Fußball

Oberbürgermeister widerspricht Doch keine Fan-Garantie in München zur EM?

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Die Allianz Arena könnte laut Münchens OB doch leer bleiben.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Trotz der Bestätigung als Spielort der Fußball-EM sind Zuschauer in der Münchner Allianz Arena keinesfalls garantiert. Münchens Oberbürgermeister widerspricht der UEFA in dem Punkt vehement. Ob überhaupt vor Fans gespielt werden könne, müsse "Ende Mai" geprüft werden.

Nach dem positiven Beschluss der UEFA für EM-Partien in München hat Oberbürgermeister Dieter Reiter betont, dass es keine Garantie für eine Zulassung von Zuschauern gibt. Anders als von der Europäischen Fußball-Union UEFA dargestellt geben die deutschen Veranstalter und die politischen Entscheider kein Versprechen für eine Rückkehr von Fans in die Arena im Juni und Juli. "Ich freu mich, dass die UEFA offenbar freundlicherweise eingesehen hat, dass München auch ohne Zuschauergarantien ein attraktiver Standort ist", sagte der SPD-Politiker und verstand damit den Beschluss der UEFA anders als zunächst angenommen.

Es war davon ausgegangen worden, dass München - wie alle anderen Gastgeberstädte auch - nun mindestens 14.500 Zuschauer zulassen muss. Reiter sei glücklich, dass München einer von nun elf Ausrichtern des paneuropäischen Turniers vier Spiele präsentieren kann sagte er. "Ob das vor Zuschauern und vor wie vielen ist, das konnte ich schon vor einer Woche nicht sagen und das kann auch heute niemand sagen. Deswegen gab es bis zum heutigen Tag keine Zuschauergarantien."

Eigentlich hatte das aber just die UEFA von den Gastgeberstädten gefordert - und selbst mitgeteilt, dies auch von München erhalten zu haben. "Das war wohl eine optimistische Aussage der UEFA und des DFB, die ich verstehen kann", meinte der OB. Politisch sei es nicht zu rechtfertigen, eine Öffnung von Fußballstadien fix zu erlauben, während gleichzeitig in der Pandemie Kinder nicht in die Schule dürfen oder die Gastronomie weiter geschlossen bleiben muss. Reiter prognostizierte, dass man erst Ende Mai absehen könne, was aus infektiologischer Sicht möglich sei. "Spätestens Anfang Juni muss klar sein, ob es Zuschauer geben kann und wenn ja wie viele."

Einen Dank sprach Reiter an Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge aus, dessen Rückkehr ins entscheidende Exekutivkomitee der UEFA erst am Montag "jedenfalls nicht geschadet hat". Die beiden hatten in dieser Woche mehrmals miteinander telefoniert, sagte Reiter. "Ich denke schon, dass er geworben hat. Ich glaube auch, dass das nicht zuletzt einer der Punkte war für die positive Entscheidung."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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