Fußball

Schwärzester Tag der Geschichte "Barbarische" Fan-Ausschreitungen in Mexiko

a282a772d5664394cf8cc97bbc291d24.jpg

(Foto: AP)

Bei heftigen Ausschreitungen im Stadion zwischen rivalisierenden Fans werden mindestens 26 Personen beim mexikanischen Fußball-Erstligaspiel zwischen Queretaro und Atlas verletzt. Drei von ihnen befinden sich in "kritischem Zustand" im Krankenhaus. Die FIFA ist angesichts der Brutalität geschockt.

Nach einer brutalen Schlägerei bei einem Fußballspiel in Zentralmexiko ist die Zahl der Verletzten auf mindestens 26 gestiegen. Dies sagte der Gouverneur des Bundesstaates Querétaro, Mauricio Kuri, in einer Pressekonferenz. Demnach befanden sich drei unter ihnen in einem kritischen Zustand. Die für Sonntag angesetzten Erstliga-Partien wurden von der mexikanische Liga aus Solidarität mit den Betroffenen abgesagt.

e42afb54e33c9924da44e8f1c7396918.jpg

Die "Fans" gingen sogar mit Absperrgittern aufeinander los.

(Foto: AP)

Der Weltverband FIFA nannte den Vorfall in einer Stellungnahme "barbarisch". "Die Gewalt im Corregidora-Stadion war inakzeptabel und nicht zu tolerieren", hieß es in einem Statement am Abend. Die FIFA wolle noch einmal betonen, "dass Gewalt im Fußball absolut keinen Platz haben sollte, und wir werden weiterhin mit allen Gruppen zusammenarbeiten, um sie aus unserem Spiel zu verbannen."

Angesichts der Gewalt und des Chaos schrieb die Zeitung "El Universal" vom "schwärzesten Tag in der Geschichte des mexikanischen Fußballs". Bei dem Spiel zwischen dem FC Querétaro und Atlas Guadalajara im Stadion La Corregidora in Querétaro waren Anhänger beider Mannschaften zunächst auf der Tribüne aufeinander losgegangen und stürmten dann auf das Spielfeld, wo sie sich teilweise mit Stühlen und Stangen weiter attackierten. Das Sicherheitspersonal war massiv überfordert, die Situation für alle Anwesenden höchst gefährlich.

d2f4cbf9a9eb9e7066a951034e071522.jpg

Hooligans beider Teams waren aufs Feld gestürmt.

(Foto: AP)

Frauen und Kinder suchten in den Stadiontunneln Schutz. Spieler flüchteten in die Umkleidekabinen. Querétaro-Torhüter Washington Aguerre war einer derjenigen, die auf dem Platz blieben und versuchten, auf die Menschen einzuwirken. In einem Interview mit "TyC Sports" sagte er: "Ich kann es immer noch nicht fassen. Es war sehr schlimm, da Kinder herumlaufen zu sehen. Gestern saßen Tiere auf der Tribüne, und sie hatten vor niemandem Respekt."

Die Partie wurde in der 62. Minute beim Stand von 0:1 unterbrochen und dann abgebrochen. Der Zivilschutzes des Bundesstaates Querétaro hatte in der Nacht auf Sonntag von 22 Verletzten berichtet. Neun von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, drei unter ihnen mit schweren Verletzungen, hieß es in einem Tweet weiter.

Tote, von denen in ersten Berichten die Rede gewesen war und die angesichts der heftigen Bilder befürchtet wurden, bestätigten bis Sonntagmittag (Ortszeit) weder der Zivilschutz noch die Regierung des Bundesstaates Querétaro. Die mexikanische Fußball-Liga verurteilte die Vorgänge im Stadion La Corregidora und teilte mit, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. "Diejenigen, die die Verantwortung für die fehlende Sicherheit im Stadion tragen, werden dafür bestraft. Die Sicherheit unserer Spieler und Fans hat oberste Priorität", sagte der mexikanische Liga-Präsident Mikel Arriola.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen