beim BVB. Nach Informationen der Boulevard-Zeitung überprüft das DFB-Gremium einen Ellbogenschlag des Bayern-Stars gegen den Dortmunder Pascal Groß. Der Vorgang ist eine Vorstufe, bevor offiziell gegen Sané ermittelt werden könnte.

Im Internet kursierte nach dem Bundesliga-Klassiker eine Szene aus der zweiten Hälfte. Zu sehen: Sané, der Gegenspieler Groß mit dem rechten Ellbogen im Gesicht trifft. Der BVB-Mann fasste sich kurz ins Gesicht und spielte danach weiter. "Wenn Groß sich fallen lässt und das Gesicht hält, so wie das heutzutage die meisten Spieler machen, wird das wahrscheinlich als Tätlichkeit gewertet. Wenn es der Schiedsrichter und der VAR gesehen haben - geht es nur durch, wenn man es als Reflex wertet. Da hat Sané Glück gehabt", sagte Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer bei "Bild".

Mehr über die Welt des FC Bayern lesen Sie auch bei sport.de.

DFB befasst sich offenbar mit Sané-Szene
20:21 Uhr

Putins Olympia-Konkurrenz liegt vorerst auf Eis

Die Pläne für die von Russland als Konkurrenz zu Olympia ins Leben gerufenen "World Friendship Games" sind vorerst auf Eis gelegt worden. Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Dekret zu der Multisportveranstaltung, das der Kreml veröffentlichte. Darin hieß es, dass das Event "bis zu einer besonderen Entscheidung" des Präsidenten vertagt worden sei.

Die Wettkämpfe werden als Antwort Russlands auf den Ausschluss von den Olympischen Spielen in Paris 2024 wegen der Kriegs in der Ukraine angesehen: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte russischen und weißrussischen Sportlern verboten, in Paris unter ihrer Nationalflagge anzutreten. Ursprünglich sollten die "World Friendship Games" im September 2024 in Jekaterinburg stattfinden, wurden dann im Sommer aber vorerst auf ein unbestimmtes Datum im Jahr 2025 verschoben.

Russland hatte im Vorjahr angekündigt, die Veranstaltung, die es bereits in den 1980er-Jahren gegeben hatte, wieder aufzunehmen. Das IOC bezeichnete die Wettkämpfe daraufhin als "zynischen Versuch, den Sport zu politisieren" und rief dazu auf, nicht teilzunehmen. Die Ukraine erklärte, dass Moskau die Veranstaltung für "Propaganda" nutzen wolle.

Putins Olympia-Konkurrenz liegt vorerst auf Eis
19:59 Uhr

Spanischer Erstligist wirft Trainer raus

Der spanische Fußball-Erstligist Deportivo Alaves hat als dritter Klub in der laufenden Saison den Trainer entlassen. "Die Wege von Deportivo Alaves und Luis Garcia haben sich getrennt", teilte der Verein am Abend mit. Der 52-Jährige hatte die Basken 2023 in die höchste spanische Spielklasse geführt und im Folgejahr einen starken zehnten Platz erreicht.

Garcia war seit Juli 2022 Trainer von Alaves und stand in 108 Pflichtspielen an der Seitenlinie. Seine Amtszeit war die viertlängste in der Klubhistorie. In der Liga stehen die Blau-Weißen auf Rang 16. Zuvor hatten sich bereits UD Las Palmas und Schlusslicht Real Valladolid von ihren Cheftrainern getrennt.

Spanischer Erstligist wirft Trainer raus
19:41 Uhr

Deutscher Davis-Cup-Auftaktgegner ausgelost

Der angestrebte Weg zum Davis-Cup-Titel beginnt für die deutschen Tennisspieler 2025 mit einer sportlich vermeintlich leichten Partie gegen Israel. Der krasse Außenseiter und Aufsteiger in die Weltgruppe ist Gastgeber der Begegnung. Das Duell dürfte aufgrund des Nahost-Konflikts aber auf neutralem Boden ausgetragen werden. Spieltermin des Auftakts der neuen Saison in dem prestigeträchtigen Nationen-Wettbewerb ist entweder der 31. Januar und 1. Februar oder der 1. und 2. Februar.

