"Definitiv dabei": BVB-Star feiert Comeback im DFB-Team
Nico Schlotterbeck kehrt nach monatelanger Verletzungspause in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund werde "definitiv dabei sein und hat das auch verdient", verriet Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Premiere einer Sky-Dokumentation über das Leben von DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Am Donnerstag nominiert Nagelsmann seinen Kader für den Oktober-Lehrgang.
Schlotterbeck habe "keine Probleme" mehr und werde sehnsüchtig erwartet. "Er gibt uns einen herausragenden Spielaufbau, einen super Siegeswillen und endlich mal wieder einen linken Fuß hinten", betonte Nagelsmann in Frankfurt/Main am Montagabend. "Er war in seinem letzten Länderspiel gegen Italien der beste Mann auf dem Platz und darf das jetzt gerne wieder sein. Wir sind sehr froh, dass er wieder da ist."
Schlotterbeck war seit April wegen einer Meniskusverletzung ausgefallen, zuletzt hat er wieder zwei Bundesligaspiele über 90 Minuten absolviert.
Eberl: Kane findet es "einfach geil, hier zu spielen"
Harry Kane steht nach fünf Bundesligaspielen bei unglaublichen zehn Treffern. Der Stürmer trifft, wie er will. Das begeistert nicht nur Fans des Rekordmeisters, sondern auch Max Eberl. Der Bayern-Sportvorstand blickt entspannt in die Zukunft.
Entsetzen in Spanien: Junger Torwart nach unglücklichem Zusammenprall hirntot
Ein junger Fußball-Torhüter ist in Spanien zwei Tage nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler für hirntot erklärt worden. Die Familie des 19 Jahre alten Raúl Ramírez habe entschieden, seine Organe zu spenden, um damit anderen Menschen in Not zu helfen, teilte der Fußballverband der Region Kantabrien (RFCF) mit. Für die gesamte Region im Norden Spaniens wurden laut der Mitteilung drei Trauertage ausgerufen.
Ramírez stand im Tor des spanischen Fünftligisten Klub Deportivo Colindres. Der tragische Zusammenstoß ereignete sich am Samstag im Spiel seines Klubs bei SD Revilla. Laut übereinstimmenden Medienberichten hatte keiner der Beteiligten Schuld. Nach Angaben der Ärzte erlitt der Torhüter dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma sowie mehrere Herz-Kreislauf-Stillstände.
Die Partie wurde beim Stand von 1:0 für das Heimteam abgebrochen. Ramírez wurde umgehend auf die Intensivstation des Universitäts-Krankenhauses Valdecilla in der Regionalhauptstadt Santander gebracht, wo die Ärzte ihn trotz aller Bemühungen nicht retten konnten.
Endlich darf er: Superstar heiß drauf, "endlich wieder für Deutschland zu spielen"
Leon Draisaitl kann seine Olympia-Premiere kaum erwarten. "Das ist mit das Besonderste, was man als Sportler erleben darf", sagte der deutsche Eishockey-Superstar von den Edmonton Oilers in einer Presserunde vor dem NHL-Start. "Deswegen ist die Vorfreude umso größer, endlich mal wieder für Deutschland zu spielen - und das bei Olympischen Spielen, wenn alles gut geht. Darauf freue ich mich total."
Seit 2014 haben die NHL-Cracks nicht mehr bei Olympischen Winterspielen gespielt. In diesem Winter aber legt die beste Liga der Welt für die Spiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) erstmals wieder eine Pause ein.
Seine persönliche Saisonvorbereitung ändere das nicht, sagte Draisaitl. "Man hat einfach eine Phase mitten in der Saison, die einem mehr bedeutet als die normale NHL-Phase im Februar. Die Anspannung wird steigen, die Spiele werden sehr, sehr intensiv werden."
FC St. Pauli kassiert kuriose Sperre
FC St. Paulis Athletiktrainer Karim Rashwan hat vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Innenraumverbot für ein Bundesliga-Spiel erhalten. Dem 42-Jährigen war unsportliches Verhalten vorgeworfen worden. Die Hamburger spielen am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky und DAZN und im Liveticker auf ntv.de, Highlights auf RTL+) bei Werder Bremen.
Rashwan hatte sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Spiel am vergangenen Samstag gegen Bayer Leverkusen (1:2) heftig beim vierten Offiziellen über einen nicht gegebenen Eckball beschwert. Schiedsrichter Martin Pedersen zeigt ihm daraufhin die Rote Karte.
Keine Chance, kein Rückenwind: Zverev geht gegen Medwedew unter
Frustrierende Niederlage für Alexander Zverev gegen seinen Dauerrivalen: Der zuletzt strauchelnde deutsche Topspieler hat beim ATP-Turnier in Peking erneut gegen Daniil Medwedew verloren und damit das Halbfinale verpasst. Zverev unterlag am Montagnachmittag dem einstigen Weltranglistenersten aus Russland mit 3:6, 3:6 und ließ die Chance auf seine vierte Teilnahme an der Vorschlussrunde in der chinesischen Hauptstadt aus.
Für Zverev war es im 21. Aufeinandertreffen mit Medwedew die 14. Niederlage. Damit verpasste es der Hamburger, sich Rückenwind und einen Schub fürs Selbstvertrauen zu verschaffen. Es war der erste Auftritt des 28-Jährigen auf der Tour nach dem Drittrundenaus bei den US Open.
Zverev, der seit einiger Zeit unter Rückenproblemen leidet und mit dem Verlauf seiner Saison wenig glücklich ist, musste gegen Medwedew früh ein Break zum 1:3 hinnehmen. Dem Rückstand lief er erfolglos hinterher. Medwedew, mit dem er sich in der Vergangenheit mehrfach gezofft hatte, war insbesondere mit seinem ersten Aufschlag enorm erfolgreich. Zverev leistete sich viele Fehler.
Im zweiten Satz startete Zverev besser, beide Spieler brachten zunächst ihre Aufschlagspiele durch. Beim Stand von 3:3 war es dann aber wieder der Tokio-Olympiasieger, der ein Break kassierte. In der Folge war die Luft bei Zverev raus, nach 1:22 Stunden verwandelte Medwedew seinen ersten Matchball zum Sieg.
Weil Rangnick fehlt: Co-Trainer muss Nominierung verkünden
In Abwesenheit des erkrankten Cheftrainers Ralf Rangnick hat dessen Assistent Lars Kornetka die Nominierung von zwölf Bundesligaprofis für den Kader der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft präsentiert. Rangnick befindet sich nach einer weiteren Operation seines rechten Sprunggelenks wegen eines Krankenhauskeims weiterhin stationär in Behandlung.
Die WM-Qualifikationsspiele gegen San Marino in Wien (9. Oktober) und Rumänien in Bukarest (12. Oktober) soll Rangnick aber wieder selbst verantworten. Zuletzt war der 67-Jährige stark eingeschränkt und fuhr in Bosnien-Herzegowina sogar mit einem schwarzen E-Bike über den Platz - der Clip dazu wurde ein Social-Media-Hit.
Deutschlands Kletterstar spricht über Erkrankung: "Langsam reingerutscht"
Deutschlands Kletterstar Alexander Megos war als Teenager magersüchtig. Das verriet der zweimalige Olympia-Teilnehmer und Ausnahmeathlet im Felsklettern in einem Interview der "Welt". Er sei als Kind "langsam reingerutscht", sagte er. "Man realisiert das erst, wenn es schon zu spät ist. Ich kann auch nicht festmachen, zu welchem Zeitpunkt alles angefangen hat. Mit 15 Jahren steckte ich da sicher schon drin - mit 16 und 17 Jahren auch."
Irgendwann habe er nur noch 45 Kilogramm gewogen. "Allerdings kann ich nicht genau sagen, wann das war oder wie groß ich zu dem Zeitpunkt war. Aber ich hatte auf jeden Fall deutliches Untergewicht", schilderte der Franke, von dem Anfang Oktober die Autobiografie "Frei am Fels" erscheint.
Megos ist in der Kletterszene ein Star, seit er 2013 im Alter von 19 Jahren eine historische Leistung schaffte und als erster Kletterer eine Felswand der Schwierigkeit 9a im Onsight-Modus bezwang. Das bedeutet, dass er es im ersten Versuch schaffte, ohne zuvor jemand anderem zugesehen zu haben. Im Wettkampfklettern an künstlichen Wänden holte Megos unter anderem drei WM-Medaillen und nahm an den Sommerspielen in Tokio und Paris teil.
