Sonntag, 29. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & David Bedürftig
23:25 Uhr

Corona-Krise trifft Sportler - Trainer müssen entlassen werden

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Ob Riiber auch ohne Spitzentrainer Spitzenleistungen bringen kann?

(Foto: dpa)

Das ist bitter, in Norwegen schlägt die Coronavirus-Krise voll zu: Die Nordische Kombinierer um Dominator Jarl Magnus Riiber stehen ab April ohne zahlreiche Trainer da. Weil der nationale Verband Millionen-Verluste verzeichnet, werden fast alle Angestellten beurlaubt. Das bestätigte Edgar Fossheim, Vorsitzender des Kombinations-Ausschusses, der Zeitung "VG".

  • "Das betrifft uns alle. Wir haben uns mit den Aktiven und den Trainern getroffen. Es ist die Leidenschaft, die uns weiter antreibt", sagte Fossheim.
  • Laut "VG" hat der Verband schon jetzt Verluste von 30 Millionen Kronen (2,56 Millionen Euro) zu verzeichnen, weiter 20 Millionen Kronen könnten folgen.
  • Auch die Skispringer müssen sparen, Nationaltrainer Alexander Stöckl darf jedoch bleiben. Insgesamt werden im Verband 96 von 142 Mitarbeitern entlassen.
  • Kombinierer Riiber hatte in der vergangenen Saison 14 der 17 Weltcup-Wettbewerbe gewonnen. Sein Teamkollege Jörgen Graabak wurde im Gesamtweltcup Zweiter, der 19 Jahre alte Jens Luras Oftebro Vierter.
22:43 Uhr

"Signal von Gott": Dede sorgt sich um Brasilien

Der frühere Bundesligaprofi Dede sorgt sich wegen der Coronavirus-Pandemie um sein Heimatland Brasilien. Anders als in Deutschland, wo es auch in Krisenzeiten genügend Nahrung und eine hervorragende medizinische Versorgung gebe, gehe es in Brasilien auch ohne das Coronavirus für viele Menschen ums Überleben. "50 bis 60 Millionen Menschen wissen nicht, was sie am kommenden Tag essen sollen", sagte der 41-Jährige in einem Telefongespräch mit der dpa. Dede betreibt in seiner Heimatstadt Belo Horizonte eine kostenlose Fußballschule für Kinder aus Favelas. Inzwischen habe das Coronavirus die Armenviertel erreicht. Zwar gebe es auch dort Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen. "Aber was passieren wird, wenn bis zu acht Personen in einem Raum unter schlechtesten hygienischen Bedingungen zusammen leben müssen, kann man sich ja denken." Der langjährige Profi von Borussia Dortmund befürchtet Plünderungen. "Das war ein Signal von Gott", sagte Dede weiter zur Krise. "Wir müssen wieder lernen: Die Welt gehört Gott und nicht uns. Wir haben den Respekt voreinander auf dieser Welt verloren. Wir müssen wieder lernen, einander zuzuhören. Das Kind, für die Eltern da zu sein. Die Ehepartner müssen wieder lernen, einander zuzuhören. Und die Reichen für die Armen zu sorgen."

21:59 Uhr

Trotz Ausgangsbeschränkungen: Son fliegt nach Südkorea

Mit der Erlaubnis seines Vereins Tottenham Hotspur ist Starstürmer Heung-Min Son in seine Heimat Südkorea geflogen. Wie der englische Premier-League-Klub mitteilte, sei Son trotz der Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien wegen der Corona-Pandemie aus "persönlichen Gründen" nach Asien gereist. Die Saison in Englands höchster Fußball-Liga ist vorerst bis zum 30. April ausgesetzt.

Der 27 Jahre alte Son, der in der Bundesliga für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen spielte, befindet sich nach einem im Februar erlittenen Armbruch in der Rehabilitation. Nach seiner Ankunft in Südkorea begibt er sich in eine 14-tägige Quarantäne. In seiner Heimat sind knapp 10.000 Menschen an COVID-19 erkrankt. Son hat bereits eine zweiwöchige Quarantäne hinter sich, nachdem er im Februar nach seiner Operation zurück nach Großbritannien gekommen war. Neben Heung-Min Son hat auch Steven Bergwijn von den Spurs die Genehmigung erhalten, die Insel zu verlassen. Seine Frau steht in den Niederlanden vor der Geburt des gemeinsamen Kindes.

21:36 Uhr

"Alarmstufe Rot": Aue-Boss mit flammendem Appell

Bei Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue gibt es Durchhalteparolen: Präsident Helge Leonhardt hat in Zeiten der Coronavirus-Krise einen eindringlichen Appell an Familie, Freunde und Mitarbeiter des Klubs gerichtet. Alle müssten jetzt mit zusammenstehen, um den "unsichtbaren Feind" zu besiegen.

  • "Eigene Ansprüche sind zurückzustellen und die Gesellschaft steht im Vordergrund", schrieb der Klub-Chef des Tabellenachten bei Facebook: "Wir müssen mit aller Härte jetzt zusammenstehen, sonst werden wir einen Schaden nehmen in noch nicht gekanntem Ausmaß."
  • Leonhardt stützte sich bei seiner Einschätzung auf Worte von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. "Wenn Bundesminister Spahn sagt, das der jetzige Zustand die Ruhe vor dem Sturm ist, dann machen wir uns alle Sorgen in nie gekannter Weise", meinte Leonhardt und ergänzte: "Wir müssen dieser Aussage glauben, egal ob sie taktisch vielleicht falsch platziert war."
  • Die Aussage der Bundesregierung zwinge ihn dazu, "Alarmstufe Rot" auszurufen, meinte Leonhardt. "Nehmt meinen Aufruf zur Alarmstufe Rot ernst und kämpft ums Überleben", schrieb der 61-Jährige, dessen Verein in der Krise zuletzt Kurzarbeit angemeldet hat.
  • Der Klub-Chef wollte nicht ausschließen, dass sich die Lage noch weitaus schlimmer entwickeln könnte. "Sollte die Kernschmelze doch eintreten, werden wir auch wieder unten quasi im Dreck anfangen, wie 1946 ...", schrieb Leonhardt, der seinen Appell mit "Euer Präsi" unterzeichnete.
17:16 Uhr

Podolski: "Wäre der Erste, wenn man Mitarbeiter des Vereins unterstützen könnte"

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Lukas Podolski will als Fußballprofi des türkischen Süper-Lig-Klubs Antalyaspor auch mit einem Gehaltsverzicht seinen Beitrag zur Bewältigung der Coronavirus-Krise leisten. "Ich wäre der Erste, der dazu bereit wäre, wenn man damit die Mitarbeiter des Vereins unterstützen könnte, die keine Beschäftigung mehr haben", sagte der Rio-Weltmeister bei Sport1.

  • Der 34-Jährige berichtete außerdem vom derzeitigen Cyber-Training bei seinem Klub von der türkischen Riviera. "Wir haben eine App, und da hüpft dann ein Fitnesstrainer auf einem Fahrrad rum", berichtete "Prinz Poldi" gewohnt launig.
  • Aber er sei halt Fußballer, "mir fehlt der Ball, mit fehlt die Mannschaft und das Training auf dem Platz".
  • In der Türkei ist die Meisterschaft ebenfalls zurzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochen. Vor Mai werde die Saison in der Süper Lig, so Podolski, wohl kaum fortgesetzt.
  • Antalyaspor ist seit acht Spielen ungeschlagen und konnte sich vom Tabellenende entfernen.
16:25 Uhr

"Hier gibt's keine Viren": Weißrusslands Präsident pfeift auf Corona und spielt Eishockey

Die Sportwelt ruht weitgehend wegen der Corona-Pandemie - doch Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko zeigt sich davon völlig unbeeindruckt. In der Hauptstadt Minsk spielte er am Samstag Eishockey, wie die Staatsagentur Belta meldete. Die Gefahr einer Ansteckung redete er dabei klein: "Hier gibt es keinerlei Viren." Er habe nicht bemerkt, dass sie herumfliegen. "Das ist ein Kühlschrank. (...) Sport, besonders Eissport, ist die beste Antiviren-Medizin." Die Mannschaft des Präsidenten siegte bei dem Turnier. Auf Bildern war zu sehen, wie Zuschauer auf der Tribüne eng beieinander standen. In dem Land zwischen Russland und Polen pausiert auch der Fußball nicht. Gespielt wurde ebenfalls am Sonntag. Am Nachmittag sollte die Meisterschaft der Frauen beginnen. Der frühere Trainer der Nationalmannschaft, Anatoli Baidatschni, sagte lokalen Medien: "Die ganze Welt schaut auf die belarussische Meisterschaft. Dies ist die beste Werbung für unsere Liga."

Der als "letzter Diktator Europas" kritisierte Präsident sah zuletzt keinen Grund für "drakonische Maßnahmen" gegen die hochansteckende Krankheit. "Mit dieser Psychose haben wir heute die Wirtschaft fast auf der ganzen Welt zum Stillstand gebracht", sagte Lukaschenko am Freitag. In Belarus haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 85 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

15:45 Uhr

Berührende Geste in Coronakrise: Schottischer Klub ruft Senioren an

Was für eine berührende Geste: Der schottische Fußball-Erstligist Ross County sorgt sich in der Coronavirus-Pandemie besonders um seine älteren Anhänger. Am Wochenende riefen deshalb Trainer Steven Ferguson und Spieler ältere Dauerkartenbesitzer an. Sie fragten nach, ob gesundheitlich alles in Ordnung sei, man helfen könne, oder unterhielten sich einfach nur für ein paar Minuten mit den Anhängern. Das berichtete mehrere Fans auf Twitter.

In Großbritannien gelten erst seit Ende der Woche strenge Ausgangsbeschränkungen. Ross County, der Klub aus der Kleinstadt Dingwall, ist derzeit Zehnter der zwölf Vereine umfassenden Premier League und hatte zuletzt am 8. März gespielt.

14:42 Uhr

"Kritische Zeiten": Türkischer Rekordnationalspieler wegen Corona in Klinik

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Der türkische Fußball ist in Sorge um seinen Rekordnationalspieler Rüstü Recber. Wie dessen Ehefrau in den Sozialen Medien bekannt gab, wurde der 46 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter nach einem positiven Coronavirus-Test in ein Krankenhaus eingeliefert.

  • "Die Symptome haben sich rasend schnell entwickelt, nachdem zuvor alles in Ordnung gewesen war. Das sind kritische und schwere Zeiten", schrieb Isil Recber, die ebenso wie die gemeinsamen zwei Kinder negativ getestet wurden, auf Instagram.
  • Recber hatte während seiner aktiven Laufbahn 120 Länderspiele für die Türkei bestritten, bei der WM 2002 erlangte er auch durch den Halbfinaleinzug in seiner Heimat Heldenstatus. Bis auf eine Saison beim FC Barcelona stand er ausnahmslos bei Vereinen in der Türkei unter Vertrag.
  • Am vergangenen Montag hatte bereits der ehemalige Nationaltrainer Fatih Terim seine Infektion bekannt gegeben.
14:07 Uhr

Box-Promoter dankt Ärzten und Pflegern mit Gratis-Tickets

Jetzt müssen sie nur noch in ihrer Freizeit freiwillig Blut sehen wollen ... Der Promoter von Box-Star Anthony Joshua will sich mit kostenlosen Eintrittskarten bei den Angestellten des britischen Gesundheitsservices NHS für ihre Arbeit in der Corona-Krise bedanken.

  • Wie Eddie Hearn per Twittervideo mitteilte, werde es für ein Jahr lang bei jedem Kampf 200 Tickets für NHS-Angestellte geben. "Es zählt für zwölf Monate von dem Zeitpunkt an, wenn wir wieder loslegen", sagte Hearn.
  • Der nächste Kampf von Weltmeister Joshua sollte am 20. Juni im Fußballstadion von Tottenham stattfinden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste die Titelverteidigung gegen den Bulgaren Kubrat Pulew verlegt werden.
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13:12 Uhr

Kimmich und Goretzka sammeln mehr als 3,6 Millionen Euro

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Was für ein großartiger Erfolg: Die deutschen Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit ihrer Hilfsaktion "We kick Corona" nach etwas mehr als einer Woche schon 3,6 Millionen Euro eingesammelt. Diese Spendensumme nannte Bayern-Profi Goretzka bei Sport1.

  • "Wir wollten schnell helfen, und das ist uns, glaube ich, bisher ganz gut gelungen", sagte sein Vereinskollege Kimmich, der ebenfalls in der Sendung "Doppelpass" zugeschaltet war.
  • Die beiden 25 Jahre alten Profis des FC Bayern München hatten selbst einen Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Zahlreiche Fußballstars wie Mats Hummels (Borussia Dortmund), Leroy Sané (Manchester City) oder Timo Werner (RB Leipzig) schlossen sich als Unterstützer an, ebenso Topathleten aus anderen Sportarten wie Tennis-Ass Alexander Zverev oder Basketballer Dennis Schröder. Aber: "Wir fokussieren uns nicht nur auf Prominente", betonte Goretzka.
  • Auf der Website ist von bislang 2000 Spendern die Rede.
  • Mehr als 30 soziale Projekte konnten bereits unterstützt werden, wie Kimmich berichtete. Diese sind auf der Homepage aufgelistet. Weitere 40 befänden sich in Vorbereitung. "Die Initiative bestimmt den Alltag. Wir durchforsten die Projekte selbst", sagte Goretzka, der noch einmal verdeutlichte: "Man kann sich als Spender melden oder Hilfe beantragen." Beides ist über die eingerichtete Homepage möglich.
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12:16 Uhr

Axel Witsel albert über das Friseur-Dilemma in Quarantäne

Wir hoffen, Fußballprofi Axel Witsel bringt Sie mit diesem Tweet genauso zum Lachen wie uns. Herrlich, wie sich der BVB-Star sein Team vorstellt, wenn die Quarantäne vorüber ist. Dann könnten sich die Fußballer vielleicht zum Flechten treffen. Nun, Witsel kann ihnen genügend Frisurtipps geben.

11:25 Uhr

"Wie im Weltkrieg": Atalanta-Boss über Coronavirus-Pandemie

Die italienische Stadt Bergamo ist besonders hart von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Der Klubchef des Champions-League-Viertelfinalisten Atalanta Bergamo, Antonio Percassi, beklagt den Tod von acht Mitarbeitern im Umfeld seines Fußball-Serie-A-Klubs.

  • "Wir erleben eine unglaubliche Tragödie, der eine ganze Generation zum Opfer gefallen ist. Das Virus befällt auch jüngere Menschen. Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind, es ist wie in einem Weltkrieg", sagte Percassi der "Gazzetta dello Sport".
  • Der 66 Jahre alte Unternehmer, seit zehn Jahren Eigentümer von Atalanta, lobte den Mut seiner Mitbürger und die Nähe der Fans zu ihrem Klub, der nach dem Sieg gegen den FC Valencia den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse geschafft hat. "In diesen zehn Jahren sind wir stets gewachsen, heute zählen wir zu den acht besten europäischen Klubs. Ich hoffe, dass Atalantas Leistungen unserem Volk Freude machen, das so traurige und schwierige Tage erlebt", betonte Percassi.
  • Er dankte den Sanitätern, die unermüdlich im Kampf gegen die Pandemie engagiert sind. "Die Leute in Bergamo sind zäh und beweisen auch in dieser Situation einen starken Charakter. Unser Klub umarmt jeden, der in dieser Zeit leidet", äußerte Percassi.
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10:53 Uhr

"Spuck-Video": Box-Weltmeister entschuldigt sich

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Saunders kassierte - diesmal heftige Kritik.

(Foto: imago/Action Plus)

Einsicht ist der erste Schritt: Der britische Box-Weltmeister Billy Joe Saunders hat sich nach Kritik an geschmacklosen Sprüchen über die Coronakrise entschuldigt.

