Formel1

Kubica sorgt für Formel-1-Ärger Bottas greift Hamilton an, Leclerc gibt sich cool

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Eigene Ziele: Valtteri Bottas im Mercedes.

(Foto: imago/HochZwei)

Beim vorerst letzten Testtag der Formel 1 in Barcelona ist einiges los. Weltmeister Lewis Hamilton hat plötzlich Konkurrenz im eigenen Rennstall, ein Debütant überrascht. Und ein Rückkehrer steht öfters im Weg, provoziert beinahe einen Crash und macht sich keine Freunde.

Imagewandel bei Valtteri Bottas, erste Zeitenjagd von Lewis Hamilton, eine überraschende Bestzeit von Debütant Alexander Albon im Toro Rosso und ein erstaunlich cooler Ferrari-Jungstar Charles Leclerc - die Formel 1 hatte auch zum Auftakt ihres vierten und vorerst letzten Testtages in Barcelona einiges zu bieten. Für viel Aufsehen sorgte vor allem Bottas, der künftig nicht mehr nur als zweiter Mann hinter dem britischen Weltmeister Hamilton unterwegs sein, sondern eigene Ziele verfolgen will.

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Unbeeindruckt: Lewis Hamilton.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Davon unbeeindruckt, ging Hamilton erstmals auf Zeitenjagd, nachdem bei Mercedes in den Tagen zuvor die Standfestigkeit des Autos im Blickpunkt gestanden hatte. In 1:17,977 Minuten war der Brite auf einer weichen Reifenmischung vier Zehntel schneller als Leclerc (1:18,046), kam aber an die Zeiten von Alex Albon (1:17,637) und dem neuen Renault-Fahrer Daniel Ricciardo (1:17,785) nicht heran. Albon und Ricciardo waren auf der weichsten und damit schnellsten Reifenmischung unterwegs.

Wenig Freunde machte sich Rückkehrer Robert Kubica im Williams. Der Pole, der neun Jahre nach seinem schweren Rallye-Unfall sein Comeback in der Formel 1 gibt, stand oft im Weg und provozierte beinahe einen Crash mit Hamilton. Kubicas Zeit von 1:21,542 Minuten war nicht besonders aussagekräftig, Williams beschränkte sich nach dem verspäteten Einstieg in die Testwoche auf Aerodynamik-Messungen. Einen kleinen Ausritt leistete sich Leclerc, der den Ferrari durchs Kiesbett jagte und umgehend an die Box zurückkehrte. Der 21-jährige Leclerc ließ die erste von zwei Testwochen erstaunlich cool Revue passieren.

"Bin insgesamt nicht so glücklich"

"Sebastian und ich sind viele Runden ohne Probleme gefahren, von daher können wir alle sehr zufrieden sein", sagte Leclerc, aber: "Niemand hat hier seine Karten auf den Tisch gelegt, auch wir nicht, deshalb sind die Zeiten nicht besonders aussagekräftig." Alles andere als zufrieden waren die beiden Renault-Fahrer Ricciardo und Nico Hülkenberg. "Der Start war ganz vernünftig", sagte Hülkenberg, "aber ich bin insgesamt nicht so glücklich." Die Balance des Autos macht ihm noch Sorgen, das bestätigte auch Ricciardo: "Das Auto lässt sich ganz gut fahren, wir sind nicht so weit weg, aber ich wünsche mir mehr Downforce."

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"Ich habe mich im Winter nicht rasiert, ich fand den Bart gut": Bottas.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Derweil gibt sich Valtteri Bottas alle Mühe, seine neue Einstellung auch optisch zu Schau zu tragen, in der Winterpause hat sich der Finne einen Bart stehen lassen. "Ich habe mich im Winter nicht rasiert, ich fand den Bart gut, und er passt auch zu dem, wie es in mir aussieht und was ich vermitteln will", sagte er der Zeitschrift "Autobild Motorsport". Ende letzten Jahres sei er "enttäuscht und verärgert" gewesen, besonders über den Verlauf der zweiten Saisonhälfte.

Deshalb habe er sich geschworen: "So etwas darf nie mehr passieren. Um meine Ziele zu erreichen, bin ich dieses Jahr bereit zu tun, was nötig ist. Wenn ich dafür an einigen Stellen härter agieren muss, gehört das dazu." Sein Teamkollege Hamilton muss sich offenbar darauf einstellen, dass ihn Bottas im Zweifel nicht mehr vorbeilässt, wie er es noch 2018 in Sotschi getan hat. "In dieser Situation, wenn ich da noch einmal wäre, würde ich anders handeln", versicherte der Finne. Zwar wolle er weiterhin ein guter Teamplayer sein, aber "ich habe nur eine Karriere im Leben, und wenn ich immer unterstütze, anstatt selbst zu attackieren, erreiche ich meine Ziele nie"

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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