"Schwerste Entscheidung meines Lebens": Lewis Hamilton trauert um Roscoe
Lewis Hamiltons geliebter Hund Roscoe ist tot. "Nachdem er vier Tage an lebenserhaltenden Geräten angeschlossen war und mit aller Kraft gekämpft hatte, musste ich die schwerste Entscheidung meines Lebens treffen und mich von Roscoe verabschieden", schrieb der Formel-1-Star in den sozialen Netzwerken. "Ich habe meinen besten Freund verloren."
Die britische Bulldogge sei am Sonntag in seinen Armen gestorben, teilte der 40 Jahre alte Brite mit: "Ich bin so dankbar und fühle mich geehrt, mein Leben mit einer so schönen Seele, einem Engel und wahren Freund geteilt zu haben."
Roscoe hatte sich wie schon in der ersten Jahreshälfte eine Lungenentzündung zugezogen und wurde in einer Tierklinik behandelt. Nach einem Herzstillstand hatte der etwa 12 Jahre alte Hund im Koma gelegen. Vor fünf Jahren war Hamiltons zweite Bulldogge Coco an einem Herzinfarkt gestorben.
DFB weist Forderung nach Strafen für Schiedsrichter "entschieden zurück"
Der Deutsche Fußball-Bund hat dem Ansinnen von Drittliga-Profi Klaus Gjasula nach einer Bestrafung von Referees bei krassen Fehlentscheidungen eine deftige Abfuhr erteilt. "Die Forderung, Schiedsrichter für vermeintliche oder tatsächliche Fehler zu bestrafen, weisen wir entschieden zurück", sagte Alexander Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, dem Portal "liga3-online.de".
Eine falsche Entscheidung dürfe keine Sanktionen nach sich ziehen, bekräftigte der 56-Jährige. "Es werden schließlich auch keine Spieler mit einer Geldstrafe belegt, weil sie einen Strafstoß verursachen oder ein Eigentor erzielen", sagte Feuerherdt.
Der in Diensten von Rot-Weiss Essen stehende Gjasula hatte am vergangenen Samstag nach einer aus seiner Sicht unberechtigten Roten Karte im Spiel bei Waldhof Mannheim (1:6) heftige Kritik an den Unparteiischen geübt und gefordert: "Schiedsrichter müssen genauso Strafen bekommen wie auch Vereine und Spieler. Es kann nicht sein, dass die alles machen können, was sie wollen."
Der 35-Jährige unterstellte den Unparteiischen, sie würden Rote Karten "einfach nach Gefühl" verteilen. "Das geht nicht, deswegen muss auch in Zukunft daran etwas geändert werden", sagte Gjasula.
Gjasula wütet: "Schiris müssen auch Strafen bekommen"

Eberl hält neuen Vertrag für Kane für "absolut vorstellbar"
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl strebt eine Vertragsverlängerung von Stürmerstar Harry Kane an. Für den Rekordmeister sei eine Zusammenarbeit auch über das Vertragsende im Sommer 2027 hinaus "absolut vorstellbar", sagte er vor dem Abflug ins zyprische Larnaka: "Deswegen werden wir ganz entspannt mit ihm dann auch die nächsten Schritte besprechen."
Kurz vor dem Boarding des Flugs USY 3572 nach Zypern, wo die Bayern am Dienstag in Limassol (21 Uhr/Prime Video und im Liveticker auf ntv.de) auf Meister Pafos FC treffen, bezeichnete der 52-Jährige Kane als "absoluten Führungsspieler" - und dass es "geil" sei, "mit uns Titel zu sammeln, das hat er auch gesagt. Wir wollen das mit ihm auch noch lange."
Bedenken ob des höheren Alters des Engländers - Kane wird im Sommer 2027 34 Jahre alt sein - habe er nicht. "Ich habe von meinem alten Förderer Hans Meyer gelernt, dass entscheidend die Mischung im Kader ist", sagte Eberl: "Wenn du eine gute Mischung hast, dann kannst du eben auch ältere Spieler, die einfach eine unfassbare Qualität haben, auch durchaus länger dabei haben." Außerdem zeige Kane derzeit keine Alterserscheinungen: "Er scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein."
Europameistertrainer setzt Deutschland unter Druck
Europameister-Trainer Alan Ibrahimagic sieht den deutschen Basketball nach EM-Gold in Riga weiter vor strukturellen Schwierigkeiten. "Wir haben jetzt während des Turniers wieder mitbekommen, dass der Ansturm auf die Vereine riesig ist. Doch es fehlen Kapazitäten, bei den Coaches ebenso wie bei den Trainingsmöglichkeiten", sagte der 47-Jährige dem "Kicker".
Ibrahimagic hatte bei der EM in Finnland und Lettland den erkrankten Bundestrainer Alex Mumbru vertreten und das Team um Kapitän Dennis Schröder nach neun Siegen zum dritten Titel der Verbandsgeschichte geführt. Ob das kurzfristig viel bringt, bezweifelt Ibrahimagic. "Trotz des EM-Titels wird uns aber wohl niemand sofort zusagen, deswegen eine Halle zu bauen. Der Verband arbeitet in diese Richtung, aber es braucht öffentlichen Druck", sagte er.
Angegriffen und ausgeraubt: US-Profi landet in irischem Krankenhaus
Der Ersatz-Quarterback der Pittsburgh Steelers, Skylar Thompson, ist vor dem NFL-Spiel gegen die Minnesota Vikings in Dublin überfallen und ausgeraubt worden. Nach Informationen des "Irish Independent" soll der 28-Jährige bei dem Angriff im Dubliner Stadtteil Temple Bar in der Nacht zum Samstag leicht verletzt worden sein und musste kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden. Demnach sei er "angegriffen und ausgeraubt" worden.
Der irische Sender RTE berichtete, dass die Dubliner Polizei "von einem Vorfall mit einem Mann in den Zwanzigern in der Dame Street in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages Kenntnis" hat. Thompson, der wegen einer Oberschenkelverletzung seit dem 10. September auf der Verletztenliste steht, war kurz danach aber wieder bei seinem Team und sah den 24:21-Erfolg gegen die Vikings. Thompson spielt seine vierte Saison in der NFL und seine erste in Pittsburgh, nachdem er von 2022 bis 2024 bei den Miami Dolphins war.
Nach Pogacar-Sieg: Radstars schimpfen über kurzfristige WM-Regel
Kleine Ankündigung mit großen Folgen: Kurz vor dem Start des WM-Rennens in Kigali am Sonntag teilte der Radsport-Weltverband mit, dass das Zeitlimit für den Rückstand während des Rennens auf zehn Minuten gesetzt wird. Bedeutet: Hat ein Fahrer zu einem bestimmten Zeitpunkt des Rennens einen Rückstand von zehn Minuten auf die Spitze, darf er nicht mehr weiterfahren und wird von der Rennleitung rausgenommen.
Am Sonntag in Kigali führte diese Zehn-Minuten-Regel zu einem bizarren Bild, zumal sage und schreibe 134 Fahrer davon betroffen waren. Am Ende sahen nur 30 Fahrer das Ziel, so wenige wie seit 1995 nicht mehr bei einer Weltmeisterschaft. Das Frustlevel bei den Aussortierten war entsprechend hoch.
"Wenn 25 Fahrer in der Ergebnisliste auftauchen und die anderen ein DNF haben, sollten sie sich vielleicht fragen, ob das der richtige Weg ist. Es waren ganz sicher mehr als 25 gute Fahrer hier am Start", klagte etwa der Belgier Xandro Meurisse, der am Ende einer der Leidtragenden des Zeitlimits und des harten Kurses war. Auch der Niederländer Thymen Arensman war mit der Streckenführung nicht einverstanden und sagte: "Ich denke, eine Idee wäre es, zwei Runden weniger zu fahren, weil das hier ein bisschen drüber war. Vor allem unter diesen Bedingungen und auf dieser Höhe war es ein bisschen zu viel."
Fußballer schlägt flüchtendem Schiedsrichter gegen den Kopf
Nach einer Roten Karte ist ein Spiel in der Kreisliga in Dortmund am Wochenende mit einem Polizeieinsatz zu Ende gegangen. Nach Angaben der Polizei habe ein 31 Jahre alter Spieler dem 28-jährigen Schiedsrichter nach dem Platzverweis mit der Faust gegen den Kopf geschlagen.
Der Unparteiische habe den Spieler der Gastmannschaft kurz vor Spielende vom Platz gestellt und war daraufhin von mehreren Akteuren bedrängt worden, hieß es. Er brach die Partie ab und begab sich zu seinem Auto, wohin ihm zahlreiche Spieler folgten. Der 31-jährige Fußballer schlug dann zu.
Beim Eintreffen der Polizei saß der Schiedsrichter in seinem Auto, etwa 30 Personen befanden sich auf dem Parkplatz um ihn herum. Der 28-Jährige erlitt leichte Verletzungen, die noch vor Ort behandelt wurden. Gegen den Angreifer wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt.
FC Bayern verpflichtet doch noch jemanden vom VfB Stuttgart
Bayern München hat sich die Dienste von Rouven Kasper, Vorstandsmitglied beim VfB Stuttgart, gesichert. Der 43-Jährige wechselt zum Jahresbeginn 2026 zum Rekordmeister, verkündeten beide Fußball-Bundesligisten. Bei den Münchnern werde der Sportökonom zum Vorstand Marketing und Vertrieb berufen und komplettiere die Führungsebene, hieß es in der Mitteilung der Bayern.
"Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass Rouven Kasper fachlich und persönlich die richtige Wahl ist, um mit ihm als Vorstand die ambitionierten Ziele des FC Bayern in den Bereichen Marketing und Vertrieb zu erreichen", sagte FCB-Präsident Herbert Hainer. Sportökonom Kasper besitzt beim VfB noch einen bis 2028 dotierten Vertrag, der aufgelöst wird. Der Funktionär kennt den FC Bayern bereits: Von 2016 bis 2021 verantwortete er das Asien-Geschäft der Münchner.
Im Sommer waren die Münchner noch öffentlichkeitswirksam daran gescheitert, einen Wunsch-Stuttgarter beim VfB auszulösen - Stürmer Nick Woltemade wechselte stattdessen zu Newcastle United.
Golfprofis machen sich über Donald Trump lustig
Am Ende einer "harten Woche" war Rory McIlroy und seinen europäischen Golfkollegen nach Feiern zumute. Der Sieg im prestigeträchtigen Ryder Cup gegen die US-amerikanischen Gastgeber war nicht nur sportlich schwer erkämpft, sondern auch mit viel mentaler Stärke verbunden, um die Pöbeleien der heimischen Zuschauer nicht zu an sich heran zu lassen. Und so postete das Team Europa ein Video im Siegesrausch, das gewissermaßen an den obersten Golfspieler der USA gerichtet war: an Präsident Donald Trump.
"Are you watching, are you watching, are you watching, Donald Trump?", sangen McIlroy und Co. und fragten also den Möchtegern-Autokraten im Weißen Haus, ob er sich den Sieg Europas über die USA angeschaut habe. Es war 11. Erfolg für Europas Golfer in den jüngsten 15 Ausgaben und der vierte Auswärtssieg in dieser Zeit. Trump, der sich gerne mit seinen angeblichen Golfkünsten brüstet, antwortete: "Ja, ich gucke zu. Herzlichen Glückwunsch!" Eine Größe in der Niederlage, die wohl nur die wenigsten von Trump erwartet haben dürften.
Karl-Heinz Rummenigge feiert Vincent Kompany

Der langjährige Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat die Entwicklung des FC Bayern unter Trainer Vincent Kompany in höchsten Tönen gelobt. Kompany habe den Teamspirit "zurückgebracht" und die Mannschaft "wieder zu einer Einheit geformt", sagte der 70-Jährige in der Sendung Blickpunkt Sport des Bayerischen Rundfunks. "Das Ergebnis ist jetzt, dass die Mannschaft wirklich toll funktioniert. Und der Trainer, das muss man klar und deutlich sagen, ist da der Spiritus Rektor, der macht einen tollen Job."
Ein Sonderlob verteilte Rummenigge, der wie Ehrenpräsident Uli Hoeneß noch dem Aufsichtsrat der Münchner angehört, an Torjäger Harry Kane. "Er ist nicht nur ein toller Spieler auf dem Platz, sondern er ist auch im privaten ein ganz angenehmer Mensch. Der ist kein arroganter Typ, der keine Autogramme gibt oder sich für keine Selfies zur Verfügung stellt. Er macht alles. Ein ganz netter, sympathischer Bursche noch nebenbei."
0,05 Sekunden am Podium vorbei: Keine deutsche Medaille zum Start der Kanuslalom-WM
Die deutsche Mannschaft hat zum Auftakt der Kanuslalom-WM in Australien eine Medaille verpasst. In den Einzelrennen im Kajak-Cross belegte Canadierspezialistin Andrea Herzog als Beste ihres Teams Platz vier. 0,05 Sekunden fehlten zu Bronze. "Holz kann in manchen Momenten ganz schön sein. Ich freue mich sehr über den vierten Platz", sagte Herzog, gab aber zu: "Die fünf Hundertstel sind schon ärgerlich."
Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk kam in dem Wettbewerb, der auch die Positionen für die Kopf-an-Kopf-Rennen zum Abschluss der Weltmeisterschaften am Samstag festlegt, nur auf Platz 34. "Ich habe einen schlechten Start erwischt", haderte Funk, die schon das erste Aufwärtstor doppelt anfahren musste. "Das war ein Satz mit X, jetzt muss ich nach vorne blicken. Ich weiß, dass ich antrittsschnell bin, ich weiß um meine Stärken", fügte sie kämpferisch hinzu. Funks Lieblingsdisziplin, der klassische Kanuslalom, findet im Penrith Whitewater Stadium, der Olympiastrecke von Sydney 2000, am Mittwoch statt.
Bei den Männern kam Noah Hegge als bester Deutscher auf Platz 20. Stefan Hengst und Tillmann Röller folgten auf den Plätzen 24 und 38.
NFL trifft spektakuläre Wahl für den Super Bowl
Der Latin-Rap-Star Bad Bunny wird im kommenden Februar in der Halbzeit des Super Bowl auftreten. Das Finale der National Football League (NFL) gilt als die größte Bühne der Welt. Das Spiel findet am 8. Februar in Santa Clara im Stadion der San Francisco 49ers statt. Halbzeitshows beim Super Bowl sind bisweilen legendär, vor allem die Auftritte der verstorbenen Michael Jackson (1993) und Prince (2007) gelten als Meilensteine. Im Vorjahr trat der US-Rapper Kendrick Lamar auf, zu seinen Vorgängern gehörten unter anderem Lady Gaga (2017), Madonna (2012) oder Bruce Springsteen (2009).
Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, stammt aus Puerto Rico. "Das ist für mein Volk, meine Kultur und unsere Geschichte", ließ er nach der Bekanntgabe des Auftritts ausrichten. Die NFL teilte mit, der 31-Jährige sei einer der "einflussreichsten und meistgestreamten Künstler der Welt". Er sei aufgrund seiner "einzigartigen Fähigkeit, Genres, Sprachen und Zielgruppen zu verbinden" eine naheliegenden Wahl gewesen.
Medien: FC Bayern wildert beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart könnte zum Jahresende einen wichtigen Funktionär an den FC Bayern verlieren. Schon seit einigen Wochen wird Rouven Kasper mit einem möglichen Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister in Verbindung gebracht. Kasper ist aktuell einer von drei Vorständen beim VfB - neben Alexander Wehrle als hauptverantwortlicher Vorstandsvorsitzender und Fabian Wohlgemuth als Vorstand Sport. Bis 2028 ist der 43-jährige Kasper eigentlich an die Schwaben gebunden.
Beim FC Bayern soll er jedoch den Ende September ausscheidenden Finanzvorstand Michael Diederich ersetzen und vor allem die Bereiche Marketing und Internationalisierung übernehmen. Laut "Kicker" wird daher derzeit auf höchster Ebene miteinander verhandelt. Dem Fachmagazin nach führen Bayern-Präsident Herbert Hainer und sein Stuttgarter Pendant Dietmar Allgaier die Gespräche über Kasper.
Klar ist demnach, dass Kasper unbedingt zu den Münchnern zurückkehren möchte, wo er bereits zwischen 2016 und 2021 aktiv war, damals als Global Sports Director. Diese Entscheidung sei mittlerweile auf dem VfB-Aufsichtsrat mitgeteilt worden. Denkbar soll demnach sein, dass sich der 43-Jährige am Ende des Jahres, genannt wird der 31. Dezember, dem FC Bayer anschließt. Wie der "Kicker" schreibt, ist es "gut möglich", dass eine Ablöse gezahlt werden wird. Eine exorbitante Summe sei allerdings kein Thema, es gehe aber dem VfB ums Prinzip, wenn ein Mitbewerber einen Mitarbeiter abwerben möchte.
Mehr zum "Raubzug" des FC Bayern hier bei den Kollegen von sport.de
Triumphierende Europäer klagen über ganz üble Beleidigungen
Rory McIlroy war genervt, das war nicht zu übersehen, doch seinen Humor hatte der nordirische Golfprofi beim Ryder Cup trotz der üblen Pöbeleien gegen sich und seine Ehefrau nicht verloren. "Ich wünschte, sie hätten die Hunde losgelassen", scherzte McIlroy nach dem Sieg der Europäer in der aufgeheizten Atmosphäre im Bethpage State Park von Long Island. Am Wochenende hatten Polizisten mit Hunden McIlroy auf dessen Runden begleitet. Unsicher fühlte sich der Weltranglistenzweite daher nicht, doch die Beleidigungen der Zuschauer, die vor allem ihm und seiner Frau Erica Stoll galten, seien "nicht zu akzeptieren", sagte McIlroy: "Eigentlich sollte so etwas verboten sein, das war es in dieser Woche aber offensichtlich nicht."
Seine Frau sei den Attacken mit "Klasse, Haltung und Würde" entgegengetreten, fügte er hinzu. Auch der Ire Shane Lowry, der beim 15:13 der Europäer gegen die Gastgeber aus den USA den entscheidenden Putt verwandelt hatte, staunte über Stoll: "Es ist unglaublich, was sie da draußen aushalten musste und wie sie dennoch ihren Mann und das Team unterstützt hat." McIlroy (36) hatte sich auf dem Kurs mit einigen Fans angelegt und sich zu einer obszönen Geste hinreißen lassen. "Es war eine harte Woche für uns alle. Aber gleichzeitig haben wir sie durch unsere Leistung und unser Spiel zum Schweigen gebracht", sagte er. "Wir werden viel Spaß beim Feiern haben."
Die US-Golfer zeigten Mitgefühl für ihre europäischen Kollegen. "Ich glaube nicht, dass irgendjemandes Sicherheit in Gefahr war", sagte Justin Thomas. Aber: "Worte tun auch weh. Es wurden definitiv einige böse Dinge gesagt, aber ich glaube nicht, dass jemand unbedingt um sein Leben fürchtete."
Deutschem Darts-Profi gelingt historischer Schritt
Martin Schindler hat als erster deutscher Profi überhaupt den Sprung unter die besten 16 Darts-Spieler der Welt geschafft. Der 29-Jährige wird ab diesem Montag auf dem im Darts-Sport so wichtigen 16. Rang geführt und ist damit beim in einer Woche beginnenden World Grand Prix gesetzt. Schindler hat durch das European-Tour-Turnier in Basel am vergangenen Wochenende den englischen Weltklassespieler Dave Chisnall überholt und befindet sich nun nur noch knapp hinter dem schottischen Ex-Weltmeister Peter Wright, der durch seine bunten Klamotten und Frisuren berühmt wurde.
Für den deutschen Primus dürfte in den kommenden Monaten aber noch mehr drin sein. Im Jahresranking steht Schindler auf Position neun. Schon bis zur WM (11. Dezember bis 3. Januar) in London ist der Sprung unter die besten Zehn der Welt realistisch. Schindler könnte dabei Profis wie den walisischen Ex-Weltmeister Gerwyn Price oder Wright überholen. Vor der WM im Alexandra Palace stehen weitere Saison-Höhepunkte wie die EM in Dortmund (23. bis 26. Oktober) oder der Grand Slam of Darts (8. bis 16. November) auf dem Programm.
Es geht um Woltemade: Rummenigge spricht von "Idioten"
Karl-Heinz Rummenigge hat sich beim FC Bayern intern gegen einen Multi-Millionen-Transfer von Nick Woltemade ausgesprochen. Dies erzählte der 70 Jahre alte Ex-Vorstandschef im Bayerischen Rundfunk am Sonntagabend. "Ich habe gesagt: Wir kommen in Größenordnungen rein, die finde ich nicht mehr akzeptabel. Wir sollten nicht alle Forderungen erfüllen."
Rummenigge sei mit diesen Worten unter anderem zu Uli Hoeneß, Herbert Hainer, Max Eberl und Jan-Christian Dreesen gegangen, wie er in "Blickpunkt Sport" berichtete. Anschließend sei Woltemade für "noch mehr Geld" nach England gegangen.
"Ich kann denen in Stuttgart nur gratulieren, dass sie einen - ich sage jetzt mal in Anführungszeichen - Idioten gefunden haben, der so viel Geld bezahlt hat - weil das hätten wir in München gesichert nicht gemacht", sagte Rummenigge über den Transfer des 23 Jahre alten deutschen Stürmers zu Newcastle United. Kolportiert wird eine Ablösesumme von etwa 90 Millionen Euro.





