Fußball

2. Liga: Ostderby endet remis Braunschweig sorgt für Furore

2z7s0710.jpg8973573752952309251.jpg

Braunschweig spielt derzeit in bestechender Form.

(Foto: dpa)

Aufsteiger Eintracht Braunschweig nimmt den Schwung der Vorsaison mit und holt im zweiten Spiel der Zweiten Liga den zweiten Sieg. Im Derby zwischen Dresden und Rostock trennen sich die Teams mit einem 1:1. Paderborn und Düsseldorf spielen ebenfalls 1:1.

Rückkehrer Eintracht Braunschweig hat in der 2. Fußball-Bundesliga seinen Traumstart perfekt gemacht. Die Niedersachsen feierten bei Ex-Pokalfinalist Alemannia Aachen mit 2:0 (1:0) auch im zweiten Saisonspiel einen Sieg und stehen zumindest bis Montagabend an der Tabellenspitze. Die Gastgeber dagegen beklagen durch das Eigentor von Mario Erb (15.) und den entscheidenden Gegentreffer durch Marc Pfitzner (79.) einen völlig misslungenen Einstieg in die neue Spielzeit und rutschten weiterhin punkt- und torlos ans Tabellenende ab.

Braunschweig kaufte den Gastgebern vor 17.541 Zuschauern über weite Strecken mit einer cleveren und couragierten Vorstellung den Schneid ab. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, die in der vergangenen Aufstiegssaison das stärkste Auswärtsteam der 3. Liga gewesen ist und in der Vorwoche gegen 1860 München mit 3:1 die Oberhand behalten hatte, stand in der Defensive gut organisiert und war durch Konter oft gefährlich. Einziges Manko der Eintracht war die Chancenverwertung. Aachen indes agierte eine Woche nach dem 0:1 bei Erzgebirge Aue gegen Braunschweigs mit zunehmender Spieldauer immer tiefer stehende Abwehr einfallslos. Umso fahrlässiger erschien deshalb der geradezu klägliche Umgang der Mannschaft von Chefcoach Peter Hyballa mit ihren nur wenigen Torgelegenheiten.

Remis im Ostderby

DI10304-20110724.jpg4183978329377995113.jpg

Das Tor zum 1:0: Björn Ziegenbein visiert die Torwartecke an.

(Foto: dapd)

Den Fehlstart im Ostderby gerade noch einmal abgewendet, doch das Warten auf den ersten Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga seit Mai 2006 geht für Aufsteiger Dynamo Dresden weiter: Gegen Mitaufsteiger Hansa Rostock kam Dynamo dank eines Eigentores von Hansa-Schlussmann Kevin Müller zu einem gerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden. Im Duell der früheren DDR-Meister hatte Rostocks Björn Ziegenbein die Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern in Führung gebracht (54. ).

Das vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Risikospiel eingestufte Aufeinandertreffen der beiden Auftaktverlierer begann mit dem Zünden von Böllern und dem Abfeuern von Rauchbomben im Gästeblock. Danach blieb es aber ruhig auf den Rängen, auf dem Rasen ging es hingegen zur Sache. In einer intensiven und ausgeglichenen Partie war Dresden in der ersten Halbzeit wesentlich gefährlicher als die Gäste aus Rostock, nutzte aber beste Chancen nicht.

Allein Dynamo-Mittelfeldspieler Marcel Heller vergab vor der Pause dreimal die mögliche Führung für die Hausherren. In der 12. Minute tanzte der 25-Jährige zunächst Hansa-Schlussmann Müller aus, scheiterte aber aus fünf Metern an Innenverteidiger Pavel Kostal. Elf Minuten später vergab Heller dann gleich eine Doppelchance, als er den Ball erst an Pfosten setzte und den Nachschuss dann kläglich am leeren Tor vorbeischob.

Rostocks beste Chance im ersten Durchgang ließ Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Marek Mintal liegen. Der ehemalige Nürnberger vernaschte Romain Bregerie im Strafraum mit einem gefühlvollen Lupfer, den Volley des Slowaken wehrte aber Dynamo-Schlussmann Dennis Eilhoff mit dem Fuß ab (33.).

Nach der Pause blieb die Partie vor 29.189 Zuschauern in Dresden hitzig und umkämpft. Beim Freistoß-Treffer von Ziegenbein, der den Ball ins Torwart-Eck setzte, machte Eilhoff keine gute Figur. Nach dem Treffer provozierte der Torschütze die Hausherren, Bregerie schubste Ziegenbein, über den Schiedsrichter Felix Zwayer stolperte. Für das Gerangel sahen sowohl Bregerie als auch Ziegenbein Gelb. Das Unentschieden rettete Dresdens Pavel Fort mit einem Billard-Tor. Nach dem Schuss des Dynamo-Stürmers sprang der Ball von Rostocks Michael Wiemann an Müllers Bein und von da ins Tor.

Joker rettet Punkt für SCP

Fortuna Düsseldorf hat einen perfekten Start in die 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Düsseldorfer mussten sich beim SC Paderborn trotz Führung mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Nach der Gäste-Führung durch den verwandelten Foulelfmeter von Jens Langeneke (42.), sorgte der eingewechselte Matthew Taylor in der 74. Minute für den Ausgleich.

DI10371-20110724.jpg190810514381127567.jpg

Jens Langeneke lässt Torhüter Lucas Kruse keine Chance.

(Foto: dapd)

Die 11.014 Zuschauer in Paderborn sahen in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Begegnung. Nach einem Foul von Jens Wissing an Maximilian Beister verwandelte Langeneke den Elfmeter sicher. Nach dem Wechsel verpassten Beister (54.) und Assani Lukimya (55.) die Vorentscheidung, als sie an SC-Schlussmann Lukas Kruse scheiterten. Taylor nutzte danach ein schönes Zuspiel von Mehmet Kara zum 1:1.

Bei Paderborn überzeugten Torhüter Kruse und Daniel Brückner, bei Düsseldorf verdienten sich Schlussmann Michael Ratajczak und Langeneke die besten Noten.

Quelle: ntv.de, sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen