Fußballticker

Automatisch aktualisieren
 UEFA Nations League, So., 18. Nov. 15:00 Uhr SpieltagTabelle
England 2:1 (0:0) Kroatien Spielbericht
Sport
Mittwoch, 27. Januar 2010

"2012 muss nicht Schluss sein": Schumacher im Glücksrausch

Michael Schumacher ist sich sicher, dass er in der neuen Formel-1-Saison nicht hinterherfahren wird. Und der kann sich vorstellen, auch über das Jahr 2012 für Mercedes im Kreis zu fahren.

"Ich werde nicht hinterherfahren. Ganz sicher": Michael Schumacher.
"Ich werde nicht hinterherfahren. Ganz sicher": Michael Schumacher.(Foto: dpa)

Rückkehrer Michael Schumacher könnte auch nach Vertragsablauf 2012 weiter in der Formel 1 Gas geben. "Das Schöne ist, dass Mercedes an mich glaubt und mir drei Jahre lang die Möglichkeit gibt, miteinander Erfolg zu haben. Aber nach drei Jahren muss nicht Schluss sein", sagte der 41 Jahre alte Rekordweltmeister in einem Interview der "Bild"-Zeitung.

Mit mindestens 40 Jahren schafften es in der Formel-1- Historie erst drei Piloten auf den WM-Thron: Giuseppe Farina, Juan Manuel Fangio und Jack Brabham. Schumacher will der vierte werden. "Ich werde nicht hinterherfahren. Ganz sicher!", versprach Schumacher. Weltmeister im ersten Jahr zu werden, sei vielleicht ein bisschen optimistisch, "aber es muss unser Ziel und Antrieb sein", stellte der siebenmalige Champion klar und erneuerte damit die Kampfansage Richtung Ferrari, McLaren und Red Bull.

Ferraristi haben Bauchschmerzen

"Ich habe mir wirklich alles sehr gründlich überlegt: Bin ich nur spontan high von dieser Idee oder hält meine Begeisterung langfristig an? Und ich bin jetzt schon über einen langen Zeitraum sehr heiß. Ich kann mir gut vorstellen, das hier ein paar Jahre zu tun...", erklärte Schumacher. Vor allem Ferrari und die Tifosi in Italien betrachten die neu entfachte Leidenschaft des 91-fachen Grand-Prix-Gewinners mit gemischten Gefühlen. "Wenn Schumacher im Mercedes gewinnt, wird so mancher in Maranello Bauchschmerzen bekommen. Aber was soll's. Schumi kehrt zurück. Die Formel 1 lebte wieder auf nach jahrelanger Lethargie", schrieb bereits die "Gazzetta dello Sport".

Immerhin bekommen die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa an diesem Donnerstag als erste ihren neuen Wagen zu sehen. Die "Rote Göttin" wird dann in Maranello vorgestellt, am Freitag folgt der neue McLaren-Mercedes des englischen Duos mit Titelverteidiger Jenson Button und Ex-Weltmeister Lewis Hamilton. Von Montag an kommt es dann zum ersten Muskelspiel auf der Strecke, wenn in Valencia mit Schumacher die offiziellen Testfahrten eingeläutet werden.

Rosberg übernimmt die Jungfernfahrt

Die Jungfernfahrt mit dem neuen Silberpfeil, der in Spanien auch erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird, übernimmt allerdings Teamkollege Nico Rosberg. "Später im Verlauf der Testfahrten, wenn ich dann meinen Rhythmus gefunden habe und merke, ich kann eine Runde wie die andere fahren, ich bin absolut am Limit, dann bekomme ich diese Fahr-Geilheit", kündigte Schumacher an. "Dann denke ich: Es passt alles, das ist wirklich superspitze mit dem Auto."

Allerdings wird Schumacher in Valencia mit einer ersten Ausbaustufe des neuen Autos fahren. "In Bahrain werden sie einen anderen Wagen sehen", sagte Teamchef Ross Brawn auf der offiziellen Formel-1-Homepage am Mittwoch. "Ich denke, alle Autos werden diese zwei Phasen durchmachen."

Ein Ende ist nicht in Sicht

Auslöser von Schumachers neuem Glücksrausch war eben dieser alte und nun wieder neue Wegbegleiter Brawn. Der Chefstratege war Wegbereiter der sieben WM-Titel des Kerpeners mit Renault (2) und Ferrari (5). Etwas halbherzig habe Brawn ihn in Abu Dhabi im November 2009 noch nach einer Rückkehr ins Cockpit gefragt. "Und dann habe ich zurückgefragt: Ist dir eigentlich klar, was du da fragst? Bist du dir sicher, dass du die Frage im Ernst stellen möchtest?", erzählte Schumacher.

Brawn bat ihn dann schließlich auch ernsthaft. Am Tag vor Heiligabend folgte die Bestätigung eines der aufsehenerregendsten Comebacks im internationalen Sport. Seitdem sorgt der Hype um Schumacher wieder für Schlagzeilen - und ein Ende ist nicht in Sicht.

Quelle: n-tv.de