Formel1

Vorteil gegenüber Stadtkursen Berlins Flughafen soll Formel-E-Saison retten

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Seit 2015 gastiert die Formel E auf dem ehemaligen Flughafen.

(Foto: REUTERS)

Seit März pausiert die Formel E, die Elektro-Rennserie fährt meist auf Stadtkursen. Weil die Strecken dort aber aufwendig auf- und abgebaut werden müssen, rückt der Kurs in Berlin-Tempelhof in den Fokus. Denn auf dem ehemaligen Flughafen scheint ein Neustart deutlich einfacher.

Das Finale der derzeit unterbrochenen Saison in der Formel E soll im August mit mehreren Rennen auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof stattfinden. Laut Informationen der "Bild"-Zeitung könnte die vollelektrische Rennserie vom 5. bis zum 12. August zwischen vier bis sechs Rennen ohne Zuschauer veranstalten und so die sechste Saison abschließen. Die Formel E äußerte sich zu dem Bericht zunächst noch nicht; sie plant aufgrund der Coronavirus-Pandemie gerade den Neustart des Rennbetriebs.

Während die Stadtkurse, auf denen die Formel E sonst ihre WM-Läufe austrägt, nicht so lange abgesperrt werden können, bietet der stillgelegte Flughafen im Süden der deutschen Hauptstadt den Vorteil, dass die Aufbauten stehen bleiben könnten, ohne den öffentlichen Verkehr zu stören. Laut "Bild"-Zeitung sieht der Plan vor, mehrere Konfigurationen der einzelnen Rennen anzulegen, sodass die Fahrer auf verschiedenen Kursen unterwegs sind. Auch ein Nachtrennen soll geplant sein.

"Ich würde mich freuen, wenn die Saison in Berlin weitergehen sollte. Sollten wir mehrere Rennen dort austragen, wäre es cool, verschiedene Strecken-Konfigurationen zu fahren", wird BMW-Pilot Maximilian Günther aus Oberstdorf zitiert. "Ich weiß nicht, ob ein Nachtrennen realistisch wäre, aber sicherlich ist es ein interessanter Ansatz." Günther liegt als Vierter mit 44 Zählern derzeit 23 Punkte hinter dem Gesamtführenden Antonio Felix da Costa (Portugal) vom Team Techeetah.

In der Formel E, die auch schon in New York City, Paris oder London Station gemacht hat, sind auch viele ehemalige Formel-1-Piloten unterwegs, darunter der Deutsche Pascal Wehrlein oder Felipe Massa (Brasilien) und Stoffel Vandoorne (Belgien). Nicht mehr dabei ist Daniel Abt. Auf dem Motorsport World Council soll am 19. Juni eine Entscheidung über das Event sowie die Anzahl der Rennen fallen.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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