"Gegen Israel gehen wir als klarer Favorit in die Qualifikationsrunde. Unser klares Ziel ist es, uns da mit einem Sieg für die nächste Davis-Cup-Runde zu qualifizieren", sagte Teamchef Michael Kohlmann: "Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt abwarten, wo wir spielen werden." Im Falle eines Siegs würde das deutsche Team im September die Chance auf den Sprung zur Endrunde im November haben. Die Finalrunde der Top Acht wird 2025 nicht mehr im spanischen Malaga, sondern erstmals in Bologna ausgetragen.

Deutscher Davis-Cup-Auftaktgegner ausgelost
19:11 Uhr

Rumänische Torwartlegende Helmut Duckadam ist tot

imago1672324
Helmut Duckadam hielt viermal im Elfmeterschießen gegen den großen FC Barcelona. (Foto: imago/Colorsport)

Die rumänische Torhüter-Legende Helmut Duckadam ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das gab sein ehemaliger Verein Steaua Bukarest bekannt. Duckadam war berühmt geworden, als er im Finale des Europapokals der Landesmeister 1986 gegen den FC Barcelona im Elfmeterschießen viermal parierte. Steaua holte völlig überraschend den Titel, der Torwart wurde zum "Helden von Sevilla".

Duckadam war Teil der deutschsprachigen Minderheit der Banater Schwaben. "Der rumänische Fußball hat einen schweren Verlust erlitten: Heute hat uns einer seiner größten Torhüter verlassen", schrieb der Traditionsklub Steaua, für den der Torhüter von 1982 bis 1986 spielte, auf Facebook.

Rumänische Torwartlegende Helmut Duckadam ist tot
18:14 Uhr

Ex-Grünen-Chef Nouripour bekommt Job bei Bundesligisten

Der ehemalige Co-Chef der Grünen, Omid Nouripour, hat einen Job beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt angenommen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, habe die Eintracht Frankfurt Fußball AG bei ihrer Hauptversammlung beschlossen, den 49-Jährigen als Nachhaltigkeitsbeauftragten einzusetzen. Nouripour war im November gemeinsam mit Co-Chefin Ricarda Lang als Parteivorsitzende zurückgetreten.

"Der 49-Jährige berät den Aufsichtsrat als Experte für gesellschaftliche und politische Zusammenarbeit in allen Nachhaltigkeitsfragen", heißt es in der Klub-Mitteilung. "Nouripour wird in dieser Rolle nicht nur als Gast an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilnehmen, sondern ist darüber hinaus weiter auch Vorsitzender des vom Vorstand eingesetzten Nachhaltigkeitsbeirats der Eintracht Frankfurt Fußball AG." Nouripour selbst ist bekennender Eintracht-Fan.

Ex-Grünen-Chef Nouripour bekommt Job bei Bundesligisten
17:20 Uhr

Maskierte lauern Erstliga-Profi daheim auf - und rauben ihn aus

Der französische Erstliga-Fußballer Georges Mikautadze von Olympique Lyon ist nach dem Spiel gegen OGC Nizza (4-1) am Sonntagabend von zwei Maskierten bei seiner Rückkehr zu Hause überfallen worden. Die beiden mit Gewehren bewaffneten Unbekannten hätten den 24-Jährigen und seine Lebensgefährtin in ihre Gewalt gebracht, bedroht und Uhren und Luxushandtaschen im Wert von wenigstens 150.000 Euro geraubt, berichtete der Sender Europe1.

Körperlich verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Die Täter entkamen zu Fuß. Für die Fahndung stützt die Polizei sich unter anderem auf Aufzeichnungen der Videoüberwachung des Hauses von Mikautadze. Bereits mehrfach gab es in Frankreich ähnliche Überfälle auf bekannte Fußballspieler. Im Dezember vergangenen Jahres wurde der Torwart von Paris Saint-Germain, Alexandre Letellier, zusammen mit seiner Familie zu Hause brutal überfallen.

