Fußball-WM

Vermeintlicher Arroganzanfall Antonio Rüdigers "Überheblichkeit" sorgt für Ärger

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Antonio Rüdiger bearbeitete Takuma Asano in zahlreichen Situationen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft liefert gegen Japan lange eine ordentliche Leistung ab. Nicht überragend, aber so, dass am Ende eigentlich ein Sieg stehen muss. Doch es kommt anders. Statt eines Sieges steht Ärger. Auch bei Abwehrchef Antonio Rüdiger.

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Fußball-WM 2022 in Katar überraschend gegen Japan verloren. Abwehrchef Antonio Rüdiger, einer der besten Spieler im DFB-Dress, schäumte hinterher: "Es ist lachhaft", beschrieb der Hüne in Diensten von Real Madrid die völlig unnötige Pleite. Eigene Unsicherheiten im Defensivverbund mit Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle hatte der Chef immer wieder reparieren können. Deutschland hatte 65 Minuten das Spiel im Griff, hatte sich eine Vielzahl von Chancen erarbeitet und hätte deutlich führen müssen. Es fehlte vor allem an Effizienz bei den zahlreichen Chancen.

TV-Experte Dietmar Hamann äußerte im Anschluss deutliche Kritik am DFB-Team und knöpfte sich dabei aber ausgerechnet Rüdiger vor. Beim Stand von 1:0 für Deutschland hatte der Hüne in einem Laufduell auf der linken deutschen Abwehrseite gegen Takuma Asano die Knie aufreizend hochgezogen, der Abwehrchef lief den für seinen Gegenspieler unerreichbaren Ball so ab. Abstoß, Rüdiger grinste gut sichtbar vor sich hin.

"Heute Nacht lachen nur die Japaner"

Für Hamann war diese Aktion zu viel. "Das war symptomatisch für die Unprofessionalität und Überheblichkeit im deutschen Spiel und an Respektlosigkeit nicht zu überbieten, weil er damit den Gegner lächerlich gemacht hat", wählte der Ex-Nationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne deutliche Worte. "Rüdiger hat anschließend noch gelacht", führte der 49-Jährige aus. Wenige Minuten später hatte Japan das Spiel gedreht, Deutschland droht das nächste WM-Vorrunden-Aus nach der Pleite von Russland 2018. "Ich glaube, heute Nacht lachen nur die Japaner", schrieb Hamann.

Doch handelte es sich tatsächlich um einen Arroganzanfall des deutschen Abwehrchefs? Schon im Sommer hatte Rüdiger, der generell nicht unter Verdacht steht, das Spiel und seinen Sport an sich zu locker zu nehmen, im Interview mit Sport1 erklärt: "Ich mache das, weil ich denke, dass ich so schneller bin. Wenn Leute das amüsant finden, lache ich gerne mit."

In einem Spiel mit dem FC Chelsea, den der Verteidiger im Sommer in Richtung Real Madrid verlassen hatte, habe er seinen speziellen Turbo allerdings auch schon zu anderen Zwecken eingesetzt: "Viele werden sich an die Szene beim Spiel mit Chelsea gegen Newcastle letzte Saison erinnern. Ich bin ehrlich: Da habe ich bewusst ein paar Faxen gemacht, weil es mir bei diesem Spiel einfach zu ruhig im Stadion war. Ich wollte die Leute damit aufwecken", sagte Rüdiger. Takuma Asano, den Rüdiger mit seiner Gazellen-Einlage ablief, erzielte wenig später das Tor, das Japan ganz nahe ans Achtelfinale und Deutschland ganz nahe ans Vorrunden-Aus brachte.

Quelle: ntv.de, ter

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