Fußball

Bayern-Star wird Anteilseigner Alaba hilft dem Heimatklub aus der Patsche

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David Alaba gehört nun ein Teil von Austria Wien.

(Foto: dpa)

Der Austria aus Wien geht es finanziell schlecht. Nun hilft David Alaba seinem angeschlagenen Heimatverein und erwirbt zwei Prozent der Klubanteile. Außerdem soll er als Testimonial den lokalen Mittelstand für ein Engagement begeistern.

Bayern Münchens Abwehrchef David Alaba hat seinem finanziell schwer angeschlagenen Heimatverein Austria Wien unter die Arme gegriffen und zwei Prozent der Klubanteile erworben. Wie der "Kurier" berichtete, soll der Kapitän der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft insgesamt 500.000 Euro bezahlt haben.

Außerdem soll Alaba, der in Wien geboren wurde und bei den "Veilchen" den Durchbruch schaffte, das Testimonial für die "Austria-Lizenz-Markenpartnerschaft für den Mittelstand" werden. Dadurch sollen mittelständische Unternehmen als neue Sponsoren gefunden werden.

Der Traditionsklub hatte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Lizenz für die kommende Spielzeit erst in zweiter Instanz erhalten. Trainer und Sportchef Peter Stöger, ehemals Cheftrainer beim 1. FC Köln und Borussia Dortmund, hatte bereits zuvor seinen Abschied im Sommer von seinem kriselnden Herzensverein angekündigt.

Alaba nicht mehr Teil des "Mittelstandes"

Alaba war 2002 als Zehnjähriger in die Jugend der "Veilchen" gewechselt, im Seniorenbereich war Alaba 2008 noch fünfmal für die zweite Mannschaft der Austria aufgelaufen, bevor er zum FC Bayern weiterzog. Dort gewann Österreichs siebenmaliger Fußballer des Jahres zweimal die Champions League und wurde zehnmal deutscher Meister.

Im Frühjahr verkündete er schließlich nach 13 Jahren den Abschied vom deutschen Rekordmeister nach dem Ende der laufenden Saison. Vorher waren die zähen, öffentlich ausgiebig kommentierten Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung Alabas abgebrochen worden. Der "Kicker" hatte von Forderungen des Alaba-Lagers berichtet, nach denen der Abwehrspieler in München fünf Jahre lang 25 Millionen Euro jährlich verdienen wollte. Das hatte vor allem Ehrenpräsident Uli Hoeneß erzürnt: "David hat einen geldgierigen Piranha als Berater." Das wiederum hatte die Alaba-Seite erzürnt.

Der 79-fache Nationalspieler wird den FC Bayern ablösefrei verlassen. Eine Riege prominenter Klubs buhlt um die Dienste Alabas, als aussichtsreicher Kandidat gilt vor allem Real Madrid.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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