Maskierte lauern Erstliga-Profi daheim auf - und rauben ihn aus
16:50 Uhr

Xabi Alonso: "Es gibt kein schwierigeres Spiel"

Trainer Xabi Alonso von Double-Sieger Bayer Leverkusen sieht seine Mannschaft vor der größten aller Prüfungen. "Es gibt kein schwierigeres Spiel als in der Allianz Arena. Im Pokal, in der Bundesliga, in der Champions League: Sie sind dort immer der Favorit", sagte Alonso vor dem Achtelfinal-Kracher im DFB-Pokal am Dienstag (20.45 Uhr/ARD, Sky und im Liveticker bei ntv.de) bei Bayern München und versprach: "Das ist wie ein Finale für uns. Wir geben alles."

Der formstarke Titelverteidiger - zuletzt gab es nach der Länderspielpause drei Siege innerhalb einer Woche - fordert den Tabellenführer der Bundesliga, der ohne seinen Starstürmer auskommen muss. Für Alonso kein großes Thema: "Harry Kane ist sehr wichtig, aber sie haben viele Möglichkeiten und auf fast jeder Position zwei Top-Spieler", sagte der 43-Jährige. Wie zuletzt Ende September beim 1:1 in der Liga in München müsse sein Team "vielleicht tiefer verteidigen", betonte Alonso. "Aber nicht immer, wir wollen auch mit dem Ball spielen." Allen voran Florian Wirtz, der beim 2:1 bei Union Berlin am Samstag 55 Minuten geschont wurde, soll das Offensivspiel ankurbeln.

Xabi Alonso: "Es gibt kein schwierigeres Spiel"
16:24 Uhr

Olympiasiegerin Ilke Wyludda ist tot

Die frühere Weltklasse-Diskuswerferin Ilke Wyludda ist tot. Die Olympiasiegerin von Atlanta 1996 starb am Sonntag im Alter von 55 Jahren in Halle/Saale an den Folgen einer Erkrankung. Das teilte Silke Renk, Präsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt und ehemalige Trainingskollegin von Wyludda, unter Berufung auf den engsten Familienkreis mit.

"Die Nachricht ist hart und furchtbar und macht mich fassungslos. Ilke hatte schon früh nach ihrer Laufbahn mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Jedes Mal hat sie dabei in die Kacke gegriffen. Die ganze deutsche Werfergemeinde trauert. Sie war immer eine Kämpferin, hat aber ihren letzten Kampf leider viel zu früh verloren", sagte Renk.

Olympiasiegerin Ilke Wyludda ist tot
15:26 Uhr

Ellbogenschlag von Leroy Sané? Das sagt Vincent Kompany

Beim 1:1-Ausgleich des FC Bayern in Dortmund stand Leroy Sané im Mittelpunkt, weil er BVB-Verteidiger Niklas Süle beim Freistoß genau im Gesicht traf, doch auch vorher war Sané eher unsanft mit einem Gegenspieler umgegangen. Dieses Mal jedoch möglicherweise mit Absicht, wie "Bild" nach dem Spiel zeigte.

Zu sehen war beim Boulevard-Blatt eine Szene, in der die Münchner einen Einwurf in Nähe des Dortmunder Tores ausführten, nach dem Sané seinen Gegenspieler Pascal Groß, der Sané leicht geschoben hatte, mit dem Ellenbogen im Gesicht traf. Während Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer bei "Bild" erklärte, dass Sané Glück gehabt habe, keine Rote Karte gesehen zu haben, hatte Bayern-Coach Vincent Kompany die Szene offenbar gar nicht mitbekommen.

