Formel1

Nur noch ein Cockpit frei Kobayashi fährt für Sauber

Das erste Cockpit beim BMW-Nachfolgeteam Sauber ist vergeben: an den Japaner Kamui Kobayashi. Der 23-Jährige war 2009 bei Toyota zum Einsatz gekommen und hatte dabei mit starken Leistungen die Aufmerksamkeit von Teambesitzer Peter Sauber geweckt.

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Zwei Rennen genügten Kamui Kobayashi (r.), um Peter Sauber von seinen Qualitäten zu überzeugen.

(Foto: REUTERS)

"Er hat in den beiden letzten Grands Prix der vergangenen Saison unerwartet eine Chance erhalten, und er hat sie auf beeindruckende Art und Weise genutzt", sagte Sauber über den Piloten mit einem offensiven und aggressiven Fahrstil. Kobayashi zeigte sich überaus erfreut über das Stamm-Cockpit im Sauber-Rennstall: "Seit dem Beginn meiner Karriere habe ich davon geträumt, Formel-1-Rennen zu fahren. Jetzt ist dieser Traum wahr geworden."

Sein Aufstieg zum Glück war Timo Glocks Pech. Der Wersauer, der 2010 für das neue Virgin-Team antreten wird, musste in den letzten beiden Rennen der vergangenen Saison verletzt passen. Für ihn kam Kobayashi im Toyota-Team zum Einsatz.

Nach Rang neun in Interlagos beim Großen Preis von Brasilien - es war Kobayashis erstes Rennen - raste er beim Finale in Abu Dhabi von Startplatz zwölf auf den sechsten Rang vor. "Ich bin überzeugt, dass er viel Potenzial besitzt und dieses in unserem Team optimal ausschöpfen kann", meinte Sauber, der das Team von BMW nach dem Rückzug des deutschen Autobauers aus der Formel 1 zurückgekauft hat. "Ich werde mein Bestes für das Team von Peter Sauber geben, und ich bin stolz, dass ich die japanische Flagge in der Formel 1 weiter hochhalten kann", meinte Kobayashi.

Als Kandidat für das zweite Cockpit wird unter anderem der Mönchengladbacher Nick Heidfeld gehandelt. Der 32-Jährige hat allerdings klar bekundet, dass er lieber den ebenfalls noch freien Platz bei Mercedes Grand Prix besetzen würde.

Quelle: ntv.de, dpa