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"Ultimative Rennstrecke" bleibt Silverstone wendet Formel-1-Crash ab

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Der neue Silverstone-Kontrakt mit der Formel 1 läuft bis 2024.

(Foto: REUTERS)

Das englische Silverstone ist die Wiege der Formel 1 und ein Spektakel für Fans und Fahrer. Dennoch droht einem der aufregendsten Rennen im Kalender seit Jahren das Aus. Nun aber steht fest: Der Ort, wo 1950 alles begann, hat auch eine Zukunft in der Königsklasse des Motorsports.

Die Formel 1 steuert auch in den kommenden Jahren einen ihrer traditionsreichsten Schauplätze an. Der auslaufende Vertrag mit der Rennstrecke im englischen Silverstone wurde um fünf Jahre bis 2024 verlängert. Das bestätigten die Veranstalter und die Rennserie vor dem Großen Preis von Großbritannien am Sonntag (ab 15.10 Uhr bei RTL und n-tv.de-Liveticker). Damit enden Jahre der Ungewissheit über die Zukunft der Strecke, auf der 1950 das erste Rennen der Formel-1-Geschichte stattfand.

"Wir sind begeistert, dass wir dies umgesetzt haben. Silverstone ist eines der charakteristischen Rennen im Kalender und ein besonderes Ereignis", sagte Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey und lobte den Standort als "Wiege dieses Sports". Streckenchef Stuart Pringle meinte: "Der Grand Prix von Großbritannien in Silverstone gilt zu Recht als einer der Höhepunkte der WM. Unsere Strecke ist eine der großartigsten der Welt, hinzu kommt die Leidenschaft der treuen und fachkundigen Fans. Kein Rennen mehr auszurichten, wäre verheerend gewesen, deshalb freue ich mich sehr."

Erfolg für die Traditionalisten

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So sah es aus, als 1950 in Silverstone das erste Rennen der Formel-1-Geschichte stattfand.

(Foto: imago/LAT Photographic)

Auch John Grant, Vorsitzender des zuständigen British Racing Drivers' Club, zeigte sich hocherfreut: "Das sind großartige Neuigkeiten. 2020 wird der 70. Jahrestag der ersten WM-Runde gefeiert - das wird das Rennen im kommenden Jahr noch spezieller machen." Die Vertragsverlängerung in Silverstone dürften auch die Piloten als wichtiges Zeichen für den Erhalt der Motorsport-Tradition werten.

"Das ist die beste Achterbahn des ganzen Jahres, die ultimative Rennstrecke. Wenn die Formel 1 dieses Rennen verliert, dann verliert sie auch einen Teil ihrer Seele", hatte Weltmeister Lewis Hamilton zuletzt in dem britischen Bezahlsender Sky Sports F1 gesagt. "Ich habe das Gefühl, dass wir dieses Rennen nicht verlieren dürfen, das darf nicht passieren, solange ich Rennen fahre. Solange ich hier bin, werde ich um dessen Erhalt kämpfen. Wir haben hier das größte Publikum von allen Rennen im Jahr und ich werde verhindern, dass wir diesen GP verlieren."

Hockenheim wackelt weiter

Silverstone hatte den bis 2026 laufenden Vertrag zu diesem Jahr per Klausel gekündigt, weil das Rennen unter den ursprünglichen Vertragsbedingungen nicht mehr realisierbar schien. Zuletzt war Silverstones Zukunft zudem fraglich, da die Formel-1-Eigner Liberty Media auch über ein Stadtrennen in London nachdenken. Dennoch erfolgte nun die Einigung mit der Strecke 80 Kilometer entfernt von der Hauptstadt.

Damit hält sich Liberty an die Zusagen, die die Amerikaner nach der Übernahme des Rennserie 2017 gemacht hatten. Damals versicherte Liberty, trotz eines geplanten Umbaus des Kalenders an den historisch wichtigen Strecken in Europa festhalten zu wollen. Im April wurde bereits eine Einigung für den Erhalt des Großen Preises von Italien in Monza erzielt.

Der Grand Prix von Deutschland, der noch einmal am 28. Juli steigt, steht dagegen weiter vor dem Aus. Für die kommende Saison gehört Hockenheim zu den Streichkandidaten, weil mit Zandvoort in den Niederlanden und Hanoi in Vietnam zwei neue Strecken hinzukommen.

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Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa

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