Fußball

Wolfsburgs Dominanz gebrochen Bayern ist endlich wieder Bundesliga-Meister

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So sehen Meisterinnen aus.

(Foto: imago images/Passion2Press)

Im letzen Spiel ihrer Karriere gewinnt Simone Laudehr endlich, was ihr so lange gefehlt hat: die Meisterschaft der Fußball-Bundesliga. Die Frauen des FC Bayern bleiben zum Saisonabschluss nervenstark, daran ändert auch ein Kantersieg des Verfolgers aus Wolfsburg nicht.

Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben die Dominanz des VfL Wolfsburg in der Bundesliga gebrochen und sich zum vierten Mal zu deutschen Meisterinnen gekrönt. Vor den Augen von Vereinspräsident Herbert Hainer und des scheidenden Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge bereiteten die Münchnerinnen Simone Laudehr einen glanzvollen Karriereabschluss. Die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer entthronte im Fernduell am letzten Spieltag die Wolfsburgerinnen nach vier Jahren durch ein souveränes 4:0 (2:0) gegen den Pokalfinalisten Eintracht Frankfurt. Laudehr genoss nach ihrer Einwechslung in der 76. Minute ihre letzte Rasenzeit vor dem Ende ihrer so erfolgreichen Laufbahn.

Vor wenigen zugelassenen Zuschauern auf dem Bayern-Campus sorgte Linda Dallmann früh mit einem Doppelpack (17. Minute, 25.) für die vierte Meisterschaft nach 1976, 2015 und 2016. Laura Störzel (54. Eigentor) erhöhte unfreiwillig beim ungefährdeten Titel-Spaziergang sogar noch. Lea Schüller setzte dann kurz vor dem Abpfiff in der 90. Minute noch den Schlusspunkt.

Dem VfL brachte auch ein furioses 8:0 (5:0) im Parallelspiel gegen Werder Bremen nichts mehr. Der FC Bayern krönte seine fast makellose Bundesliga-Saison mit 20 Siegen, einem Remis sowie nur einer Niederlage und brachte seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Wolfsburgerinnen ins Ziel - nach dem Schlusspfiff brachen die Münchnerinnen in Jubel aus.

Der eine Titel, der noch fehlte

Emotionen gab es aber schon vor dem Anpfiff. Die Sportliche Leiterin Bianca Rech und Karin Danner, Abteilungsleiterin der Fußballerinnen, würdigten Laudehr für ihre Verdiente. Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin bekam auf dem Rasen eine Foto-Collage und einen Blumenstrauß überreicht.

Die 103-malige frühere Nationalspielerin, die seit 2016 durchgehend beim FC Bayern gespielt hat, wollte unbedingt ihre erste Meisterschaft. Und ihre Teamkolleginnen enttäuschten die 34-Jährige, die zunächst auf der Bank Platz nahm, nicht. Laudehr schloss mit der Meisterschale zudem die letzte Lücke in ihrer beeindruckenden Titelsammlung und krönte ihre Laufbahn. Weltmeisterin (2007), Europameisterin (2009 und 2013) und Olympiasiegerin (2016) wurde die 34-Jährige schließlich bereits, nur die Meisterschaft war ihr verwehrt geblieben - bis zum letzten Spiel ihrer Karriere.

Die erste überzeugende spielerische Offensivaktion brachte die Führung. Nach einem Doppelpass mit Lea Schüller sorgte Dallmann für Freude bei den Münchnerinnen und insbesondere Laudehr, die nach dem Karriereende in der Allianz Arena im Museum des FC Bayern mitarbeiten will. Dallmann nahm dann mit einem Flachschuss ins lange Eck im Grunde der Titelentscheidung schon jede Spannung.

Die zweite Hälfte wurde endgültig zu einem Herunterzählen der Minuten bis zur Titel-Party, als Frankfurts Kapitänin Störzel mit einem Querschläger ihre eigene Torfrau Merle Frohms überwand. Laudehr löste in der Schlussphase Klara Bühl ab. Sie durfte auf dem Feld und mit der Kapitänsbinde am Oberarm ihre späte erste Meisterschaft bejubeln.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid

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