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Helmut Marko: Ausstieg, wenn die Kosten-Nutzenrechnung nicht aufgeht.
Helmut Marko: Ausstieg, wenn die Kosten-Nutzenrechnung nicht aufgeht.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 16. März 2015

Langeweile und Mercedes-Dominanz: Red Bull droht mit Formel 1-Ausstieg

Nach einem verpatzten Saisonstart denkt Red Bull Racing über einen Rückzug aus der Formel 1 nach. Die Gründe dafür sind verschieden. Fakt ist: Der frühere Weltmeister-Rennstall fühlt sich benachteiligt.

Sebastian Vettels ehemaliger Rennstall Red Bull Racing hat harte Kritik an den Regularien in der Formel 1 geübt und sogar einen Ausstieg aus der Königsklasse ins Gespräch gebracht. "Wir sind unzufrieden damit, wie die Formel 1 regiert und geführt wird", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bei "Auto,  Motor und Sport": "Deshalb wird bei uns auch über ein Ausstiegs-Szenario nachgedacht, wenn die Kosten-Nutzenrechnung nicht mehr aufgeht."

Nach vier Titeln für Vettel in der Fahrer-WM von 2010 bis 2013 ist Red Bull einer der Verlierer des neuen Motoren-Reglements. Seit Einführung der Turbo-Hybrid-Aggregate im vergangenen Jahr dominiert Mercedes die Formel 1 fast nach Belieben, Red-Bull-Lieferant Renault konnte ebenso wie Ferrari zuletzt nicht mithalten. Nach Ansicht von Red Bull führten die Veränderungen vor allem zu Langeweile. "Vorne fahren einsam zwei Autos, und dahinter wird nicht überholt", sagte der 71-jährige Marko mit Blick auf Weltmeister Lewis Hamilton (England) und seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg (Wiesbaden), die auch beim Saisonauftakt in Australien souverän auf die Plätze eins und zwei fuhren.

Zudem beklagt der österreichische Rennstall nicht zum ersten Mal, dass die vom Automobil-Weltverband FIA angeschobenen Regeländerungen vorsätzlich die Red-Bull-Dominanz brechen sollten, eigene Vorschläge seien in der Vergangenheit dagegen wiederholt abgelehnt worden. "Laufend wurden Ideen von uns verboten, um uns einzubremsen. Zum Beispiel der angeblasene Diffusor und die Motorsteuerung", sagte Adrian Newey, der jahrelang das überlegene Chassis für Vettel entworfen hatte: "Bei Mercedes sagt keiner etwas."

Im ersten Rennen nach dem Abgang des viermaligen Weltmeisters Vettel zu Ferrari hatte Red Bull enttäuscht. Beim Saisonauftakt in Melbourne wurde Lokalmatador Daniel Ricciardo nur Sechster, Teamkollege Daniil Kwjat (Russland) scheiterte schon vor seinem ersten Rennen für Red Bull Racing an technischen Problemen auf dem Weg in die Startaufstellung.

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Quelle: n-tv.de