Fußball

Österreich schafft den Aufstieg Belgien trotz Slapstick-Eigentor im Finale

imago0049250419h.jpg

Courtois hatte in der Schlussphase einen Blackout.

(Foto: imago images/Panoramic International)

Italien und Belgien sichern sich mit den Gruppensiegen den Einzug in das Finalturnier der Nations League. Dabei muss Belgien kurz vor Schluss noch einmal zittern. Auch die Absteiger in die B-Division sind besiegelt - bis auf einen, der abseits des Platzes ausgehandelt wird.

Der frühere Weltmeister Italien und der Weltranglistenerste Belgien haben in der Fußball-Nations-League die Endrunde komplettiert. Italien folgte in der A1-Gruppe dem amtierenden Weltmeister Frankreich und Deutschland-Schreck Spanien durch ein 2:0 (1:0) in Bosnien-Herzegowina in das Final Four. Belgien erreichte die Endrunde in der Gruppe A2 durch ein 4:2 (1:1) gegen Dänemark.

Durch Italiens Sieg hatte das 1:2 (1:0) von Polen im Duell der weiteren Endrunden-Kandidaten mit den Niederlanden letztlich nur noch statistischen Wert. England hatte in Belgiens Gruppe schon vor seinem 4:0 (2:0) beim punktlosen Schlusslicht Island keine Chance mehr auf einen Platz beim Finalturnier. Auch Titelverteidiger und Europameister Portugal war trotz Superstar Cristiano Ronaldo bereits vor den Gruppenfinals vorzeitig auf der Strecke geblieben.

Italien gelang im Ferndreikampf mit Oranje und Polen der Gruppensieg auch ohne Schützenhilfe. In Sarajevo setzte sich die Squadra Azzurra nach Treffern von Andrea Belotti (22.) und Domenico Berardi (68.) sicher durch. Polen hielt sich unterdessen durch den Treffer von Kamil Jozwiak (6.) zunächst zwar im Rennen, doch durch Italiens Erfolg konnten die Gastgeber die Wende zugunsten der Niederlande durch Tore von Memphis Depay (77., Strafstoß) und Georginio Wijnaldum (84.) letztlich verkraften.

7ce2b0a75e24943294b7594c79a8a6ad.jpg

Belotti traf für Italien.

(Foto: imago images/Aleksandar Djorovic)

Belgien behielt im Gruppenfinale um den Endrunden-Platz gegen Dänemark die Nerven. Die Gäste witterten nach ihrem zwischenzeitlichen Ausgleich zwar die Chance auf den benötigten Sieg, doch nach der Pause machten Stürmerstar Romelu Lukaku mit einem Doppelpack (57. und 68.) und der Ex-Wolfsburger Kevin de Bruyne (87.) unmittelbar nach einem kuriosen Eigentor vom Keeper Thibault Courtois (86.), der den Ball unter seinem Fuß hindurchrutschen ließ, den Erfolg der "Roten Teufel perfekt.

Tschechien siegt und profitiert

Zu dem als Absteiger in die B-Division bereits vor der letzten Runde feststehen Duo Bosnien-Herzegowina und Island hatte sich am vergangenen Dienstag der frühere WM-Dritte Schweden gesellt. Die Frage nach dem Absteiger in Deutschlands Gruppe A4 entscheidet sich am Grünen Tisch, nachdem das Keller-Duell zwischen der Schweiz und der Ukraine wegen mehrerer Corona-Fälle bei den Osteuropäern abgesagt worden war.

Den Sprung in die Beletage schafften Österreich, Tschechien, Deutschlands EM-Gruppengegner Ungarn und Wales. Österreich sicherte sich den Aufstieg durch ein 1:1 (0:0) im B1-"Endspiel" gegen Norwegen, das nach einem Coronafall das Team ausgewechselt hatte und nur mit einer Notelf antrat. Tschechien siegte in der B2-Gruppe 2:0 (1:0) gegen die Slowakei und profitierte von der gleichzeitigen 0:1 (0:1)-Niederlage des EM-Starters Schottland in Israel. Ungarn nutzte in der B3-Gruppe durch ein 2:0 (0:0) gegen die Türkei ein 0:5 (0:4)-Debakel des vorherigen Spitzenreiters Russland in Serbien. Wales setzte sich im Aufstiegsfinale der B4-Gruppe mit 3:1 (1:0) gegen Finnland durch.

Quelle: ntv.de, ara/sid