Fußball

Schalke auf Bundesliga-Kurs Der Torjäger, der einfach seine Stimme verlor

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Terodde pumpt nach dem Torjubel zum 2:1.

(Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Simon Terodde ist für Zweitliga-Spitzenreiter die personifizierte Aufstiegshoffnung. Bei der Rückeroberung der Tabellenführung durch das 2:1 beim SV Sandhausen war der Torjäger vom Dienst wieder einmal der Matchwinner für Königsblau. Doch danach geht nichts mehr beim Zweitliga-Torjäger.

Simon Terodde hatte es schlichtweg die Sprache verschlagen. Mit brüchiger Fistelstimme bemühte sich der Matchwinner des Fußball-Zweitligisten Schalke 04 nach seinem Doppelpack zum 2:1 (0:0) beim SV Sandhausen und der Rückkehr an die Tabellenspitze vergeblich um eine Einordnung. Der Torjäger vom Dienst konnte im TV-Interview nur noch radebrechen: "Das muss man erstmal realisieren, was abgegangen ist."

Terodde hatte vor mehreren tausend mitgereisten Fans Taten sprechen lassen und im Alleingang die 1:4-Heimpleite im Gipfel mit Werder Bremen vergessen gemacht. Durch sein Siegtor in der Nachspielzeit gehen die Knappen mit zwei Punkten Vorsprung in die beiden letzten Saisonspiele. Mehr denn je blühen rund um den Schalker Markt die Träume vom direkten Wiederaufstieg, der nun sogar im Idealfall schon in der kommenden Woche perfekt werden könnte.

Für den verbal indisponierten Matchwinner ("Ich habe keine Stimme mehr"), der im Saisonendspurt mittlerweile im fünften Spiel nacheinander getroffen und damit bereits 27 Tore zu Buche stehen hat, beschrieb Trainer Mike Büskens das Hochgefühl im königsblauen Lager: "Nach dem 2:1 kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Diese Momente zu erleben - das sind die Tage, an denen du weißt, dass du Teil des geilsten Klubs der Welt bist. Einfach Wahnsinn - das ist der Grund, warum ich diesen Verein so sehr liebe."

Schalke noch nicht ganz durch

Besonders lieben dürften die Fans Terodde. Der Zweitliga-Rekordtorschütze ist in der laufenden Saison Schalkes personifizierte Aufstiegsambition. Ohne die Treffer des 34-Jährigen, der schon 2017 dem VfB Stuttgart und 2019 dem 1. FC Köln zum Erstliga-Aufstieg verhalf, hätte Schalke zumindest statistisch sage und schreibe 17 Punkte weniger eingesammelt und im Aufstiegsrennen längst nichts mehr zu melden.

Büskens wollte den Erfolg allerdings nicht alleine Terodde, der bereits zum siebten Mal in der laufenden Spielzeit mindestens zwei Treffer erzielte, zuschreiben: "Simon hat einen wahnsinnig guten Abschluss. Aber er weiß auch, dass er gute Mitspieler hat, die ihn in Szene setzen", sagte der 54-Jährige.

Das Zusammenspiel der Kräfte muss aber wohl noch gegen Mitkonkurrent FC St. Pauli (Samstag/20.30 Uhr/Sport1 und im Liveticker auf ntv.de) und beim 1. FC Nürnberg (15. Mai/Sonntag) zum ersehnten Sprung in die Eliteklasse funktionieren. "Wir müssen die Spannung hochhalten", sagte Büskens mit Blick auf die finalen Aufgaben und mahnte: "Noch haben wir nichts erreicht."

Quelle: ntv.de, sue/sid

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