Fußball

Rolfes erklärt Trainerentlassung Bosz war leider nicht Leverkusens Guardiola

Leverkusens Trainer Peter Bosz, steht vor dem Spiel am Spielfeldrand. Foto: Guido Kirchner/dpa

Für Bosz war Bayer nach dem BVB die zweite Bundesliga-Beschäftigung.

(Foto: Guido Kirchner/dpa)

Im Dezember ist Bayer Leverkusen noch Tabellenführer, mittlerweile ist die Qualifikation für den Europapokal in Gefahr. Trainer Peter Bosz musste aber nicht allein wegen der schwachen Ergebnisse gehen. Auch seine Reaktion trug offenbar zur Entlassung bei.

Neben dem fehlenden hundertprozentigen Leistungswillen der Mannschaft war mangelnde taktische Variabilität ein Grund für die Entlassung von Trainer Peter Bosz beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. "Du musst bereit sein, auch im Erfolg immer wieder deine Strategie anzupassen", sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes im Interview mit ran.de, "der Gegner verändert sich ja auch, um dir gegenüber bestehen zu können. Also musst du ihm immer wieder neue Aufgaben stellen und neue Schwierigkeiten bereiten."

Rolfes nahm aber auch die Spieler in die Pflicht. "Um erfolgreich sein zu können, musst du immer an dein Maximum gehen. Tust du das nicht, bleibst du nicht nur stehen, sondern machst einen Schritt zurück", sagte der Ex-Nationalspieler, "und mit beiden Punkten hatten wir seit Weihnachten zu kämpfen." Bosz habe es, so Rolfes, "ja versucht. Aber am Ende hat es dauerhaft einfach nicht funktioniert."

Mitte Dezember hatte Leverkusen die Bundesliga-Tabelle noch angeführt, danach folgte der Absturz auf Rang sechs mit 21 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München. Als Nachfolger des Niederländers Bosz verpflichtete Bayer bis zum Saisonende Hannes Wolf.

Als ein Beispiel für Flexibilität bezeichnete Rolfes Starcoach Pep Guardiola. Dieser sei "jetzt bereit, seine Mannschaft auch einmal etwas defensiver agieren zu lassen. In gewissen Phasen einer Partie lässt sich Manchester City sehr tief fallen und rückt für den Moment ab vom uneingeschränkten Ballbesitz-Spiel." Trotzdem dominiere der englische Tabellenführer das Spiel in dieser tieferen Positionierung in gewisser Weise immer noch. "Auch sehr interessante Positionswechsel sind bei Guardiola immer wieder zu erkennen. Trotzdem hat er weder seine Identität verloren noch seine grundsätzliche Spielidee aufgegeben", erklärte Rolfes.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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