Fußball-EM

"Irgendwo muss da wohl ein Leck sein" Maulwurf macht DFB-Elf ratlos

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Findet Löw den Maulwurf bis zum Halbfinalspiel der Deutschen am Donnerstag?

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Maulwurf geht um im Lager der deutschen Nationalelf. Nur wer ist die Quatschtante? Wer verrät die deutsche Aufstellung? Marco Reus und André Schürrle, die EM-Startelf-Debütanten, wollen es nicht gewesen sein. Reus entgegnet, das Leck habe angesichts des 4:2-Siegs gegen Griechenland auch nicht geschadet. Die Suche geht weiter.

Andre Schürrle hatte kurz nach dem Frühstück erfahren, dass er gegen Griechenland von Anfang an spielen würde. Er hatte Bundestrainer Joachim Löw zufällig auf dem Hotelflur getroffen. Marco Reus wurde kurz vor dem Teammeeting um 13.30 Uhr eingeweiht. Nur die Welt und Gegner Griechenland sollten vom überraschenden Totalumbau der deutschen Offensive erst um 19.45 Uhr erfahren. Dann, wenn die offiziellen Aufstellungen durch die Uefa bekanntgegeben werden.

Daraus wurde bekanntlich nichts, wie schon vor dem deutschen EM-Eröffnungsspiel, was dem Bundestrainer sauer aufstieß und auch den Spielern. "Klar ist es sehr unglücklich. Ich glaube schon die letzten Spiele war es auch so, dass um 14.30 Uhr schon die ganze Presse wusste, wie wir spielen, ob es Veränderungen gibt oder nicht", kommentierte Schürrle das frühe Durchsickern auf der DFB-Pressekonferenz. Und folgerte: "Irgendwo muss da wohl ein Leck sein."

Schürrle war immerhin froh darüber, dass das Leck den taktischen Coup nicht zunichte gemacht hatte. Reus auch: "Ich sehe das genauso. Ich weiß nicht, wer der Maulwurf ist, der da irgendwas verbreitet. Ich glaube, ein Nachteil war es für uns nicht, wenn man die Partie analysiert."

Löw hatte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel angesäuerter geäußert, auch wenn sich seine Umstellungen trotzdem ausgezahlt hatten: "Das ist nicht in meinem Sinne, wenn das passiert. Wir müssen ja nicht die Karten so früh auf den Tisch legen."

Auch in der Mannschaft habe Löw das Maulwurf-Problem schon thematisiert, räumte Schürrle ein: "Er war natürlich nicht sehr erfreut darüber und er hat uns das auch klar mitgeteilt." Der Leverkusener schloss aber aus, dass die Informationen aus dem Team selbst gestreut werden: "Ich glaube, dass es aus der Mannschaft niemand ist, der da irgendwas nach außen trägt. Weil ich mir das einfach nicht vorstellen kann." Trotzdem sieht es aus, als würde der Maulwurf das deutsche Team auch ins Halbfinale nach Warschau begleiten.

Quelle: ntv.de