Formel1

"Ob er die Kurve gekratzt hat?" Der Druck auf Schumacher wächst und wächst

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Kommt Mick Schumacher in Silverstone zu seinen ersten F1-Punkten?

(Foto: IMAGO/HochZwei)

Vor dem Klassiker der Formel 1 im britischen Silverstone wird der Druck auf Mick Schumacher bei Haas weiter erhöht. Die Stimmung ist gespannt, nach dem Juli wird über den Vertrag des Piloten verhandelt. Teamchef Günther Steiner greift tief in die Phrasen-Kiste.

Maggotts. Becketts. Chapel. Auch Copse oder Stowe. Allein beim Gedanken an diese legendären Kurven in Silverstone fangen die Herzen der Formel-1-Stars an zu hüpfen - und natürlich ist das auch bei Mick Schumacher nicht anders. Er sei sich "sicher, dass es ziemlich faszinierend sein wird", mit den neuen Autos über die Klassiker-Strecke in der englischen Provinz zu rasen: Das werde "Spaß machen".

Mit dem Spaß im Auto war das bei Schumacher zuletzt ja so eine Sache, noch immer wartet der 23-Jährige auf seine ersten WM-Punkte der Karriere. In Kanada wäre es fast soweit gewesen, doch dann streikte einmal mehr die Technik in seinem Haas-Boliden. Und weil auch der Jungspund bisher nicht ohne Fehler durch die Saison kommt, sind die Nerven bei Haas ein bisschen angespannt. Nun der nächste Anlauf am Sonntag (16 Uhr/RTL und Sky).

"Hoffentlich sind wir dieses Wochenende dazu in der Lage, unseren ersten Punkt zu holen, wenn wir keine Probleme haben", sagte Schumacher. Die Kulisse für diesen Coup wäre angemessen, schon am Mittag war die Anlage voll, insgesamt werden am Wochenende im "Home of British Motor Racing" über 400.000 Menschen erwartet. Die Campingplätze sind überfüllt, auf fast jedem Fleckchen Rasen steht ein Zelt.

"Es sollte besser laufen"

Die Erwartungen an Schumacher, der im Qualifying vor zwei Wochen in Kanada Sechster wurde, sind groß. "Ich hoffe, dass hier der nächste Schritt gelingt und wir daraus einen Trend machen können. Er will es und wir wollen es, dass er das Beste aus sich herausholt", sagte Teamchef Günther Steiner, der sich "ermutigt" von Schumachers "Performance" im vergangenen Rennen zeigte.

Verbale Streicheleinheiten sind nicht die Sache von Steiner, in den Statements des Südtirolers schwingt immer auch ein bisschen Kritik mit. "Ob er jetzt die Kurve gekratzt hat, weiß ich nicht", sagte Steiner auch in Schumachers Richtung: "Ich sage immer: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."

Klar ist hingegen, dass die Formel 1 nach den vier Rennen im Juli in Sommerpause geht. Danach will Steiner mit Schumacher über dessen Zukunft reden, der Vertrag läuft ja aus. Und mit WM-Punkten auf dem Konto ließe sich da natürlich besser verhandeln, Teamkollege Kevin Magnussen hat ja immerhin schon 15 Zähler. Doch Schumacher drohen auch schon bald Strafversetzungen in der Startaufstellung, weil schon viele Teile seiner Antriebseinheiten verschlissen sind. Das würde die Sache mit den Punkten nicht unbedingt vereinfachen.

Also: Am besten schon in den legendären Kurven von Silverstone zuschlagen. "Ich denke, es sollte besser laufen" als zuletzt, sagte Schumacher.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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