  • Der 30-Jährige hatte Männern in einem Video unter anderem geraten, der eigenen Frau "ins Gesicht zu spucken", sollte es in der häuslichen Quarantäne zu Streit kommen.
  • Der WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht entschuldigt sich daraufhin. Er habe Frauen "nicht beleidigen wollen", schrieb er auf Twitter: "Ich würde häusliche Gewalt niemals dulden. Wenn ich sehen würde, wie ein Mann eine Frau auch nur berührt, würde ich ihn fertig machen. Ich bitte um Verzeihung".
10:07 Uhr

"Auch mal impulsiv": BVB-Boss Watze bedauert TV-Auftritt

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"Impulsiv" - so bezeichnet sich Watzke selbst.

(Foto: imago/DeFodi)

"Am Ende können nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Klubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen." Mit diesen Worten sorgte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für viel Kritik. Nun hat er Teile seiner Ausdrucksweise bei dem umstrittenen Auftritt in der ARD-"Sportschau" bedauert. "Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa!", sagte Watzke der "Bild am Sonntag".

  • Seine Mitarbeiter wüssten, "dass ich auch mal impulsiv werden kann", sagte Watzke.
  • Vor zwei Wochen hatte der 60-Jährige in der "Sportschau" zu den Folgen der Coronavirus-Pandemie für den Fußball für Irritation gesorgt und finanzielle Hilfe für kleinere Klubs abgelehnt. "Und ehrlicherweise sind wir auch Konkurrenten. Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", hatte Watzke gesagt.
  • Entscheidend sei für ihn "letztlich nicht, wie freundlich man etwas sagt, sondern ob es inhaltlich richtig ist. Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine auch Wettbewerber sind und bleiben. Und trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist. Das schließt sich nicht aus", sagte Watzke nun der "BamS".
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09:49 Uhr

"Realistisch": NBA-Profi Kleber befürwortet Saisonabbruch

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Maxi Kleber spielt beim früheren Team von Dirk Nowitzki.

(Foto: USA TODAY Sports)

Basketballprofi Maxi Kleber hat sich angesichts der weltweiten Coronavirus-Krise für einen Saisonabbruch in der NBA und auch in der Bundesliga ausgesprochen. "Wenn es kein Gefahrenpotenzial gibt und man die Saison irgendwie fortsetzen kann, dann könnte man das auch vertreten. Aber die Situation sehe ich momentan persönlich einfach nicht", sagte der 28-Jährige von den Dallas Mavericks am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF mit Blick auf die NBA.

  • Deswegen sei es für ihn "realistisch und könnte durchaus passieren, dass die Saison einfach abgesagt wird - was, glaube ich, moralisch auch der richtige Weg wäre".
  • Die Profiliga NBA hatte Mitte März eine Spielpause von "mindestens 30 Tagen" verkündet. Dies entspricht etwa dem Rest der regulären Saison, die bis zum 15. April angesetzt ist. Vom 18. April an stünden die Playoffs an, die Finalspiele sollten am 4. Juni beginnen.
  • Auch in der deutschen Basketball-Bundesliga müsste die Saison beendet werden, findet Kleber, der täglich mit seiner Familie in Würzburg telefoniert. "In Deutschland wäre es besser, wenn man die Saison absagen würde", sagte der Nationalspieler. "Viele Spieler sind schon abgereist, und die kleinen Vereine können sich das auch nicht leisten momentan. Das ist dann eine Art Wettbewerbsverzerrung", erklärte der NBA-Profi. Er glaube, "dass man die Saison realistisch nicht fortsetzen kann".
  • Derzeit könne er sich in Dallas nur mit Kraft- und ein bisschen Konditionstraining fit halten. "Seit über zwei Wochen habe ich jetzt keinen Ball mehr in der Hand gehabt und nicht mehr geworfen." Dies sei wohl "die längste Zeit in meinem Leben - seitdem ich Basketball spiele".
09:14 Uhr

Olympia-Organisatoren haben wohl neuen Termin gefunden

Die Olympia-Organisatoren in Tokio favorisieren offenbar den Juli 2021 als neuen Termin für die Sommerspiele. Angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie und der benötigten Vorbereitungszeit sehe der wahrscheinlichste Plan aktuell eine Eröffnung am 23. Juli vor, berichtet der japanische Fernsehsender NHK.

  • Tokio-Gouverneurin Yuriko Koike hatte noch am Freitag die Idee ins Spiel gebracht, Olympia wegen des weniger heißen und feuchten Klimas schon im Frühjahr durchzuführen.
  • Die Spiele hätten ursprünglich am 24. Juli 2020 beginnen sollen, waren wegen der Pandemie aber ebenso wie die Paralympics (ab 25. August 2020) verschoben worden.
  • Präsident Yoshiro Mori vom Organisationskomitee sagte gestern im japanischen Fernsehen, dass innerhalb von einer Woche "eine erste Entscheidung" getroffen werden soll. Nun, daran hätten sich alle gehalten.
08:20 Uhr

Atlético trauert um Nachwuchsspieler

Atlético Madrid trauert um den 14-jährigen Christian Minchola aus der Jugendmannschaft des Vereins. Wie der spanische Fußballklub mitteilte, sollen zu Ehren des vielversprechenden jungen Stürmers, der in seiner sechsten Saison im Jugendsystem von Atlético spielte, die Flaggen auf Halbmast gesetzt werden.

  • "Wir sind schockiert über die traurige Nachricht vom Tod unseres Spielers und bedauern zutiefst den Verlust", schrieb Klub-Präsident Enrique Cerezo und drückte den Angehörigen sein Beileid aus: "Atlético de Madrid und die gesamte sportliche Familie werden in diesen Momenten immensen Schmerzes an der Seite von Christians Familie und Freunden sein."
  • Der Klub aus der Primera Division gab die Todesursache nicht bekannt. Verschiedene spanische Sportmedien berichten, dass Mincholas Tod aber nicht mit der Coronavirus-Pandemie zusammenhänge.
  • Atlético-Kapitän Koke twitterte: "Wut und Schmerz, sich von Christian Minchola verabschieden zu müssen. Das Leben ist nicht fair."
07:45 Uhr

Uefa-Boss: Liga-Neustart bis Ende Juni nötig

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Aleksander Ceferin will die Ligen nach hinten verschieben.

(Foto: imago/Belga)

Spätestens Ende Juni muss der Spielbetrieb in den europäischen Fußball-Ligen nach Überzeugung von Uefa-Präsident Aleksander Ceferin wieder beginnen - sonst sei die Saison verloren. "Wir könnten Mitte Mai, Anfang Juni oder Ende Juni starten. Wenn wir nichts davon schaffen, bringen wir die Saison wahrscheinlich nicht zu Ende", sagte der 52 Jahre alte Slowene der italienischen Zeitung "La Repubblica".

  • Mit den Ligen fänden derzeit Gespräche über eine Anpassung des Spielkalenders statt. So könnte die laufende Saison "zu Beginn der kommenden" beendet werden.
  • Dies hätte allerdings zur Folge, dass die nächste Speilzeit (2020/21) "ein bisschen später" beginnen könnte. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
  • Die Uefa hatte die EM 2020 in das nächste Jahr verschoben (11. Juni bis 11. Juli 2021), um den Ligen in der Coronavirus-Krise mehr Zeit zu verschaffen, den Spielbetrieb doch noch in dieser Saison wieder aufzunehmen. Mit Ausnahme der weißrussischen Liga ruht der Spielbetrieb in Europa aufgrund der weltweiten Pandemie.
07:14 Uhr

Flick stellt eigene Zukunft wegen Coronavirus zurück

Was wird aus Trainer Hansi Flick beim FC Bayern? Für ihn selbst ist das derzeit - inmitten der Coronavirus-Krise - nicht vordringlich. "Es gibt gerade wichtigere Dinge als meine Zukunft", sagte der 55-Jährige.

  • "Mindestens" bis Sommer sollte er Cheftrainer bleiben. Die weiteren Verhandlungen stehen aus.
  • Nach einer Siegesserie in der Rückrunde und der Rückkehr an die Bundesliga-Spitze gilt Flicks Weiterbeschäftigung als sicher. "Wir hatten einen guten Lauf, wir haben erfolgreichen Fußball gespielt", sagte Flick.
  • Allerdings sei wegen der Coronavirus-Pandemie inzwischen wohl "jedem bewusst, dass es nur mit Geisterspielen geht, die Saison zu Ende zu spielen". Die Sehnsucht nach dieser Notlösung wachse auch bei den Münchner Profis.