Fußball

Existenzängste immer schlimmerAuch das noch: Wolfsburg verliert Wind im Abstiegskampf

09.04.2026, 15:13 Uhr
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Jonas Wind kann dem VfL Wolfsburg vorerst nicht im Abstiegskampf helfen. (Foto: IMAGO/Team 2)

Es kommt immer dicker beim VfL Wolfsburg: Der arg abstiegsbedrohte Bundesliga-Klub muss einen bitteren Dämpfer hinnehmen, weil Angreifer Jonas Wind mehrere Wochen ausfällt. Trainer Dieter Hecking hat die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben.

Der VfL Wolfsburg muss im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga bis auf Weiteres auf Jonas Wind verzichten. Der Angreifer hat im Training eine neuerliche Muskelverletzung erlitten und wird laut Trainer Dieter Hecking "drei bis vier Wochen" ausfallen.

"Ich hoffe, dass Jonas in dieser Saison auf jeden Fall nochmal zurückkommt. Er hat in den letzten zwei, drei Wochen gezeigt, wie wichtig er sein kann. Es ist schade und hat natürlich auch ein bisschen auf die Stimmung gedrückt", sagte Hecking vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de): "Es ist nicht zu ändern."

Wind war erst kürzlich von einer anderen muskulären Blessur zurückgekehrt. Am Samstag hatte der Däne bei der Niederlage bei Bayer Leverkusen (3:6) das zwischenzeitliche 1:0 erzielt. Gegen Frankfurt wird dem VfL auch der ebenfalls angeschlagene Mittelfeldspieler Mattias Svanberg wohl nicht zur Verfügung stehen.

Hecking will ungeahnte "Kräfte freisetzen"

Gegen die Eintracht müsse man "einen guten Mix" hinbekommen zwischen aktivem Spiel und dem Aushalten von Druckphasen: "Dafür brauchen wir die Bereitschaft, unsere Struktur nicht zu verlassen, so wie es uns noch gegen Leverkusen passiert ist."

Der VfL liegt vor dem 29. Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt vier Punkte, der direkte Klassenerhalt ist sechs Zähler entfernt. "Wir haben diesen Glauben, dass wir noch etwas bewegen können. Aber wir wissen alle, dass wir das Ergebnis brauchen", sagte Hecking: "Ein Erfolgserlebnis kann nochmal Kräfte freisetzen."

Zuletzt hatte es Spott und Häme von außen für die Wölfe im Überlebenskampf der Fußball-Bundesliga gegeben. "Diese Aussagen sind despektierlich", konterte Hecking in der "Sport Bild" Äußerungen von 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz: "Wenn ein Verein knapp 30 Jahre in der Bundesliga spielt, hat er jede sportliche Berechtigung, dort zu bleiben."

Großkreutz, das Urgestein von Borussia Dortmund, vertrat kürzlich öffentlich die Position vieler Traditionalisten im deutschen Fußball. Die These: Bei einem Abstieg würde niemand den Werksklub aus Wolfsburg vermissen. "Eigentlich dürfen sie nicht absteigen. Stadion immer voll, geile Stimmung", sagte Großkreutz im Podcast "Viertelstunde Fußball" mit viel Sarkasmus und fügte dann ehrlich dazu: "Ich rede ja immer vom Herzen. Ich will, ich wünsche mir, dass die absteigen! Und fertig."

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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