Formel1

Neuer Kurs in Mittelamerika? Formel 1 verhandelt über Rennen in Panama

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In der Saison 2019 gab es 21 Rennen, für 2020 sind 22 Grands Prix geplant. Ab 2021 sind sogar bis zu 25 Saisonläufe möglich.

(Foto: imago images/HochZwei)

Vietnam kommt dazu, die Niederlande kehren zurück in den Formel-1-Kalender. Gibt es bald auch einen Großen Preis von Panama? Die Rennserie soll mit Vertretern des mittelamerikanischen Landes in Gesprächen sein. Möglich macht das eine Regeländerung zur Saison 2021.

Der Rennkalender der Formel 1 wächst und wächst: Für die Saison 2020 stehen mit 22 Läufen so viele Termine wie noch nie an. Neu dazu kommt der Große Preis von Vietnam in Hanoi, während in Zandvoort erstmals seit 1985 wieder ein Grand Prix in den Niederlanden stattfinden wird. Nach den Plänen des Formel-1-Eigentümers Liberty Media können künftig bis zu 25 Rennen jährlich ausgetragen werden - und es scheint, als stünde der nächste Bewerber schon bereit.

Wie RTL.de berichtet, gibt es in Panama vorangeschrittene Pläne, ein zweites Rennen nach Mittelamerika zu holen. Mit Verweis auf einen Artikel der panamaischen Zeitung "Mi Diario" heißt es dort, dass die Königsklasse des Motorsports möglicherweise schon im März 2022 erstmals in Panama City gastieren könnte. Vertreter der Hauptstadt des Vier-Millionen-Einwohner-Landes verhandelten mit den Formel-1-Machern über einen Einstieg.

Eine Machbarkeitsstudie sei demnach bereits in Auftrag gegeben worden, zudem veröffentlichte "Mi Diario" den Entwurf einer rund fünf Kilometer langen Strecke. Der Rundkurs erinnere an Baku, charakteristisch für den ausgetragenen Großen Preis von Aserbaidschan ist die mehr als einen Kilometer lange Start- und Zielgerade. Von der Rennserie gibt es bislang noch keine Bestätigung der Gespräche.

Rennwochenenden sollen verkürzt werden

Mit einer Expansion nach Panama würde Liberty Media den seit der Ende 2016 erfolgten F1-Übernahme eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen. Das 2021 in Kraft tretende Reglement sieht vor, dass pro Saison bis zu 25 Rennwochenenden angesetzt werden können. Dafür würden diese von vier auf drei Tage verkürzt - also mit dem feststehenden Renntag Sonntag nicht am Donnerstag, sondern erst am Freitag beginnen.

RTL.de berichtet außerdem vom Gerücht, dass die Initiatoren in Panama beobachten, was mit dem Großen Preis von Mexiko passiert. Der Vertrag des bei Teams und Fahrern überaus beliebten Autodromo Hermanos Rodriguez läuft noch bis 2022. Allerdings wäre eine Aufnahme Panamas in den Rennkalender nicht an ein Ausscheiden Mexikos gebunden. Denn angesichts der maximal möglichen 25 Termine gibt es ohnehin noch drei freie Plätze.

Quelle: ntv.de, tsi