Fußball

Ganz weit weg von Weltklasse Der bittere Absturz des Max Meyer

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Max Meyer spielt bei Crystal Palace kaum noch eine Rolle.

(Foto: imago images / MB Media Solutions)

Was macht eigentlich Max Meyer? Der frühere Schalke-Spieler ist nach seinem turbulenten Abgang beim Fußball-Bundesligisten in der Versenkung verschwunden. Statt dem Prädikat "Weltklasse" gerecht zu werden, sitzt er mittlerweile öfter auf der Tribüne, als zu spielen.

Von seinem Berater Roger Wittmann wurde der Fußballer Max Meyer Anfang 2018 noch mit dem Edel-Prädikat "Weltklasse" versehen, mittlerweile aber ist es um den Ex-Spieler des FC Schalke 04 ruhig geworden. Bei seinem derzeitigen Klub Crystal Palace spielt der Offensiv-Akteur nämlich kaum noch eine Rolle. So leise es nun um den 24-Jährigen geworden ist, so laut war sein Abgang aus der Bundesliga. Das Verhältnis war nicht mehr reparabel, nachdem er öffentlich geäußert hatte, dass er nicht mehr mit dem damaligen Sportvorstand Christian Heidel zusammenarbeiten wolle.

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Trainer Roy Hodgson braucht Meyer offenbar nicht.

(Foto: imago images/PA Images)

Wittmann habe Heidel rund um eine im Raum stehende Vertragsverlängerung gesagt: "Ich rede von dem Weltklasse-Spieler Max Meyer, der in jeder europäischen Spitzenmannschaft Stammspieler sein wird und aller Voraussicht nach zur Weltmeisterschaft nach Russland fährt. Wenn wir von dem gleichen Spieler sprechen, kannst du mir ein Angebot schicken." Eine Offerte über 5,5 Millionen Euro wurde abgelehnt, Meyer schließlich freigestellt - und er fuhr auch nicht zur WM.

Olympique Marseille und Fenerbahce galten im Sommer 2018 als mögliche neue Arbeitgeber. Nix war's. Von Hertha BSC und dem AC Mailand handelten sich Meyer und Wittman Absagen ein. Schließlich heuerte er bei Crystal Palace an. Bei einem Premier-League-Klub, der für gewöhnlich eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden und nicht eines jener Top-Teams ist, die Berater und Spieler wohl eigentlich für den nächsten Schritt der "Weltklasse"-Karriere im Auge hatten.

Mittelmaß statt europäische Spitzenmannschaft

29 Spiele, davon 15 von Beginn an, absolvierte Meyer in seiner ersten Saison auf der Insel und erzielte dabei ein Tor - nicht unbedingt die Bilanz eines unverzichtbaren Stammspielers. Umso mehr wollte der Offensivmann, der schon im Schalke-Nachwuchs gespielt hatte, in der Saison 2019/20 durchstarten. Das zweite Jahr begann auch verheißungsvoll. An den ersten beiden Spieltagen der Premier League stand der Mittelfeldspieler in der ersten Elf, spielte beim 0:0 zum Auftakt gegen Everton sogar durch.

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Doch seit Ende August kam der mittlerweile 24-Jährige lediglich auf 17 Einsatzminuten. Zwischenzeitlich meldeten sich die Fans des Traditionsvereins und forderten bei Twitter unter dem Hashtag "#freemeyer" mehr Spielzeit für den Zehner. Vergeblich. Elf Mal blieb Meyer in der laufenden Spielzeit in der Liga ohne Einsatz. Und es läuft auch ohne ihn bestens für Palace.

Crystal Palace gewinnt ohne Max Meyer

Am vergangenen Samstag gab es für den Deutschen den nächsten Dämpfer. Zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit stand der vierfache Nationalspieler nicht einmal im Kader. Trainer Roy Hodgson verzichtete gegen Burnley auf ihn - Palace gewann 2:0. Auch am Dienstagabend, beim 1:0-Erfolg gegen AFC Bournemouth stand Meyer wieder nicht im Aufgebot. Durch den Sieg schob sich Crystal vorübergehend auf Platz fünf (!) vor. Auf den Positionen im Mittelfeld-Zentrum sind in dieser Saison die robusten James McArthur, Cheikhou Kouyate und Luka Milivojevic gesetzt. Der schmächtige Meyer hat da nur wenig Argumente für sich.

Ein Abgang schon im Januar wird immer wahrscheinlicher, trotz eines Vertrages bis 2021. Hochkarätige Interessenten dürften aufgrund der fehlenden Leistungsnachweise jedoch nicht Schlange stehen.

Quelle: n-tv.de