Heute in der Pressekonferenz zum DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen (Dienstag, 20.45 Uhr/Sky, ARD und im Liveticker bei ntv.de) noch einmal auf die Partie beim BVB und den Ellenbogenschlag von Sané angesprochen, sagte der Münchner Trainer nur: "Ich habe es nicht gesehen, nicht einmal gehört und ich habe das Spiel fast zweimal geschaut." Umso mehr war die Situation für ihn nicht großartig von Belang, wie Kompany deutlich machte.

Sport.de

powered by sport.de - Transfer-Gerüchte, News und Liveticker - alle Infos aus der Welt des Sports finden Sie hier!

Ellbogenschlag von Leroy Sané? Das sagt Vincent Kompany
14:52 Uhr

Fanbündnis knöpft sich den DFB vor und fordert klare Kante

Die Kritik an der erwarteten und zugleich umstrittenen Vergabe der Fußball-WM 2034 nach Saudi-Arabien nimmt nicht ab. Heute veröffentlichte ein Fanbündnis, zu dem auch der bekannte Verein "Unsere Kurve e.V." gehört, einen offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Darin wird Bernd Neuendorf aufgefordert, beim kommenden FIFA-Kongress am 11. Dezember gegen die Bewerbung des Wüstenstaats zu stimmen. RTL/ntv-Recherchen nach gilt ein "Ja" des DFB als sicher.

"Wir verurteilen alle Schritte und Beschlüsse, die zu einer Entscheidung pro Saudi-Arabien führen", heißt es im veröffentlichten Schriftstück unter dem Slogan "No to Saudi Arabia 2034": "Saudi-Arabien wendet seit Längerem riesige Geldsummen auf, um im internationalen Sport Einfluss zu gewinnen und große Turniere ins eigene Land zu holen". Ein Ziel sei es dabei, vom "Image des Folterstaates abzulenken" und "eindeutiges Sportswashing" zu betreiben.

Die Vergabe der Fußball-WM 2034 nach Saudi-Arabien gilt als Formsache. Die FIFA schätzte in einem Ende November veröffentlichten Prüfbericht die viel diskutierten Menschenrechte beim einzigen Bewerber nur als "mittleres Risiko" ein. Insgesamt bescheinigt die FIFA eine "einmalige, innovative und ambitionierte Vision".

Fanbündnis knöpft sich den DFB vor und fordert klare Kante
14:06 Uhr

Tennis-Legende wird zum Abschied von Emotionen übermannt

64aa6d0b8c6cc4380444329ff98fa135
Juan Martin del Potro tritt endgültig ab. (Foto: REUTERS)

15.000 Zuschauer in Buenos Aires, ein Sieg gegen Novak Djokovic - und große Emotionen: Mit einem tränenreichen Showmatch hat sich der frühere US-Open-Sieger Juan Martin del Potro vom Tennis verabschiedet. Der verletzungsgeplagte Argentinier besiegte den Grand-Slam-Rekordgewinner aus Serbien mit 6:4, 7:5 und wandte sich im Anschluss gerührt an das Publikum. "Ich möchte, dass ihr wisst, dass ich nicht traurig bin. Ich bin aufgeregt. Für mich ist dieser Abend sehr besonders", sagte del Potro: "Eure Zuneigung hat meine Seele immer gefüllt. Danke aus vollem Herzen."

Auch Djokovic sprach von einem "besonderen Tag. Es ist ein bisschen schmerzhaft, dass ich in Zukunft nicht mehr gegen meinen Freund spielen kann", sagte der 24-malige Major-Champion: "Ich komme von einem Ort, an dem Werte wichtig sind. Und ich glaube, dass Juan Martin ein Vorbild für uns alle ist." Sein letztes Profimatch hatte der heute 36-jährige del Potro im Februar 2022 bestritten, körperlich war es aber schon lange zuvor bergab gegangen.

Tennis-Legende wird zum Abschied von Emotionen übermannt
13:25 Uhr

HSV fällt erste kleine Trainer-Entscheidung

Der Hamburger SV lässt sich bei der Trainersuche Zeit und setzt erst einmal weiter auf Interimscoach Merlin Polzin. Der 34-Jährige soll nach übereinstimmenden Medienberichten auch im Heimspiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) auf der Bank der Hanseaten sitzen.

