Mentale Probleme Ende 2025Barcelona-Star kehrt nach spiritueller Auszeit in Israel zurück

Ende 2025 taucht Ronald Araujo ab. Erst wird er in der Champions League vom Platz gestellt, dann kübeln Barcelona-Fans ihren Ärger über ihm aus. Der Vizekapitän des Klubs verschwindet, der Klub gewährt dem mental angeschlagenen Spieler alle Freiheiten. Jetzt ist er zurück.
Psychologische Probleme bremsten ihn mehr als einen Monat lang aus, nun steht Vizekapitän Ronald Araujo vor seinem Comeback für den FC Barcelona. Der 26 Jahre alte uruguayische Nationalspieler ist am Montag gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen in den Flieger gen Saudi-Arabien gestiegen, dort spielt die Mannschaft von Trainer Hansi Flick am Mittwoch im Rahmen des spanischen Supercups gegen Athletic Bilbao.
Am 25. November war der Defensivspezialist im Champions-League-Spiel beim FC Chelsea bereits vor der Halbzeitpause mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden, die deutliche 0:3-Niederlage der Blaugrana beim Klub-Weltmeister hatten die Anhänger vor allem auch dem Südamerikaner angelastet. Es hagelte scharfe Kritik für den 25-maligen Nationalspieler.
Reise nach Israel im Dezember
Araujo zog sich anschließend aus der Öffentlichkeit und den Sozialen Medien zurück, Flick entschuldige das Fehlen seines Vize-Kapitäns zunächst mit einer "persönlichen Situation", er sei "nicht spielbereit." Mit der Zustimmung des Vereins legte der Spieler dann aber eine mehrwöchige Pause ein, spanische Medien berichteten übereinstimmend von einer mentalen Auszeit.
Die soll nun vorbei sein, bereits vor einigen Tagen feierte Araujo sein Comeback auf dem Trainingsplatz. Ob er am Mittwoch auch auf dem Spielfeld stehen wird, ist noch unklar. Die Rückkehr hänge "von ihm ab", hatte Flick noch vor wenigen Tagen betont, "er ist körperlich noch nicht zu hundert Prozent fit, aber es geht ihm gut." Auch "sehe und spüre" Flick, "dass die Unterstützung durch die Mannschaft fantastisch ist. Er hat sich die Zeit genommen, die er gebraucht hat. Er ist auf dem richtigen Weg."
Der tiefgläubige Verteidiger hatte sich während seiner Auszeit im Dezember unter anderem mit Erlaubnis des Vereins auf eine spirituelle und kulturelle Reise nach Israel begeben.