Reiner Wirsching starb mit 63Ex-Bundesligastürmer verunglückt bei Rad-Unfall tödlich

72 Mal stürmt Reiner Wirsching in der Fußball-Bundesliga, später ist er Teil einer der größten Sensationen der deutschen Fußball-Geschichte. Nun trauert der Fußball um den Ex-Profi: Wirsching starb bei einem tragischen Unfall.
Ein tragischer Unfall reißt Reiner Wirsching aus dem Leben: Wie zuerst das Portal "Mainfranken News" berichtete, kollidierte der ehemalige Bundesligastürmer bereits am vergangenen Donnerstag auf dem Rad an einer Bundesstraße nahe dem bayerischen Bad Kissingen mit einem Reh. Wirsching, der keinen Helm getragen haben soll, zog sich bei dem Sturz nach Angaben seiner Familie einen schweren Schädelbasisbruch mit starken Blutungen zu. Nachdem Einsatzkräfte den bewusstlos neben seinem Rad liegenden Ex-Profi ins Krankenhaus gebracht hatten, verstarb er dort am Samstag aufgrund seiner schweren Verletzungen. Wirsching wurde 63 Jahre alt.
Mittelstürmer Wirsching hatte seine Karriere beim damaligen Drittligisten FC Schweinfurt begonnen, ehe er 1989 in die Bundesliga zum fränkischen Nachbarn 1. FC Nürnberg in die Bundesliga wechselte. Bis 1991 bestritt Wirsching 72 Bundesligaspiele für den "Club" und erzielte 14 Tore. Mit seinen beiden letzten Bundesligatoren - einem Doppelpack beim 4:2 des 1. FC Nürnberg bei Hertha BSC - schoss Wirsching die Franken zwei Spieltage vor Ende der Saison 1990/91 auf einen Nicht-Abstiegsplatz. In der Folge hielt Nürnberg die Klasse, Wirsching aber lief nur noch ein weiteres Mal für den Klub auf.
Sensation mit Vestenbergsgreuth
Während der folgenden Saison wechselte er zurück zum FC Schweinfurt und später weiter zum Bayernligisten TSV Vestenbergsgreuth, um neben der sportlichen Laufbahn sein Medizinstudium vorantreiben zu können. 1996 promovierte er schließlich, seine Karriere ließ er in Weismain und Würzburg ausklingen. Später arbeitete Reiner Wirsching als Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Als Teamarzt betreute er Mannschaften in mehreren Sportarten.
1994 war der ehemalige Bundesligastürmer noch einmal Teil einer denkwürdigen Partie: Als Mittelfeldspieler stand er die komplette Spielzeit auf dem Platz, als der TSV Vestenbergsgreuth dem großen FC Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem sensationellen 1:0-Siege eine der größten Demütigungen der Klubgeschichte beibrachte.