Fußball

Erinnerungen ans "Finale dahoam" Chelseas Mauerei lässt Bayern schaudern

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Die Null steht, das ist für Chelsea bei dem Auftritt in Madrid das Wichtigste.

(Foto: imago/BPI)

Der FC Chelsea weckt mit seiner Spielweise im Halbfinal-Hinspiel bei Atlético Madrid Erinnerungen an den Champions-League-Sieg 2012 gegen den FC Bayern. Genau wie damals rühren die "Blues" Beton an. Und genau wie damals geht ihre Taktik auf.

90 Minuten dominierte Atlético Madrid das Spielgeschehen. Doch diese Dominanz drückte sich einzig in ewig langen Pass-Stafetten aus. Zu nennenswerten Chancen kam der Tabellenführer der Primera División nicht. "Wir haben die Mauer nicht überwinden können, weil Chelsea einfach überragend verteidigt hat", gab Atléticos Trainer Diego Simeone zu. "So bleibt es spannend."

70 Prozent Ballbesitz für Atlético, 25:5 Torschüsse für die "Rojiblancos" - doch entscheidend ist wie immer das Ergebnis. "Das 0:0 geht in Ordnung", sagte Chelsea-Coach José Mourinho. "Wir haben hier bei einer großartigen Mannschaft gespielt. Atlético ist körperlich sehr stark und technisch top. Aber wir haben richtig gut verteidigt."

Von An- bis Abpfiff ließen die Spanier den Ball 30 bis 40 Meter vor dem gegnerischen Tor hin- und herlaufen. Eine Lücke im Londoner Defensiv-Verbund fand der Atlético-Angriff um den Ex-Wolfsburger Diego jedoch nie. Nur einmal wurde es für Chelsea etwas gefährlich, und die Gefahr entstand bezeichnenderweise durch einen Distanzschuss. Mario Suárez setzte den Ball in der 34. Minute aus 26 Metern knapp neben den Pfosten. Danach versuchte es Atlético mit vielen Flanken, die für die Chelsea-Abwehr um John Terry und Gary Cahill keine Probleme darstellten.

Cech und Terry schwer verletzt

Das Remis bezahlte der Premier-League-Club allerdings teuer. Mit Petr Cech und John Terry verletzten sich zwei Leistungsträger schwer. "Für Cech ist die Saison gelaufen", sagte Mourinho nach der Partie und fügte grinsend hinzu: "Terry sollte im Finale wieder fit sein." Zudem sahen Chelseas Kapitän Frank Lampard (64.) und John-Obi Mikel (75.) sowie Atleticos Gabi (75.) ihre dritte Gelbe Karte, so dass sie im Rückspiel am kommenden Mittwoch an der Stamford Bridge fehlen.

Fans des FC Bayern lief es bei Chelseas Mauer-Taktik sicher kalt den Rücken runter. Denn 2012 versauten die Londoner mit eben dieser Masche den Münchnern das "Finale dahoam". Erst hatte sich Chelsea im Halbfinale beim FC Barcelona mit Mann und Maus ins Endspiel verteidigt. Und im Finale hatten dann nur die Bayern gespielt, der Henkelpott ging aber nach London.

Quelle: n-tv.de, sport.de

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