Fußball

Was für ein Königsklassen-Debüt! Die "unaufhaltsame Bestie" Erling Haaland

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Erling Haaland hat in dieser Saison bereits erstaunliche 17 Treffer geschossen.

(Foto: REUTERS)

Wie das mit dem Toreschießen funktioniert, weiß Erling Haaland. Überragende 17 Treffer hat er diese Saison bereits erzielt, drei davon nun beim Champions-League-Debüt von RB Salzburg. Wie lange er für die Österreicher noch stürmt? Unklar. In der Premier League ist er jedenfalls schon ein Thema.

"What a night!!!" - mit diesem Jubelschrei via Twitter feierte Erling Haaland sein perfektes Champions-League-Debüt noch voller Adrenalin. Mit drei Toren binnen 43 Minuten verhalf der erst 19 Jahre alte Norweger RB Salzburg beim 6:2-Sieg gegen KRC Genk zu einem Einstand nach Maß in die Königsklasse. "Das verrückteste Ding meines Lebens", sagte Haaland direkt nach der einseitigen Partie.

Wie eine "unaufhaltsame Bestie", so urteilte die spanische Sporttageszeitung "Marca" über den Skandinavier, tankte sich der bullige Stürmer durch die Defensive des belgischen Meisters und traf bis zum Halbzeitpfiff dreimal. Dennoch wollte Salzburgs Trainer Jesse Marsch seinen noch ungeschliffenen Rohdiamanten nicht ausschließlich auf seine Körperlichkeit reduzieren: "Erling ist eben auch ein sehr intelligenter Spieler."

RB Salzburg - KRC Genk 6:2 (5:1)

Tore: 1:0 Haaland (2.), 2:0 Haaland (34.), 3:0 Hwang (36.), 3:1  Lucumi (40.), 4:1 Haaland (45.), 5:1 Szoboszlai (45.+3), 5:2 Samatta (52.), 6:2 Ulmer (66.)
Salzburg: Stankovic - Kristensen (83. Farkas), Andre Ramalho, Wöber, Ulmer - Bernede, Junuzovic - Minamino, Szoboszlai (62. Okugawa) - Haaland (72. Daka), Hwang; Trainer: Marsch.
Genk: Coucke - Maehle, Dewaest, Lucumi, Uronen - Berge, Heynen (85. Onuachu) - Hrosovsky - Ndongala (72. Hagi), Samatta, Ito (46. Bongonda); Trainer: Mazzu.
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 29.520

Aber vor allem treffsicher, aktuell und auch in der jüngeren Vergangenheit. 17 Tore hat der Angreifer in dieser Saison bereits geschossen, erst im Mai bei der U20-Weltmeisterschaft machte Haaland ähnlich spektakulär auf sich aufmerksam: Beim 12:0-Sieg der norwegischen Auswahl gegen Honduras erzielte er neun (!) Tore. Da muss man beim österreichischen Meister befürchten, den so erfolgreichen Offensivspieler trotz eines Vertrages bis 2023 nicht mehr lange halten zu können.

"Er erinnert mich an Romelu Lukaku"

Schon sein Vater Alf-Inge Haaland spielte als Profi bei Nottingham Forest, Leeds United und Manchester City in England. Jetzt soll Ole Gunnar Solskjaer, einst Entdecker von Haaland junior in Norwegen und Teammanager bei Manchester United, seinen talentierten Landsmann ins Visier genommen haben.

"Ich bin mir sicher, dass Erling ein Top-Stürmer wird. Er erinnert mich mit seiner Spielweise an Romelu Lukaku", sagte Solskjaer. Der Belgier spielt mittlerweile bei Inter Mailand, Haaland könnte diese Lücke beim englischen Rekordmeister mittelfristig schließen. Haalands Teamkollege Zlatko Junuzovic, einst Mannschaftskapitän beim Bundesligisten Werder Bremen, wollte daher auch nicht ausschließen, dass der Teenager bald in einer europäischen Topliga spielen wird: "Das Zeug dazu hat er, das sieht jeder."

Quelle: ntv.de, Andreas Frank, sid