Fußball-EM

Einschaltpflicht bei der Fußball-EM Das sind die spannendsten Gruppenspiele

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Tomas Rosicky - der Tscheche wird vermutlich zum letzten Mal bei einem großen Turnier auflaufen.

(Foto: imago/CTK Photo)

Wenn die DFB-Elf über den Platz fegt, klar: Da schalten die Deutschen sowieso ein. Es gibt aber auch Vorrundenspiele ohne deutsche Beteiligung, die es wert sind, gesehen zu werden. Sieben Partien, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten.

Die Spiele der deutschen Fußball-Weltmeister schaut sich jeder an. Auch Leute, die "Euro" für eine Währung halten. Aber wer will schon den Außenseiter Albanien gegen die Schweiz sehen? Oder Tschechien gegen die Türkei? Es gibt gute Gründe, warum Sie diese beiden und fünf weitere Gruppenspiele nicht verpassen dürfen.

Albanien - Schweiz, 11. Juni in Lens (15 Uhr)

Blerim Dzemaili, Leverkusens Admir Mehmedi, der Ex-Münchner Xherdan Shaqiri und Shani Tarashaj - alle spielen für die Schweiz, ihre Wurzeln aber liegen in Albanien. Gleich elf Spieler der "Adler" wurden in der Schweiz ausgebildet. Als wäre das nicht genug Zündstoff für ein "Bruderduell", kommt ein echtes dazu: Xhaka gegen Xhaka. Taulant, 25, Albanien, gegen Granit, 23, Schweiz. Beide geboren in Basel. Vater Ragip will "je einen Daumen drücken", der Gladbacher Granit meint: "Es ist ehrlich gesagt ein Scheißgefühl."

Irland - Schweden, 13. Juni in St. Denis (18 Uhr)

Der erste Turnier-Auftritt von "König" Zlatan Ibrahimovic - und gleich in "seiner" Stadt. Sie sollten den Ton aufdrehen. Nicht nur wegen der Sprüche des großen Schweden - vor allem wegen der irischen Fans. Deren "Fields of Athenry" hat 2012 sogar TV-Kommentator Tom Bartels verstummen lassen. Ein großer Fernsehmoment. Bartels kommentiert übrigens am 13. Juni Spanien gegen Tschechien.

Belgien - Italien, 13. Juni in Lyon (21 Uhr)

Zwei Spiele an einem Tag - puh, schwierig. Aber so spannend wie hier wird's in der Vorrunde sonst nirgends. Belgien ist längst mehr als ein Geheimfavorit, hat die Spieler mit den meisten Tattoos und schönsten Frisuren. Iro, Afro, Glatze oder Strubbelhaar - ein Augenschmaus. Auf der anderen Seite Italien - lauter schöne Männer. Die Frage ist nur: Können sie's noch?

Österrreich - Ungarn, 14. Juni in Bordeaux (18 Uhr)

EM-Witz: Österreich, zwei ältere Fußball-Fans unterhalten sich. "Waast eh, am 14. Juni spielt Österreich - Ungarn." - "No jo, aber gegen wen?" - Beide Länder waren bis 1918 in einer Doppel-Monarchie vereint (Stichwort: Sissi). Politisch nähern sie sich derzeit wieder an, fußballerisch sind die "Ösis" den "magischen Magyaren" enteilt. Deren Schlabberhosen-Keeper Gabor Kiraly (40) löst in diesem Duell Lothar Matthäus als ältesten EM-Spieler ab. Gucken!

Portugal - Island, 14. Juni in St. Etienne (21 Uhr)

Vulkane und Geysire - Island ist vielleicht das schönste EM-Land. Und mit 350.000 Einwohnern das kleinste, das je dabei war. Hafthór Björnsson ist einer von ihnen. Und er hat angedroht, er werde Portugals Superstar Cristiano Ronaldo den "Kopf zerquetschen", wenn er trifft. Ein Scherz, klar. Wobei, der Schauspieler aus "Game of Thrones" ("Mountain") hätte das drauf. Er war 2014 und 2015 "Europas stärkster Mann".

England - Wales, 16. Juni in Lens (15 Uhr)

Wieder ein "Bruderduell". 19 Waliser stehen bei einem englischen Klub unter Vertrag, nur Gareth Bale spielt nicht auf der Insel. Der teuerste Fußballer der Welt allein ist das Einschalten wert. Wales hat auch den coolsten Coach - Chris Coleman, der im Vorfeld die Engländer verulkte. Es macht doch immer wieder Spaß zuzusehen, wie jemand die Three Lions ärgert, oder? Das sind sechs Spiele in sechs Tagen. Zu viel? Okay, vier Tage Pause. Aber am Ende geht noch was:

Tschechien - Türkei, 21. Juni in Lens (21 Uhr)

Die EM ist der vermutlich letzte Auftritt des großen Tomas Rosicky bei einem Turnier. Nach 53 (!) Verletzungen hat sich der 35-Jährige noch einmal in Form gebracht, in der Vorbereitung erzielte er ein Traumtor gegen Russland. Sein Erbe steht mit ihm auf dem Platz: Emre Mor, der bald für Rosickys Ex-Klub Dortmund spielen wird.

Quelle: n-tv.de, fma/sid

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