Fußball

2. Liga: KSC-Sieg im Kellerduell Düsseldorf baut Führung aus

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Spät jubelt es sich am schönsten: Düsseldorf festigt die Tabellenspitze dank Joker Jovanic.

(Foto: dpa)

Mit einem Last-Minute-Erfolg gegen Dynamo Dresden bastelt Düsseldorf weiter an seiner überragenden Heimserie und setzt sich an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga fest. Den 2:1-Siegtreffer erzielt Jovanovic. Karlsruhe gewinnt im wohl einzigen Spiel von Interimstrainer Kauczinski gegen Ingolstadt mit 3:2. Union holt einen Auswärtsdreier in Braunschweig.

Fortuna Düsseldorf hat seine Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga durch einen Last-Minute-Sieg gefestigt. Joker Ranisav Jovanovic traf mit der letzten Aktion des Spiels zum 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Aufsteiger Dynamo Dresden und sicherte seinem Team den elften Heimsieg in Serie. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier führt die Liga mit 34 Punkten vor Eintracht Frankfurt und der SpVgg Greuther Fürth (beide 29) an.

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Des einen Freud ...

(Foto: dpa)

"Zum Schluss haben wir die Brechstange benutzt und Rani hat getroffen. Er hat's verdient, mal wieder ein Tor zu machen", sagte Düsseldorfs Sascha Rösler. An die Bundesliga denkt der Routinier noch nicht. "Wir haben uns kein langfristiges Ziel gesetzt. Es ist Blödsinn, über den Aufstieg zu sprechen", so Rösler.

Maximilian Beister hatte die in nun 23. Pflichtspielen in Folge ungeschlagenen Rheinländer in Führung gebracht (20.), Mickael Pote glich für die Gäste aus (44.). Für Dresden war es die erste Niederlage nach zuvor vier ungeschlagenen Begegnungen. Eine gute Figur machten die nach den Ausschreitungen in Dortmund DFB macht Dresden zum Bauernopfer : Nach Angaben der Düsseldorfer Polizei blieb bei der Anreise alles ruhig, auch im Stadion gab es keine Probleme.

Beister zur Führung

Vor 32.300 Zuschauern übernahmen die Gastgeber in der Anfangsphase das Kommando. Beister schloss eine schöne Einzelleistung mit seinem achten Saisontreffer zur Führung ab. Auch danach blieb der Tabellenführer spielbestimmend. Ein Kopfball von Oliver Fink verfehlte sein Ziel nur knapp (24.). Aber auch die Sachsen versteckten sich nicht. Zlatko Dedic hatte die erste Chance der Gäste (21.), schoss allerdings knapp drüber. Kurz vor der Pause traf Pote von der Strafraumgrenze mit seinem fünften Saisontor zum Ausgleich.

Nach dem Wechsel taten die Rheinländer zunächst schwer, gegen die gute Dynamo-Defensive klare Chancen zu erspielen. Sascha Rösler vergab in der 58. Minute die erste Möglichkeit nach der Pause. Danach drängten die Gastgeber auf den Sieg und wurden durch Jovanovic spät belohnt (90.+2). Bei Düsseldorf verdienten sich Adam Bodzek und Beister gute Noten, bei Dresden überzeugten Pote und Romain Bregerie.

KSC kann noch gewinnen

Der Karlsruher SC hat seine Negativserie nach der Trennung von Trainer Rainer Scharinger gestoppt. Im voraussichtlich einzigen Spiel unter Interimscoach Markus Kauczinski feierten die Badener im Kellerduell gegen den FC Ingolstadt einen 3:2 (1:1)-Erfolg und holten den ersten Dreier nach zehn sieglosen Spielen. Der KSC kletterte mit jetzt zwölf Punkten vorerst auf den 13. Rang, Ingolstadt (9) ist Tabellenvorletzter und kann am Sonntag sogar auf den 18. Platz abrutschen.

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Ingolstadt droht die rote Laterne.

(Foto: dpa)

Dennis Kempe (26.), Alexander Iaschwili (57., Foulelfmeter) und Klemen Lavric (76.) trafen für Karlsruhe. Malte Metzelder (13.) hatte Ingolstadt in Führung gebracht. Moritz Hartmann verkürzte zudem in der 86. Minute vor 12.287 Zuschauern für die Gäste. "Ich habe Licht und Schatten gesehen. Es war ein erster Schritt", sagte Kauczinski. Trotz des Sieges wird der Coach auf der KSC-Bank schon bald wieder abgelöst. Das teilte Sportdirektor Oliver Kreuzer vor dem Spiel beim Sender Sky mit. "Ich gehe davon aus, dass wir Anfang nächster Woche einen neuen Trainer präsentieren werden. Bis Montag haben wir den richtigen Mann", sagte der Ex-Profi.

Steinhaus ermöglicht Führung

Im Vergleich zum 1:5 bei Dynamo Dresden, dass den gebürtigen Karlsruher Scharinger seinen Job gekostet hatte, veränderte Kauczinski das KSC-Team auf vier Positionen. Die Umstellungen in der Startformation änderten zunächst nichts an den Schwierigkeiten der abstiegsbedrohten Gastgeber. Nach einem Freistoß köpfte Metzelder unbedrängt zur frühen Führung der Ingolstädter ein. Kempe gelang nach einem Eckball aber noch vor dem Seitenwechsel der Ausgleich für den ehemaligen Erstligisten.

Im zweiten Durchgang konnten sich die Karlsruher bei Bibiana Steinhaus bedanken. Nach einem vermeintlichen Foul von Metzelder an KSC-Stürmer Lavric entschied die Schiedsrichterin auf Strafstoß, Iaschwili verwandelte sicher. Mit der Führung im Rücken legte der KSC nach, Lavric sorgte nach feiner Einzelleistung für die Vorentscheidung. Bei Karlsruhe überzeugten Kempe und Gaetan Krebs, bei Ingolstadt waren Metzelder und David Pisot die Besten.

Union holt Auswärtssieg

Aufsteiger Eintracht Braunschweig hat seinen zweiten Sieg innerhalb von fünf Tagen verpasst. Nach dem Erfolg am Montag bei Aufstiegsanwärter SpVgg Greuther Fürth unterlag die Elf von Trainer Torsten Lieberknechtgegen Union Berlin 1:2 (0:1). Mit 22 Punkten bleibt Braunschweig aber zumindest vorübergehend Tabellensechster. Dahinter verbesserten sich die Hauptstädter mit 21 Zählern auf Rang sieben. In einer sehr guten Zweitligapartie brachte Chinedu Ede (5.) Berlin früh in Führung. Dennis Kruppke (50.) erzielte den verdienten Ausgleich, bevor der eingewechselte Patrick Zoundi (80.) Union zum Sieg schoss.

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Thorsten Lieberknecht sah ein gutes Spiel - das seine Braunschweiger allerdings verloren.

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Die Partie im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße hatte mit einer Verspätung von 15 Minuten begonnen, da sich die Anreise zahlreicher Berliner Fans verzögert hatte. Vor 22.355 Zuschauern erwischten die Gäste einen Blitzstart: In der fünften Minute brachte Ede einen Steilpass gekonnt unter Kontrolle und schob überlegt zur Berliner Führung ein. Unbeeindruckt von dem Rückstand suchten die Hausherren anschließend konsequent den Weg nach vorne. In der 14. Minute landete der Ball gleich zweimal im Berliner Tor. Allerdings verweigerte Schiedsrichter Bastian Dankert korrekterweise wegen Abseitspositionen beiden Treffern die Anerkennung. Kruppke (31.) und Dominick Kumbela (40.) vergaben vor der Halbzeitpause die besten Chancen zum Ausgleich. Dazu verwehrte Dankert den Braunschweigern in der 42. Minute einen Elfmeter.

Auch nach dem Wechsel drängte Braunschweig auf den Ausgleich, den Kruppke mit seinem siebten Saisontor markierte. In der Folge lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch und erspielten sich weitere gute Möglichkeiten. Drei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Zoundi schließlich den Siegtreffer für Berlin. Bei Braunschweig verdienten sich Kruppke und Mirko Boland die Bestnoten. In den Reihen von Union überzeugten Ede und Marc Pfertzel.

Quelle: n-tv.de, sid

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