Formel1

"Mag Mick von ganzem Herzen" Mazepin überrascht mit Schumacher-Lob

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Sie können offenbar auch anders als auf der Strecke.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Versöhnliche Worte im Krach zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher: Der Russe spricht jetzt über das schwierige Verhältnis der beiden Haas-Piloten. Er möge Schumacher "von ganzem Herzen". Warum es trotzdem immer wieder zu Ärger kommt, kann er leicht erklären.

Immer wieder gibt es Stress im Haas-Team zwischen Mick Schumacher und Nikita Mazepin. Beide sind Formel-1-Rookies im gleichen Team, beide sind 22 Jahre alt, beide fuhren schon im Kartsport vor Jahren als Teamkollegen über die Bahnen der Welt. Trotzdem funkt und kracht es zwischen ihnen - nicht nur im metaphorischen Sinne.

Zuletzt zu begutachten in Zandvoort und Monza: Mazepin drängte beim Rennen in den Niederlanden Schumacher in Richtung eines Pollers - der musste beim Boxenstopp seine Front reparieren lassen. Mazepin verspottete seinen Teamkollegen anschließend, sah den Fehler bei Schumacher. Es folgte eine Aussprache, aber: Teamchef Günther Steiner sagte ntv/RTL, dass er trotz der Aussprache der Streithähne nicht so richtig ruhig sei am Boxenstand, sobald diese sich nahekommen. Und die Scharmützel gingen weiter: In Italien verursachte der Russe eine Kollision, bei der sich der Deutsche drehte.

"Es ist viel los und gleichzeitig auch nichts", so Mazepin im F1-Podcast "Beyond the Grid" auf die Frage, was denn nun zwischen den Stallrivalen los sei. Seine Erklärung geht so: Sie seien zwei junge Fahrer, die ganz nach oben wollen in der Motorsport-Königsklasse. Und je länger die Saison dauert, desto deutlicher werde: Der einzige richtige, realistische Gegner, kommt aus demselben Team. "19. zu werden kann ein Highlight sein und der 20. Platz ein ganz schlechtes Wochenende bedeuten. Es ist 'alles oder nichts'," so Mazepin. "Ich weiß nicht, wie viele Jahre wir noch zusammen haben, aber ich denke es wird keine sanfte Fahrt."

Im Sport sei es eben so: "Du hast eine Persönlichkeit außerhalb der Strecke und deine Wettbewerbspersönlichkeit, die oft nicht die netteste ist. Die lässt dich aber harter arbeiten und führt manchmal zu Siegen."

Schon im gemeinsamen Kart-Team lief nicht alles glatt

Mazepin und Schumacher fuhren sogar schon im Kart für das gleiche Team. Mazepin erinnert daran, dass auch damals schon nicht alles glattgelaufen sei zwischen den beiden. "Das war auch keine sanfte Fahrt. Manchmal war es einfacher, manchmal schwieriger." Trotzdem betonte er nun: "Ich mag Mick von ganzem Herzen. Er ist ein super talentierter Junge. Er hat unglaublich viel erreicht in seiner Karriere."

Aber das sei außerhalb der Strecke. "Auf der Strecke ist es mir egal, gegen wen ich fahre", so Mazepin. Und Mick fahre eben im einzigen Auto, vor dem er zuletzt landen konnte. Auf das Persönliche habe dies aber keinen Einfluss. Er habe auch ein super Verhältnis zum Team von Mick und dessen Mechanikern.

Mazepin ist sich daher sehr sicher, dass "alles gut werden wird". "Alles, was ich mache, ist innerhalb der Regeln." Den nächsten Stresstest für diese Worte gibt es am Sonntag - beim Rennen in Sotschi, dem Heimspiel von Mazepin (14 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de). Im Rahmen des Grand Prix sollen auch die Verträge der beiden Piloten verlängert werden. Die Reise geht erstmal weiter - wohl unsanft.

Quelle: ntv.de, ara/rtl.de

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