Fußball

Präsident und Trainer treten ab Augsburg weist Bericht über "Erpressung" zurück

imago1007369994h.jpg

Das berufliche Verhältnis zwischen Reuter (links) und Weinzierl war offenbar nicht mehr zu retten.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Gesundheitliche Gründe, sagt Klaus Hofmann, bedingen seinen Rücktritt als Präsident des FC Augsburg. Wenige Tage später schmeißt Trainer Markus Weinzierl hin. Nun gibt es Berichte über Intrigen beim Fußball-Bundesligisten. Gegen diese wehrt sich der Klub "klar und deutlich".

Stefan Reuter und Klaus Hofmann haben Medienberichte zurückgewiesen, der Manager habe bei Fußball-Bundesligist FC Augsburg den Rücktritt des Präsidenten erzwungen. Hofmann erklärte seinen plötzlichen Abschied von den Schwaben abermals mit gesundheitlichen Problemen, Sportchef Reuter und Co-Geschäftsführer Michael Ströll nannten es "bedenklich, wenn derartige Fehlinformationen gestreut werden".

Am Sonntagabend hatte die "Bild" zunächst online, am Montag dann in ihrer Printausgabe von der Augsburger "Intrigen-Kiste" berichtet. Dort war in Zusammenhang mit Hofmanns Rücktritt von "Erpressung" die Rede, Reuter wurde als böser Bube eines "Schmierentheaters" dargestellt. Der FCA widersprach "klar und deutlich".

Der Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten, Thomas Müller, erklärte: "Klaus Hofmann hat am vergangenen Donnerstag sowohl der Geschäftsführung als auch den Gremien gegenüber seine Ämter niedergelegt und dies ausschließlich mit gesundheitlichen Problemen begründet. Es gibt keinerlei anderweitige Gründe als diese, weswegen es unser aller Pflicht ist, dies zu akzeptieren." Der 54-Jährige werde dem FCA als Geschäftsführer und Anteilseigner der Hofmann Investoren GmbH "eng verbunden bleiben, worüber wir sehr froh sind", meinte Müller.

Weinzierl deutet zerrüttetes Verhältnis an

Hofmann betonte, er habe "in den letzten Wochen und Monaten immer wieder deutliche und stärker werdende Stress-Signale meines Körpers vernommen". Er habe daher erkannt, dass er seine Doppelfunktion als Unternehmer und FCA-Boss nicht mehr vernünftig ausführen könne. "Mein Rücktritt hat nichts mit angeblich gehackten Nachrichten oder sonstigen Spekulationen zu tun, sondern ausschließlich die von mir genannten gesundheitlichen Gründe", betonte er. Reuter und Ströll ergänzten: "Vor allem beim Thema Gesundheit gilt es den Wunsch von Klaus Hofmann nach Privatsphäre ohne Wenn und Aber zu respektieren."

Mehr zum Thema

Dennoch sieht auch der "Kicker" bei den Schwaben einen "Flächenbrand", trat neben Hofmann doch auch Trainer Markus Weinzierl zurück. Dieser deutete ein zerrüttetes Verhältnis zu Manager Reuter an. Es habe bisher noch keine Gespräche mit dem FCA gegeben, "und ich werde auch keine mehr führen", sagte Weinzierl unmittelbar nach dem 2:1 (1:1) zum Saisonabschluss gegen Absteiger SpVgg Greuther Fürth.

Dass Reuter so lange wartete, sei "ein klares Zeichen", betonte der 47-Jährige, der von "fehlender Wertschätzung" sprach. Es habe "die Basis gefehlt. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass es das Beste für mich ist". Der FCA könne jetzt "mit einem neuen Trainer wieder angreifen".

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen