Formel1

Mercedes verrät noch nicht alles Formel 1 startet virtuell in die neue Saison

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Bis Max Verstappen wieder seinen echten Red Bull ausfahren darf, dauert es noch etwas.

(Foto: imago images/HochZwei)

Die ersten sechs Saisonrennen sind abgesagt oder verschoben - doch die Formel 1 fährt trotzdem. Nur nicht auf der Strecke, sondern online. Der Termin für das erste Rennen steht bereits. Max Verstappen und Lando Norris machen das ohnehin in ihrer Freizeit, Mercedes äußert sich noch kryptisch.

Die Formel 1 will die wegen der Corona-Krise ausgefallenen Rennen virtuell austragen. Laut einer Mitteilung vom Freitag sollen sich mehrere bekannte Formel-1-Fahrer ab kommendem Wochenende in der Rennsimulation F1 2019 messen. Offen ist, welche Piloten teilnehmen. Während etwa Red-Bull-Star Max Verstappen und der britische McLaren-Youngster Lando Norris häufig auch virtuelle Rennen gegen eSportler bestreiten, ist Ferrari-Pilot Sebastian Vettel etwa kein großer Fan des Konsolensports.

Das Mercedes-Team um Weltmeister Lewis Hamilton ließ knapp verlauten, man arbeite "derzeit an der Durchführbarkeit und der Logistik, um die Ausrüstung zu den Menschen zu bringen." Man werde "in irgendeiner Form" daran teilnehmen. Dabei dürfte es nicht um die Bildschirme und die notwendige Verkabelung gehen, sondern auch um Lenkräder, mit denen etwa professionelle Gamer ihre Rennen fahren. Mit dem bei Konsolen handelsüblichen Controller fährt dort nämlich so gut wie niemand, stattdessen gibt es sogar den echten Cockpits nachempfundene Sitze und Pedale, damit sich die Simulation so echt wie möglich anfühlt.

Gestartet wird die Serie am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit mit dem Großen Preis von Bahrain, gefahren wird über 50 Prozent der Renndistanz (28 Runden). Übertragen werden die Rennen an den ursprünglich geplanten Renntagen auf den Social-Media-Kanälen der Formel 1. Auf die offizielle WM-Serie werden die Rennen jedoch keinen Einfluss haben. Geplant ist derzeit, die virtuellen Rennen bis Ende Mai auszutragen.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus war der Saisonstart der Formel 1 im australischen Melbourne in der Vorwoche abgesagt worden. Mittlerweile sind die ersten sieben Saisonrennen abgesagt oder verschoben. Der Auftakt wird damit frühestens am 7. Juni in Aserbaidschans Hauptstadt Baku erfolgen, möglichst viele Rennen sollen nachgeholt werden. Noch nie in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse begann eine Saison so spät. Bereits 2017 führte die Formel 1 eine eigene eSports-Rennserie ein. Mittlerweile sind alle Rennställe verpflichtet, eigene Teams mit Konsolensportlern zu unterhalten, die an dieser Serie teilnehmen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid