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Dresdner DDR-Nationalspieler Dynamo-Legende Stübner ist tot

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Stübner besuchte zuletzt wieder öfter die Dynamo-Heimspiele.

(Foto: www.imago-images.de)

Gut 250 Mal trägt Jörg Stübner das Fußball-Trikot von Dynamo Dresden. Er gewinnt Titel und läuft Dutzende Male für die DDR auf. Doch der Sprung in die neue Zeit gelingt dem Mittelfeldakteur nicht. Es folgt der Absturz, dann steigt die Zuversicht im Dynamo-Umfeld wieder. Nun aber ist Stübner gestorben.

Der frühere DDR-Auswahlspieler Jörg Stübner ist tot. Entsprechende Berichte bestätigte der Verein. Stübner, der von 1983 bis 1993 beim heutigen Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden gespielt hatte, wurde nur 53 Jahre alt. Die Todesursache ist noch unklar.

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Stübner gewann mit Dresden zweimal die Meisterschaft in der DDR-Oberliga sowie dreimal den Pokal. Er spielte unter anderem an der Seite von Ulf Kirsten und Matthias Sammer. Am Ende lief Stübner 249 Mal für die Gelb-Schwarzen auf. Dazu gehören neben Liga- und Pokal-Partien auch Spiele im Europapokal. Insgesamt schoss er 24 Tore und legte 35 Treffer auf. In seiner Karriere kam er ohne Platzverweis aus, wie der Verein erinnerte.

Zudem absolvierte Stübner 47 Länderspiele. Unter anderem stand er in der letzten Elf der DDR beim 2:0 gegen Belgien. Zu seiner Zeit galt er als einer der besten Mittelfeld-Spieler. Nach der Wende konnte Stübner in der Bundesliga nicht Fuß fassen und blieb weit hinter seinen Leistungen der Vergangenheit zurück. Sein letztes Spiel absolvierte er im November 1991 gegen Schalke. In der Folge sprach Stübner dem Alkohol zu und rutschte sozial ab. Zuletzt gab es etwas Hoffnung, als Stübner wieder zu Dynamo-Heimspielen kam. Laut MDR existierten Überlegungen, den verdienten Spieler im Nachwuchsbereich einzubinden.

"Tief erschüttert"

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Kreer, Heyne, Stahmann, Lindner, Sammer, Döschner, Schößler, Kirsten, Thom, Stübner, Steinmann (v.l.) vor ihrer 0:3-Niederlage gegen Österreich und der verpassten Quali für die WM 1990.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

"Mit großer Bestürzung erreichte mich die Nachricht, dass mein langjähriger Freund Jörg Stübner verstorben ist. Das Schicksal von 'Stübs' hat viele Fans über Jahre begleitet und niemanden unberührt gelassen. Ein trauriger Tag für uns alle", twitterte der ehemalige Dresdner und Leverkusener Torjäger Ulf Kirsten. 

Auch bei Dynamo herrschte am Tag nach Stübners Tod große Trauer. "Die Nachricht von Jörg Stübners Tod hat uns alle tief erschüttert. Unser Verein trauert um eine seiner Legenden, einen begnadeten Fußballer. Vor allem aber trauern wir um einen Menschen, der einen langen persönlichen Kampf ausgefochten hat und nun viel zu früh gegangen ist", sagte Präsident Holger Scholze.

Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge, der lange Jahre mit Stübner zusammengespielt hatte, äußerte vor allem seinen Respekt für die Lebensleistung seines Weggefährten, der von persönlichen Problemen geplagt worden war. "Seit vielen Jahren wünschte er sich ein Leben ohne Medienöffentlichkeit - ein Wunsch, der viel zu selten respektiert wurde. Sein Schicksal ist deshalb auch eine Mahnung an uns alle", sagte Minge.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid

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