Formel1

Urteil zur Krise bei Red Bull"Ralf redet viel Scheiße" - Verstappens Vater wütet gegen Schumacher

15.04.2026, 15:04 Uhr
00:00 / 03:28
imago1013469933h
Jos Verstappen steht seinem Sohn Max im Fahrerlager stets zur Seite (Foto: IMAGO/Motorsport Images)

Max Verstappen steckt in der Krise, die "neue" Formel 1 geht dem Superstar mächtig auf den Geist. Auch auf manche Journalisten ist er nicht gut zu sprechen. Vater Jos giftet jetzt gegen Ralf Schumacher. Die Verstappens sind die Miesepeter der Rennszene.

Das Formel-1-Synonym für lustlos heißt dieser Tage Max Verstappen. Die neuen Regeln findet der einstige Serien-Weltmeister doof, seinen Red-Bull-Boliden auch. Kein Wunder, fuhr Verstappen in dem Auto mit der schnöden Bezeichnung RB22 der Spitze in den ersten drei Grands Prix der Saison doch meilenweit hinterher.

Und auch nervige Journalisten kann Verstappen zurzeit überhaupt nicht ab. Beim Großen Preis von Japan in Suzuka erdreistete sich der Superstar gar, einen ihm unliebsamen Journalisten von der Pressekonferenz auszuschließen. Das "Opfer": Giles Richards von der britischen Zeitung "Guardian". Richards "Verbrechen": Er hatte Verstappen beim Saisonfinale 2025 in Abu Dhabi auf dessen Rammstoß gegen George Russell beim Spanien-GP angesprochen und gewagt zu fragen, ob der Holländer diesen angesichts des knappen WM-Triells mit den McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri nun bereue. Verstappen hatte wegen der Aktion eine Strafe und wichtige Punkte verloren. Am Ende fehlten ihm gegen Norris mickrige zwei Pünktchen zum fünften Titel.

Richards bloße Präsenz brachte Verstappens Blut in Suzuka zum Kochen. "Eine Sekunde. Ich sage nichts, bevor er gegangen ist", sagte der 28-Jährige und deutete auf den "Guardian"-Mann: "Geh raus!" Ein Eklat. Für die Boykott-Drohung musste Verstappen später bei Red Bull zum Rapport antanzen.

Schumacher sieht Marko-Abgang als herben Verlust

Ob Verstappen dem deutschen Pay-TV-Sender Sky beim nächsten Rennen in Miami noch Rede und Antwort steht? Sky-Experte Ralf Schumacher hat jedenfalls den Zorn von Verstappens Vater Jos auf sich gezogen. "Ralf redet viel Scheiße", kommentierte Jos Verstappen via X einen Beitrag, der Aussagen Schumachers aus dem Podcast "Backstage Boxengasse" aufgreift.

Der sechsmalige Grand-Prix-Sieger Schumacher machte den Rücktritt des langjährigen Chefberaters und Verstappen-Mentors Helmut Marko als einen Grund für die Krise Red Bulls aus. Ohne den 82-jährigen Österreicher fehle dem Rennstall eine Führungsperson, die die Richtung vorgibt, urteilte der Ex-Formel-1-Pilot. Im Team gehe es seither etwas chaotisch zu, eine klare Kommunikation sei nicht erkennbar.

Schumacher spielte wohl auch auf den Abgang von Verstappens Renningenieur und engem Vertrauen Gianpiero Lambiase an. Der Italiener wandert zur Saison 2028 zu McLaren ab. Im Fahrerlager wird munter spekuliert, dass Lambiases Abgang einen Dominoeffekt auslösen könnte - und auch Verstappen (Vertrag bei Red Bull bis 2028) seinen langjährigen Rennstall in nicht allzu ferner Zukunft verlässt.

Ob Schumacher mit seinem Urteil wirklich einen wunden Punkt getroffen hat, dürfte sich in den nächsten Monaten zeigen. Im Vorjahr hatten Red Bull mit Teamchef Laurent Mekies und Verstappen nach zwischenzeitlicher Schwäche den Turnaround geschafft. Diese dürfte auch dieses Jahr nötig sein. Laut Berichten hat Verstappen in seinem Vertrag eine leistungsbezogene Klausel, die ihm einen vorzeitigen Abgang ermöglichen soll.

Quelle: ntv.de, mar

Formel 1Max Verstappen