Fußball

Mit Fußballkunst zum CL-Titel Barcelona schlägt Manchester

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Der vierte Streich: Wie schon 1992 krönt sich der FC Barcelona in Wembley zur besten Mannschaft Europas.

(Foto: REUTERS)

Der FC Barcelona ist Champions-League-Sieger 2011 und damit endgültig der neue Angstgegner von Manchester United. Auch in der Neuauflage des Endspiels von 2009 feiern die Katalanen einen hochverdienten Sieg über das Team von Alex Ferguson. Inspiriert vom überragenden Lionel Messi zeigt Barcelona in Wembley große Fußballkunst, während United nach starkem Beginn kollabiert.

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Weltfußballer 2011: Lionel Messi ragte aus einer grandiosen Barca-Mannschaft noch heraus.

(Foto: REUTERS)

Mit zwei Geniestreichen haben Weltfußballer Lionel Messi und Spaniens WM-Held David Villa Manchester United entzaubert und den FC Barcelona zum vierten Mal auf Europas Fußball-Thron geschossen. Zwei Jahre nach dem Champions-League-Triumph in Rom zeigte der spanische Meister auch im Londoner Wembley-Stadion den Engländern die Grenzen auf. Beim hochverdienten 3:1 (1:1)-Erfolg in einem vor allem im ersten Durchgang hochklassigen und temporeichen Königsklassen-Endspiel erzielten der überragende Messi (54.) und Villa (69.) die entscheidenden Treffer für die Katalanen, die nach 1992, 2006 und 2009 erneut im Landesmeister-Cup triumphierten.

Zuvor hatte Wayne Rooney (34.) die Führung durch Pedro (27.) ausgeglichen und United die Hoffnung auf den vierten Triumph erhalten. Doch im zweiten Durchgang spielte der 21-malige spanische Champion wie entfesselt und den Gegner förmlich an die Wand. Mit dem vierten Gewinn der wertvollsten europäischen Club-Trophäe zogen die Katalanen mit Bayern München und Ajax Amsterdam gleich.

"Es ist unmöglich, noch glücklicher zu sein. So zu gewinnen, ist wunderbar", sagte Torschütze Villa. "Das ist eine wunderschöne Nacht für uns, wirklich großartig", freute sich Pedro, der für das 1:0 gesorgt hatte.

Messi zu gut für Man United

Sir Alex Ferguson wollte die Fehler, die 2009 zur 0:2-Niederlage im Champions League-Finale geführt hatten, unbedingt vermeiden. Doch Messi, um den sich abwechselnd der Koreaner Ji-Sung Park und Michael Carrick kümmern sollten, bekamen seine Spieler überhaupt nicht in den Griff. Mit seinem 12. Tor in der Königsklasse zog der Weltfußballer mit Ruud van Nistelrooy gleich, der in der Spielzeit 2002/2003 ebenfalls ein Dutzend Mal getroffen hatte. Das Fehlen des verletzten Abwehrchefs Carles Puyol war kein Handicap gegen ein United-Team, in dem allein Rooney Offensiv-Akzente setzte.

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Das 1:0 für Barcelona fiel in der 27. Minute durch Pedro. United-Keeper Edwin van der Sar war machtlos.

(Foto: test)

Das Duell der beiden besten Vereinsmannschaften des Kontinents stand zunächst im Zeichen des englischen Rekordmeisters. Fergusons Schützlinge attackierten früh und zwangen die Kurzpass-Künstler damit zu überraschenden Ballverlusten. Doch schon nach einer Viertelstunde übernahmen die Katalanen im Mittelfeld dank der größeren individuellen Klasse von Messi, Xavi und Co. das Kommando.

Pedro nutzt dritte Großchance

Chancen durch Pedro (16.) und David Villa (21.), dessen Schuss Keeper Edwin van der Sar in seinem letzten Spiel für die "Reds" parierte, waren logische Folge der Überlegenheit. Dann wurde Messi in letzter Sekunde von Nemanja Vidic am Einschuss gehindert (22.). Die so selbstbewusst in die Partie gestarteten Engländer fanden plötzlich kaum noch ein Mittel gegen den Angriffswirbel des Gegners. Mit einem millimetergenauen Pass auf Pedro leitete Xavi die verdiente Führung für die Elf von Pep Guardiola ein. Der 23-Jährige ließ van der Sar mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke keine Chance.

Nur sieben Minuten später schlug das Entsetzen der United-Fans dank Rooneys Tor wie aus dem Nichts wieder in helle Begeisterung um. Nach einem Doppelpass mit dem in abseitsverdächtiger Position angespielten Ryan Giggs nahm Englands Nationalstürmer den Ball volley und traf in den Winkel des von Victor Valdes gehüteten Kastens. Doch die als leichter Favorit ins Spiel gegangenen Spanier zeigten sich keineswegs geschockt: Nach Villas Hereingabe fehlten Messi nur Zentimeter zur erneuten Führung für Barcelona (43.).

Fast ein Spiel auf ein Tor

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Konsterniert: Die United-Spieler gehen mit dem Gefühl nach Hause, dass der Unterschied zwischen Barcelona und Manchester an diesem Abend mehr als zwei Tore betrug.

(Foto: dpa)

Nach Wiederbeginn drückten die Blau-Roten noch weiter aufs Tempo. Zeitweise wirkten Manchesters Akteure beim Kombinationswirbel des Gegners verängstigt wie das Kaninchen vor der Schlange. Neun Minuten nach der Pause fühlte sich niemand in der Abwehr für Messi zuständig, der aus 18 Metern abzog und den schlecht postierten van der Sar zum 2:1 überwand.

Danach entwickelte sich fast ein Spiel auf ein Tor, in dem sich allein Manchesters niederländischer Schlussmann in seinem fünften Finale dem Gegner entgegenstemmte und ein Debakel für seine Mannschaft verhinderte. Gegen Villas Schuss in den Torwinkel war aber auch van der Sar machtlos.

FC Barcelona - Manchester United 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Pedro (27.), 1:1 Rooney (34.), 2:1 Messi (54.), 3:1 Villa (69.)

Barcelona: Valdes - Alves (88. Puyol), Mascherano, Pique, Abidal - Busquets - Xavi, Iniesta - Pedro (90.+2 Afellay), Messi, Villa (86. Keita). - Trainer: Guardiola

Manchester: van der Sar - Fabio (69. Nani), Ferdinand, Vidic, Evra - Carrick (77. Scholes), Giggs - Valencia, Park - Rooney, Chicharito. - Trainer: Ferguson

Schiedsrichter: Viktor Kassai (Ungarn)
Zuschauer: 87.695 (ausverkauft)

Torschüsse: 20:4
Ecken: 6:0
Ballbesitz: 65:36 Prozent
Fouls: 5:16

Quelle: ntv.de, dpa/sid

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