Polzin betreut den HSV seit der Entlassung von Steffen Baumgart, von dem sich die Norddeutschen vor rund einer Woche getrennt hatten. Am Sonntag gelang dem HSV unter Polzin ein 3:1 beim Karlsruher SC. "Wir haben nie dementiert, dass er eine Chance hat", hatte Sportvorstand Stefan Kuntz bereits nach dem Sieg in Karlsruhe gesagt.

Eigentlich war für diese Woche die Vorstellung von Bruno Labbadia als Baumgart-Nachfolger erwartet worden. Mit dem 58-Jährigen, der den HSV bereits zweimal trainiert hat, sollen auch schon Gespräche geführt worden sein. Durch den Erfolg in Karlsruhe und den damit verbundenen Sprung auf Platz zwei gewinnen die Verantwortlichen aber etwas Zeit. Zeit, die am Ende auch zu einer dauerhaften Beförderung von Polzin führen kann.

HSV fällt erste kleine Trainer-Entscheidung
12:40 Uhr

Guardiola zieht bittere Erkenntnis aus Liverpool-Abreibung

Auf die höhnischen Gesänge der Heimfans hatte Pep Guardiola eine ganz einfache Antwort. Sechs Finger zeigte der Teammanager des kriselnden englischen Meisters Manchester City in Richtung der Anhänger des FC Liverpool - und er meinte damit natürlich die sechs Premier-League-Titel, die er in den letzten sieben Jahren mit den Skyblues gesammelt hat.

Zwar trat der Einzeiler der Reds-Anhänger ("You're getting sacked in the morning"; deutsch: "Du wirst am Morgen entlassen") nach dem 0:2 (0:1) beim Spitzenreiter Liverpool nicht ein, die größte Krise Citys unter Guardiola mit nun sechs Niederlagen und einem Unentschieden aus den letzten sieben Spielen nimmt den Spanier aber sehr wohl mit. "Wenn man gewinnt, lacht man, wenn sie gewinnen, lachen sie. Das ist ein Teil des Spiels", sagte der Star-Trainer.

Elf Punkte liegt der Titelverteidiger bereits hinter Liverpool. In den 32 Saisons der Premier League holten erst drei Klubs einen solchen Rückstand auf, um noch die begehrte Silbertrophäe zu gewinnen - City gehört nicht dazu. "Jetzt wird es sehr schwierig sein, den Titelgewinn in dieser Saison zu wiederholen", sagte Guardiola und erklärte, "wieder bei Null anfangen" zu wollen.

Guardiola zieht bittere Erkenntnis aus Liverpool-Abreibung
12:01 Uhr

Nach Kollaps und Spielabbruch: Florenz gibt Update zu Edoardo Bove

Leichte Entwarnung bei Edoardo Bove: Nach seinem plötzlichen Zusammenbruch ohne Fremdeinwirkung im Spitzenspiel der Serie A kann eine "akute Schädigung des zentralen Nerven- und des Herzkreislauf-Systems" des 22-Jährigen ausgeschlossen werden. Dies teilte die AC Florenz nach ersten Untersuchungen mit.

Wie der Verein und die Klinik bekannt gaben, wurde Bove auf dem Spielfeld gerettet, nachdem er das Bewusstsein verloren hatte. Er liege derzeit unter pharmakologischer Sedierung auf der Intensivstation. Am Montag soll es eine weitere Bewertung des Gesundheitszustandes geben. Italienischen Medienberichten zufolge sei Bove wach und bei klarem Verstand. Die Leihgabe der AS Rom soll zudem auf Fragen geantwortet haben.

Nach Kollaps und Spielabbruch: Florenz gibt Update zu Edoardo Bove
11:24 Uhr

Terry Griffiths ist tot

imago0045007660h
Terry Griffiths ist eine Snooker-Legende. Er wurde 77 Jahre alt. (Foto: imago images/Mary Evans)

Der Snookersport trauert um Terry Griffiths. Wie Griffiths Sohn Wayne auf Facebook mitteilte, ist der frühere Weltmeister am Sonntag "nach langem Kampf gegen Demenz" im Alter von 77 Jahren im Beisein seiner Familie in seiner Geburtsstadt Llanelli in Wales gestorben. Die World Snooker Tour und viele Weggefährten drückten ihr Mitgefühl aus.

Griffiths wurde 1979 als Qualifikant Weltmeister und ist einer von nur elf Spielern, der die "Triple Crown" - bestehend aus WM, Masters und der UK Championship - gewinnen konnte. Nachdem der Waliser vor allem in den 1980er-Jahren der Weltspitze angehört hatte, beendete er 1997 seine Karriere. Danach arbeitete Griffiths unter anderem als Kommentator und erfolgreicher Trainer. "Er hat sich um mich gekümmert, seitdem ich zwölf war", schrieb der dreimalige Weltmeister Mark Williams: "Mentor, Trainer, Freund, Legende".

Terry Griffiths ist tot
10:36 Uhr

Ein Funke noch: PSG droht die nächste Explosion

Beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain braut sich (mal wieder) was zusammen. Intern soll es große Spannungen zwischen Mannschaft und Trainer Luis Enrique geben. Eskaliert ist die Lage laut lokalen Medien zwar noch nicht, doch schon ein kleiner Funke könnte zur Explosion führen.

Sport.de

powered by sport.de - Transfer-Gerüchte, News und Liveticker - alle Infos aus der Welt des Sports finden Sie hier!

PSG hat eine äußerst unangenehme Woche hinter sich. Zunächst unterlag das Team nach einer schwachen Leistung dem FC Bayern in der Champions League mit 0:1, am Wochenende folgte dann in der Liga ein 1:1 gegen den Tabellenvorletzten aus Nantes. Laut Recherchen von "RMC Sport" sind diese beiden Auftritte womöglich das Resultat eines gestörten Binnenklimas. Der Sender berichtet von ersten Rissen zwischen Mannschaft und Trainer, dem mehrere Versäumnisse zur Last gelegt werden.

Zum einen sollen große Teile der Mannschaft Enrique für dessen Startelf-Auswahl kritisieren. Der Spanier gibt seine Startformation oft erst wenige Stunden vor dem Spielbeginn preis. Seine Entscheidungen sollen innerhalb des Teams nicht selten für Verwunderung sorgen. Die Stars würde diese oftmals als "unfair" empfinden, schreibt "RMC Sport". Auf höherer Ebene soll sich mittlerweile ein ähnliches Gefühl breitmachen.

Ein Funke noch: PSG droht die nächste Explosion
09:59 Uhr

Titeltraum in Gefahr: Verletzungsschock für Marco Reus' Galaxy

Marco Reus und sein Klub Los Angeles Galaxy müssen im Play-off-Endspiel der Major League Soccer (MLS) auf Schlüsselspieler Riqui Puig verzichten. Wie Galaxy mitteilte, hat sich der 25-Jährige im Conference-Finale gegen die Seattle Sounders einen Kreuzbandriss zugezogen. Dennoch hatte Puig weitergespielt und den späten 1:0-Siegtreffer für Dejan Joveljic vorbereitet.

"Ich bin so stolz darauf, wie hart wir gekämpft haben, um hierherzukommen, und ich weiß, dass meine Teamkollegen alles geben werden, um den Pokal nach Hause zu bringen", schrieb der in der Jugendakademie des FC Barcelonas ausgebildete Spanier bei Instagram. Nun muss sich der Mittelfeldspieler Klub-Angaben zufolge einer Operation unterziehen und wird mehrere Monate ausfallen. Rekordmeister Galaxy trifft im Endspiel am kommenden Samstag auf die New York Red Bulls von Trainer Sandro Schwarz und könnte den sechsten Titel in der Vereinsgeschichte einfahren.

