Fußball

1:5-Klatsche ist zu viel Borussia Dortmund entlässt Trainer Favre

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Das war's.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Das blamable 1:5 gegen den VfB Stuttgart ist das letzte Spiel von Lucien Favre als Trainer von Borussia Dortmund. Der Fußball-Bundesligist setzt seinen Coach nach knapp zweieinhalb Jahren vor die Tür. Der Vertrag des Schweizers lief eigentlich noch bis zum Saisonende.

Lucien Favre ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. Der Schweizer ist am Tag nach der enttäuschenden 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart entlassen worden. Der Klub bestätigte entsprechende Medienberichte, auch sein Assistent Manfred Stefes wurde freigestellt. Von den jüngsten fünf Pflichtspielen gewann der BVB nur ein einziges, dieser Negativtrend ist Favre nun offensichtlich zum Verhängnis geworden. Seine Nachfolge übernimmt dem Verein zufolge Co-Trainer Edin Terzic "bis zum Saisonende".

Favre hatte die Schwarzgelben im Sommer 2018 von Peter Stöger übernommen, sein Vertrag lief eigentlich noch bis zum Sommer 2021. In seiner ersten Saison führte der 63-Jährige den BVB zur souveränen Herbstmeisterschaft, doch trotz zwischenzeitlich neun Punkten Vorsprung auf den FC Bayern reichte es am Ende im ewigen Duell mit den Münchnern nicht zum Titel. Favre musste sich seitdem immer wieder vorwerfen lassen, für große Siege sei er nicht der richtige Trainer.

"Ich finde es sehr schade, dass sich unsere Wege hier trennen. Wir hatten zwei sehr erfolgreiche Jahre und haben eine Mannschaft, die auch in diesem Jahr am Ende eine erfolgreiche Saison gespielt hätte. Davon bin ich nach wie vor überzeugt", sagte der 63 Jahre alte Schweizer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Seit Klopp läuft die Suche

Der miserable Auftritt gegen Aufsteiger Stuttgart war nun offenbar entscheidend dafür, Favre endgültig das Vertrauen zu entziehen. Wiederholt stand der Schweizer, der in der Bundesliga zuvor auch schon für Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach gearbeitet hatte, heftig in der Kritik. Bislang gelang es ihm immer, darauf zu reagieren - diese Chance bekommt er nun nicht mehr.

Für Dortmund beginnt damit wieder einmal die Suche nach einem neuen Übungsleiter. Seit dem Ende der Ära Jürgen Klopp (2008 bis 2015) versuchten sich Thomas Tuchel (inzwischen bei Paris St. Germain), der heutige Leverkusen-Coach Peter Bosz, Peter Stöger und nun eben Favre vergeblich daran, den Ansprüchen und Gegebenheiten der Borussia gerecht zu werden.

Die Auswahl auf dem Trainermarkt ist allerdings gering. Medienberichten zufolge gelten Leipzigs Julian Nagelsmann und Gladbachs Marco Rose als mögliche Wunschkandidaten. Bei beiden gibt es allerdings keinerlei Anzeichen dafür, dass sie die Jobs bei ihren jeweiligen Champions-League-Achtelfinalisten zeitnah aufgeben wollen würden.

Quelle: ntv.de, tsi

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