Fußball

Stuttgart muss in die Relegation 1. FC Nürnberg und Hannover 96 steigen ab

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Torschütze und Absteiger: Stürmer Hendrik Weydandt muss mit Hannover 96 die 1. Bundesliga verlassen.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Auch ein furioser Sieg gegen den SC Freiburg reicht Hannover 96 nicht mehr zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Neben den Niedersachsen steigt auch der 1. FC Nürnberg ab. Die Franken brechen gegen Borussia Mönchengladbach ein. Der VfB Stuttgart muss in die Relegation.

Hannover 96 - SC Freiburg 3:0 (1:0)

Spiel gewonnen, doch 96 trägt Trauer: Hannover 96 ist zum sechsten Mal aus der 1. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Doll besiegte den SC Freiburg im letzten Heimspiel der Saison zwar mit 3:0 (1:0), die erhoffte Schützenhilfe des VfL Wolfsburg in Stuttgart blieb allerdings aus. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist für die Niedersachsen am letzten Spieltag nicht mehr aufzuholen.
Und so war der hochverdiente Dreier durch Treffer von Waldemar Anton (39.), Ihlas Bebou (51.) und Walace (81.) nicht mehr als ein versöhnlicher Abschied vom eigenen Publikum. Selbst bei einem Sieg am kommenden Wochenende bei Fortuna Düsseldorf steht fest: Hannover muss nach 1974, 1976, 1986, 1989 und 2016 erneut den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach 0:4 (0:0)

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Enttäuschte Absteiger.

(Foto: imago images / Zink)

Der 1. FC Nürnberg hat seinen traurigen Bundesliga-Rekord ausgebaut. Der neunmalige Deutsche Meister ist nach einem 0:4 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach bereits zum neunten Mal aus der ersten Liga abgestiegen. Der Club, der erst im vergangenen Sommer aufgestiegen war, hätte unbedingt gewinnen und auf einen Stuttgarter Ausrutscher hoffen müssen, um vor dem letzten Saisonspiel beim SC Freiburg seine ohnehin minimale Chance noch zu wahren. Für Gladbach war der Erfolg im engen Kampf um die europäischen Plätze äußerst wichtig. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking hat trotz einer durchwachsenen Rückrunde im letzten Spiel gegen Borussia Dortmund nun weiter die Chance, sich noch für die Champions League zu qualifizieren. Der ehemalige Nürnberger Josip Drmic erzielte in der 56. Minute die Führung. Es passte ins Bild einer weitgehend verkorksten Nürnberger Saison, dass Lukas Mühl per Eigentor zum 2:0 für die Gäste traf. Thorgan Hazard (65.) gelang mit seinem ersten Rückrunden-Treffer das 3:0, Denis Zakaria (80.) erzielte den Endstand.

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Der VfB Stuttgart hat das Minimalziel Relegation erreicht und vor dem Ende einer Katastrophensaison zumindest den direkten Abstieg vermieden. Die Schwaben gewannen mit Interimstrainer Nico Willig nach einer keinesfalls durchweg überzeugenden Vorstellung gegen einen erschreckend schwachen VfL Wolfsburg mit 3:0 (1:0), der damit um die Qualifikation für das internationale Geschäft bangen muss. Routinier Gonzalo Castro (45.+1) gelang der Führungstreffer mit einem Distanzschuss, der vom Innenpfosten ins Tor prallte. Anastasios Donis (55.) erhöhte nach einem Konter auf 2:0, Daniel Didavi (83.) traf zum Endstand. Wolfsburg fand kein Mittel, um die durchaus verwundbare VfB-Defensive zu überwinden. Die Stuttgarter erhalten somit die Chance, am 23. und 27. Mai gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga die Rettung noch zu schaffen. Wolfsburg braucht am letzten Spieltag unbedingt einen Sieg, um die Europa League zu erreichen und Trainer Bruno Labbadia einen schönen Abschied zu bescheren.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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