Titeltraum in Gefahr: Verletzungsschock für Marco Reus' Galaxy
09:31 Uhr

Timo Werner liefert geniale Vorlage, sie hilft Tottenham aber nicht

Gegen den Krisen-Riesen Manchester City stand Timo Werner in der englischen Premier League zuletzt eine Minute auf dem Feld. Er sprintete in dieser kurzen Zeit an Kyle Walker vorbei und bereitete das 4:0 für seine Tottenham Hotspur vor. Er versetzte den BBC-Experten Paul Robinson in Erstaunen und sammelte offenbar Argumente bei seinem Teammanager Ange Postecoglou für mehr Einsätze.

Gegen den FC Fulham durfte der Stürmer dann direkt von Beginn an ran und sorgte erneut für positive Schlagzeilen. Bereits ganz früh spielte er seinen Kollegen Heung-min Son frei, der aber an Bernd Leno scheiterte. In der 54. Minute wurde es besser. Werner bekommt auf dem linken Flügel den Ball, dribbelt und sieht dann den auf der rechten Seite heranstürmenden Brennan Johnson. Werner chippt den Ball gekonnt rüber und Johnson drückt den Ball volley ins Tor, eine hübsche Szene des Duos zum 1:0. Doch dabei blieb es nicht, Fulham glich später noch aus. Tottenham steht in der Tabelle auf Rang sieben.

Timo Werner liefert geniale Vorlage, sie hilft Tottenham aber nicht
08:23 Uhr

Formel-1-Pilot Ocon droht bitteres Ende bei Alpine

Schon im letzten Rennen dieser Formel-1-Saison könnte Mick Schumachers Bezwinger Jack Doohan die Chance im Cockpit von Alpine bekommen. Medienberichten zufolge soll der Australier beim Großen Preis von Abu Dhabi am kommenden Wochenende auf dem Yas Marina Circuit Esteban Ocon ersetzen. Eine Bestätigung vonseiten des Rennstalls gab es dafür nach dem Großen Preis von Katar nicht.

Ocon hatte nach einem Crash in der ersten Runde aufgeben müssen, Teamkollege Pierre Gasly war auf den starken fünften Rang gefahren. Ocon hatte vor dem Grand Prix den Verdacht geäußert, er würde benachteiligt. Sein Wechsel zum amerikanischen Haas-Team zur neuen Saison steht seit längerem fest. Doohan, Sohn des fünfmaligen Motorrad-Weltmeister Mick Doohan, wiederum hatte sich in einem internen Vergleichstest vor einigen Wochen gegen Mick Schumacher durchgesetzt und erhält nächstes Jahr ein Stammcockpit bei Alpine.

Formel-1-Pilot Ocon droht bitteres Ende bei Alpine
07:31 Uhr

Gewalteskalation in Guinea: Über 100 Tote nach Fußballspiel

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Fußballfans während eines Spiels sind in Guinea nach Angaben von Ärzten Dutzende Menschen getötet worden. "Es gibt rund 100 Tote. Die Leichen liegen aneinandergereiht im Krankenhaus, so weit das Auge reicht. Andere liegen sogar auf dem Boden in den Gängen. Die Leichenhalle ist voll", sagte ein Arzt im örtlichen Krankenhaus, der anonym bleiben wollte. Ein anderer Arzt sprach von "Dutzenden Toten". Den Angaben zufolge kam es bei dem Fußballspiel in der Stadt N'Zerekore im Südosten des Landes zu Szenen massiver Gewalt.

In Videos, die in Online-Netzwerken zu sehen waren und deren Echtheit AFP zunächst nicht verifizieren konnte, waren zahlreiche leblose Körper zu sehen. Andere Videos in den Online-Netzwerken zeigten ein großes Durcheinander in den Straßen nach dem Ausbruch der Gewalt. "Alles wurde durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung ausgelöst. Da haben Fans dann das Spielfeld gestürmt", sagte ein Augenzeuge, der aus Sicherheitsgründen seinen Namen nicht nennen wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

Presseberichten zufolge handelte es sich um ein Turnier, das zu Ehren des Juntachefs Mamadi Doumbouya ausgetragen wurde, der seit einem Putsch im September 2021 an der Macht ist. Derartige Turniere haben in den vergangenen Wochen zugenommen. Mutmaßlich hängen sie mit einer möglichen Kandidatur Doumbouyas bei der nächsten Präsidentschaftswahl zusammen.

Gewalteskalation in Guinea: Über 100 Tote nach Fußballspiel
06:40 Uhr

Kommt's zur Trainerüberraschung beim Hamburger SV?

Merlin Polzin hofft nach seinem starken Debüt als Interimscoach des Hamburger SV auf weitere Bewährungschancen. Als Favorit auf den Trainerposten beim Fußball-Zweitligisten gilt aber weiter Bruno Labbadia. "Na klar: Ich hab' Bock, weiter mit den Jungs erfolgreich zu sein", sagte Polzin nach dem 3:1 (1:1) beim Karlsruher SC. Sitzt der 34-Jährige, der unter den früheren Trainern Steffen Baumgart, Tim Walter und Daniel Thioune schon als Assistent gearbeitet hatte, nun auch beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 am kommenden Sonntag auf der Bank?

Hamburgs Sportvorstand Stefan Kuntz hielt sich mit Blick auf die Spekulationen um den Trainerjob bisher bedeckt. Man werde keine Namen kommentieren und sich auch nicht unter Zeitdruck setzen lassen, sagte er am Rande der Partie in Karlsruhe beim Sender Sky. Polzin sei ein Trainertalent und im Fußball grundsätzlich nichts auszuschließen, meinte Kuntz.

Polzins erste Maßnahmen, unter anderem die Rückkehr zum 4-3-3-System, griffen jedenfalls. Mit einem Motivationsvideo hatte das Trainerteam die Spieler auf die Partie eingestimmt. In diesem wurden den Profis einzelne Bilder ihrer bisherigen Karriere gezeigt. Ziel sei gewesen, "die Überzeugung in die eigenen Stärken zurückzugewinnen", erklärte Polzin. Er habe eine "Gänsehaut" bekommen, berichtete Mittelfeldmann Daniel Elfadli.

Kommt's zur Trainerüberraschung beim Hamburger SV?
05:50 Uhr

Nach Rekordpleite: Pep Guardiola wird verhöhnt

Auf die höhnischen Gesänge der Heimfans hatte Pep Guardiola eine ganz einfache Antwort. Sechs Finger zeigte der Teammanager des kriselnden englischen Meisters Manchester City in Richtung der Anhänger des FC Liverpool - und meinte damit natürlich die sechs Premier-League-Titel, die er in den letzten sieben Jahren mit den Skyblues gesammelt hat.

Zwar dürfte der Einzeiler der Reds-Anhänger ("You're getting sacked in the morning"; deutsch: "Du wirst am Morgen entlassen") nach dem 0:2 (0:1) beim Spitzenreiter Liverpool nicht eintreten, die größte Krise Citys unter Guardiola mit nun sechs Niederlagen und einem Remis aus den letzten sieben Spielen nimmt den Spanier aber sehr wohl mit. "Wenn man gewinnt, lacht man, wenn sie gewinnen, lachen sie. Das ist ein Teil des Spiels", sagte der Startrainer.

Elf Punkte liegt der Titelverteidiger bereits hinter Liverpool. In den 32 Saisons der Premier League holten erst drei Klubs einen solchen Rückstand auf, um noch die begehrte Silbertrophäe zu gewinnen - City gehört nicht dazu. "Jetzt wird es sehr schwierig sein, den Titelgewinn in dieser Saison zu wiederholen", sagte Guardiola und erklärte, "wieder bei Null anfangen" zu wollen.

Nach Rekordpleite: Pep Guardiola wird verhöhnt