Fußball

DFB-Gericht gibt Revision statt Energie Cottbus zahlt für rechtsradikale Fans

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Karl-Liebknecht-Stadion, 28. April 2017: Ordner des SV Babelsberg überwältigen einen Fan aus Cottbus.

(Foto: picture alliance / Jan Kuppert/J)

Die Fans des FC Energie Cottbus dürfen doch nicht ungestraft Nazi-Parolen verbreiten. Das Bundesgericht des DFB verurteilt den Fußball-Regionalligisten zu einer Geldstrafe und positioniert sich klar gegen "rassistische und rechtsradikale Umtriebe".

Weil seine Fans rechtsradikale Sprechchöre gerufen haben, muss der von FC Energie Cottbus 7000 Euro Strafe zahlen. Davon kann der Viertligist bis zu 3000 Euro zur Vorbeugung gegen Rechtsextremismus und Rassismus verwenden. Das hat das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes entschieden. Wie der DFB mitteilte, hat der Klub dem Urteil zugestimmt.

Das Bundesgericht hat damit der Revision des DFB-Kontrollausschusses stattgegeben, die sich gegen den Beschluss des Gerichts des Nordostdeutschen Fußballverbandes im Fall Cottbus gewendet hatte. Damit ist das Urteil des NOFV vom 24. November 2017 aufgehoben.

"Der DFB fährt eine klare Linie gegen rassistische und rechtsradikale Umtriebe. Für solche Verhaltensweisen ist in unserem Fußball kein Platz", sagte Achim Späth, der Vorsitzende des Bundesgerichts. Im konkreten Fall ging es um das Regionalligaspiel zwischen den SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus am 28. April 2017.

Die Babelsberger, deren Anhänger sich mit "Nazi-Schweine"-Sprüchen gegen die Cottbuser Anhänger gewehrt hatten, war zu einer Geldstrafe von 7000 Euro wegen des Abbrennens von Pyrotechnik verurteilt worden. Babelsbergs Vorstandschef Archibald Horlitz freute sich über das Urteil des Bundesgerichts. "Wir haben jetzt eine konsequentere und stringentere Rechtsprechung", sagte er der Tageszeitung "Die Welt". Der DFB habe "klare Kante gezeigt".

Quelle: n-tv.de, sgi/sid/dpa

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