Formel1

Webber verschweigt Schulterbruch Die Roten Bullen sind sauer

Formel-1-Pilot Mark Webber droht wegen seines verschwiegenen Schulterbruchs Ärger. Er sei schwer enttäuscht - sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Der Stallrivale von Weltmeister Sebastian Vettel verrät nämlich erst in seinem Buch, dass er die letzten vier Rennen verletzt war.

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Er will halt sein Buch verkaufen: Webbers Mark.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mark Webbers Zukunft als Teamkollege von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel bei Red Bull ist fraglich geworden. Teamchef Christian Horner wertet die Tatsache, dass der Australier die letzten vier Rennen der Saison mit einem Haarriss im Schulterknochen fuhr und diese Verletzung konsequent verschwieg, als eklatanten Vertrauensbruch. "Es hat Marks Leistung nicht sichtbar beeinträchtigt, aber es wäre trotzdem schön gewesen, wenn wir davon gewusst hätten", sagte Horner im Gespräch mit dem Daily Telegraph: "Es ist extrem enttäuschend und frustrierend, dass er uns nicht informiert hat."

Nur sein eigener Physiotherapeut Roger Clearly und Fia-Arzt Gary Hartstein wussten, dass Webber beim Mountainbikefahren in seiner australischen Heimat kurz vor dem Rennen im Oktober in Suzuka schwer gestürzt war. "Ich war mit einem guten Freund auf Tour, als der plötzlich genau vor meiner Nase wegrutschte. Ich konnte nicht mehr ausweichen und bin über den Lenker geflogen", schreibt der 34-Jährige in seinem kürzlich erschienenen Buch "Up Front". Er habe dabei einen feinen Riss "tief im Knochen" erlitten: "Nicht schlimm, aber sehr schmerzhaft."

In den letzten vier Rennen der Saison hatte Webber seinen Vorsprung in der WM-Wertung nach und nach verloren, am Ende belegte er hinter Vettel und Ferrari-Star Fernando Alonso nur den dritten Platz. Horner glaubt allerdings nicht, dass ihn die Verletzung entscheidend behindert hat: "Ich denke nicht, dass ihn das die WM gekostet hat."

Quelle: ntv.de, sid/dpa